Camponotus vagus Gründungsproblem

Berichte & Beobachtungen - Meinungen & Fragen [einheimische und exotische Arten]

Re: Camponotus vagus Gründungsproblem

Beitragvon Ruginodis » 8. November 2017, 17:33

ok, ich werde mal einen weiteren Temperaturfühler durch den Abzweig führen, dann hätte ich die Innenraumtemperatur, statt die RG Oberfläche. Ab wann wird es denn mit der Temperatur kritisch?
Ich habe mal eine Puppe entnommen und mit starker Vergrößerung betrachtet. Es ragte bereits ein Beinchen aus dem Kokon. Den habe ich dann entfernt und fand eine meiner Meinung nach fertige Ameise. Klein und Schwarz, es schien alles dran zu sein. Kann es passieren, dass sich Ameisen nicht aus der Kokonhülle befreien können?
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Re: Camponotus vagus Gründungsproblem

Beitragvon Safiriel » 8. November 2017, 20:12

Imagos werden von der Königin, bzw wenn vorhanden Arbeiterinnen aus der Puppe befreit.

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Re: Camponotus vagus Gründungsproblem

Beitragvon Ruginodis » 8. November 2017, 21:00

oh, dann wird die Königin dies nicht getan haben. Sehr traurig. Oder es war ihr schon zu spät von der Jahreszeit her und sie will jetzt die Diapause.
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Re: Camponotus vagus Gründungsproblem

Beitragvon Ruginodis » 21. November 2017, 17:42

ich hatte die Temperatur nochmal via Sonde direkt im Innenraum des Reagenzglases gemessen. diese bewegte sich um die 25C. Jetzt habe ich die Heizung abgeschalten, sie steht nun bei 18C im ungeheiztem Raum bei sinkender Temperatur. Ich werde nun mal abwarten wie sie den Winter übersteht. Auf YouTube fand ich einen Haltungsbericht, der genau so ein Problem mit einer C. vagus hatte. Erst im nächsten Jahr und auch erst durch Zugabe von C. ligniperdus Puppen die dann schlüpften fühlte sich die Gyne animiert,wieder Eier zu legen und eigene Nachkommen aufzuziehen. Vielleicht kann mir ja zu gegebenen Zeitpunkt jemand mit "Starthilfe" aushelfen. Bis dahin, kommt alle gut über den Winter.
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Re: Camponotus vagus Gründungsproblem

Beitragvon Ruginodis » 9. Januar 2018, 20:44

Hallo liebe Ameisenhalter und ein gesundes Neues noch,

Mein letzter Check der Gyne während der Diapause zeigte, dass sie noch lebendig ist und weiterhin im Schilfrohr sitzt. Dieses Domizil hatte sie ja freiwillig bezogen und das veranlasste mich zum Nachdenken. wie bereits erwähnt hatte sie ihre Brut kurz vorm Schlüpfen allein gelassen und sich in das Schilfrohr begeben. Mein Gedanke nun ist, wenn sie das Reagenzglas weniger mag, könnte ich doch beides vereinen.
Heißt ich schiebe ein aufgesägtes Röhrchen in das Reagenzglas. Die Gyne hätte dann eine natürliche Umgebung (lieben ja bekanntlich Holz) und ich hätte trotzdem noch Einsicht. Auf die selbstregelnde Erwärmung mittels Heizmatte will ich nicht verzichten, jedoch die Wärmaübertragung möchte ich durch Einbettung in Sand begünstigen und mögliche Hotspots an Kontaktpunkten vermeiden. Die Aparatur habe ich entsprechend umgestaltet und mach erstmal einen Probelauf.

Meine Fragen:
wenn das Schilfrohr die Watte berührt, saugt es auch Wasser in die Kapilaren, was es minimal feucht hält. Könnte für das Klima gut sein, aber auch Schimmel begünstigen. Hat das schon mal einer probiert?

Auf den Bildern seht ihr das Kammer zu Wasserreservoir Verhältnis, 3cm zu 4cm. Sind 3x1cm genug für eine Vagus in der Gründung?

Als Wasser hatte mir Antstore Regenwasser empfohlen, ich nehme Teichwasser was dem entsprechen dürfte. Gibt es da andere Meinungen oder bessere Erfahrungen?

Den Eingang würde ich diesmal mit mehr Watte oder groben Sägespänen wegen der Natürlichkeit verschließen. Die Gyne hatte beim letzten Gründungsversuch den Eingang selbst verschlossen und dann am Ende auch selbst geöffnet. Das möchte ich ihr nicht verwehren. Oder sperrt ihr sie so ein, dass sie nicht aus dem RG heraus kann?

Als Temperatur wähle ich 27C +/-2C. Sollte doch ok sein für C.vagus?

Durch das Einschieben des halben Schilfrores hat sich der Innendurchmesser auf 8mm reduziert. Hoffe das ist noch genug Platz für die Gyne um sich zu drehen. Kennt sich da jemand aus wieviel Platz sie braucht?

Hier nun noch paar Fotos zur Erklärung

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Re: Camponotus vagus Gründungsproblem

Beitragvon Maddio » 9. Januar 2018, 20:59

Interessant was du da gebastelt hast.

Aber ich muss jetzt erstmal fragen, es ist doch noch mitten in der Winterruhe? Oder bereitest du alles schon vor? Das geht aus deinem Beitrag nicht hervor, oder habe ich was überlesen?

Du solltest sie mindestens bis Anfang März in der Winterruhe halten und dann erst LANGSAM an höhere Temperaturen heranführen. Die Königin muss auch Möglichkeiten zum Ausweichen vor der Wärme haben. In welchen Intervallen wird das RG beheizt?
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Re: Camponotus vagus Gründungsproblem

Beitragvon Ruginodis » 9. Januar 2018, 21:21

Hi Maddio,

Ja die Gyne ist noch in der Winterruhe. Das was ihr hier seht ist ein neuer Ansatz, in die ich die Gyne bei erfolgreichem Trockentest einziehen lassen möchte. Sie hatte ja bereits vier Puppen hervorgebracht, also wird es wohl schwer werden für sie. Deshalb verwende ich auch ein RG mit zusätzlichem Eingang um eventuell etwas Nahrung ungestört zukommen zu lassen. Die Temperatur wird über einen Regler und Temperatursensor unterhalb des RG permanent geregelt. Nachtabschaltung ist möglich. Für den Testbetrieb habe ich einen weiteren Fühler in die Brutkammer geführt. Dieser ist auf dem Foto sichtbar. Ich möchte sicher gehen, dass es nicht zu warm wird, denn der regelnde Sensor sitzt ja nicht in der Kammer. Wenn alles ok ist werde ich den zusätzlichen entfernen da ja dort die Gyne leben soll. Bis März hat die Anlage jetzt Zeit sich zu bewehren. Vor allem Wasserverbrauch und Schimmelrisiko sind meine Hauptfragen. Notfalls könnte ich das Schilf von der Watte wegziehen und es bleibt trocken.

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Re: Camponotus vagus Gründungsproblem

Beitragvon Maddio » 9. Januar 2018, 21:36

Ruginodis hat geschrieben:Ja die Gyne ist noch in der Winterruhe.


Ok, da bin ich ja beruhigt ;) .

Ruginodis hat geschrieben:Sie hatte ja bereits vier Puppen hervorgebracht, also wird es wohl schwer werden für sie.


Das ist in der Tat eine sehr unschöne Situation. Aber Camponotus vagus sind andererseits ziemlich robust, zumindest habe ich bei meinen diesen Eindruck. Gut möglich, dass die Königin einen zweiten Versuch schafft, ein klein wenig zufüttern wird vermutlich helfen. Am besten direkt nach der Winterruhe einmal Honig schlecken lassen, und eine tote Fliege vor das RG legen. Dann rein mit ihr ins RG und nach einem Monat das erste Mal schauen.

Ruginodis hat geschrieben:Vor allem Wasserverbrauch und Schimmelrisiko sind meine Hauptfragen. Notfalls könnte ich das Schilf von der Watte wegziehen und es bleibt trocken.


Das Wasser wird schon eine ganze Weile reichen, selbst wenn es etwas Wärme abbekommt. Würde ich mir keine Sorgen machen.

Ja, das Schilf solltest du lieber von der Watte wegziehen, so dass ein Zwischenraum entsteht. Es kann evtl. durch die Luftfeuchtigkeit trotzdem schimmeln, aber dieses Risiko kannst du eingehen, denke ich.

Du hast noch C. ligniperda Puppen erwähnt. Also ich würde eher zu C. vagus-Puppen raten :p Gut, daran hast du vermutlich auch bereits gedacht, nur sind sie schwerer zu bekommen.

Ich würde dir grundsätzlich welche schicken, aber ich habe die Kolonie in einer Glasfarm, und da komme ich nicht an die Nestkammern heran. Ich könnte sie aber vlt mit einem Wärmespot dazu bekommen, ein paar Puppen in die Arena zu bringen, aber das wird man ausprobieren müssen, und es wird natürlich dauern bis sie erstmal Puppen haben (so etwa im Mai?). Das wäre natürlich die einfachste Lösung, arteigene Puppen sollten doch funktionieren.

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