Blutige Anfängerin

Re: Blutige Anfängerin

Beitragvon Serafine » 24. November, 2017, 18:36

Saskia80 hat geschrieben:Überhaupt habe ich festgestellt, dass mir meistens filigrane schlichte schwarze Ameisen (vorzugsweise glänzend schwarz) gefallen. Bunte Ameisenarten gefallen hingegeben meistens weniger. Aber ich möchte nicht ausschließen, dass es auch da mal funken könnte. :o

Ameisen gibt es normalerweise in diversen Schattierungen, schwarze Versionen hat eigentlich fast jedes Genus.

Cataglyphis niger:
http://www-leec.univ-paris13.fr/album/b ... iger_2.gif

Formica fusca:
https://photos.smugmug.com/Ants/Natural ... us1-XL.jpg


Saskia80 hat geschrieben:Dann habe ich auch noch ein bisschen über meine eigene auferlegte begrenzte Koloniegröße nachgedacht. Ich denke das ist bei mir eine reine Kopfsache, dass ich da eine kleine Bevölkerung bevorzuge. Wenn mal ein Erdbeben kommt und mein Formicarium im „Final Destination Stil“ zerplatzt und nun 3000 oder 5000 Ameisen in meiner Wohnung rumlaufen… und sich an mir für zu wenig Proteinnahrung rächen wollen, wird vermutlich egal sein… aber ich bleibe trotzdem dabei.

Naja, größere Ameisenkolonien können schon eine Menge futtern, da ist eine etwas kleinere doch pflegeleichter.

Wenn ich mir die Präferenzen so durchlese (filigrane schwarze glänzende Ameisen mit relativ klein bleibender Kolonie) scheint mir Formica fusca doch sehr passend - die sind auch günstig (weil sehr verbreitet), sehr anpassungsfähig (quasi die Lasius niger des Formica-Genus), pflegeleicht (wenig aggressiv), schön anzuschauen (tagaktiv, neugierig, sehr lauffreudig). Halten halt Winterruhe.

Alternativ wären Camponotus foreli eine Option - die kann man im Zimmer überwintern (verkürzte Ruhephase mit verminderter Aktivität für 2-3 Monate), da eine mediterrane Art, Kolonien sollen recht klein bleiben mit nur ein paar hundert Ameisen und sie sind wenig aggressiv (quasi die Formica fusca des Camopnotus-Genus).
Als Zugabe bekommt man neben den schlanken normalen Arbeiterinnen noch die ein oder andere große Major dazu.
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Re: Blutige Anfängerin

Beitragvon Saskia80 » 24. November, 2017, 19:25

Ja, die würden alle gut in das Profil passen. :) Ich kann mir gut vorstellen, dass ich mich für eine davon am Ende entscheide.
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Re: Blutige Anfängerin

Beitragvon Saskia80 » 24. November, 2017, 20:22

Meint ihr ich könnte die Formica fusca gut in einem recht feuchten Formikarium halten? Ich züchte nämlich zu Hause sowieso schon recht viele verschiedene Sphagnum Moos-Arten und andere Wald-Moosarten für meine Pflanzen, weil die die gerne um sich haben. Da eine Arena-Waldlandschaft mit verschiedenen Moosarten zu gestalten würde mir gut gefallen. Ich bin mir da nur unsicher wegen Schimmelbildung im Nest.
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Re: Blutige Anfängerin

Beitragvon Serafine » 24. November, 2017, 20:44

Man kann das Nest ja mit so 5-10cm Schlauch von der Arena abtrennen, wobei (sofern das Nest nicht deutlich beheizt wird) es recht wahrscheinlich ist, dass sie sich direkt in den Boden eingraben (je nachdem wie feucht der ist).
In einem Erdnest sollte Schimmel dann eigentlich nicht so das Problem sein, ggf. kann man da auch Springschwänze oder weiße Asseln als Reinigungstruppe zufügen (falls sie nicht von selbst kommen, Spingschwänze und Bücherläuse siedeln sich gern in Formicarien an, die nicht allzu trocken sind).

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Re: Blutige Anfängerin

Beitragvon Saskia80 » 24. November, 2017, 21:06

Mit Erdnest meinst du so eine Sand/Lehmmischung wie sie bei den Startersets vom Antstore dabei sind oder meinst du da richtige Walderde?
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Re: Blutige Anfängerin

Beitragvon Serafine » 24. November, 2017, 21:16

Da du Waldbecken mit Moosen sagtest bin ich mal von Erde ausgegangen :). Wäre auch möglich dass sie sich entscheiden direkt im oder unter dem Moos zu nisten, Formica fusca sind da recht anpassungsfähig und nehmen das was ihnen gerade am besten gefällt.

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Re: Blutige Anfängerin

Beitragvon Saskia80 » 24. November, 2017, 21:20

Öhm ja für die Arena würde ich eine Erdmischung verwenden - vieleicht mit etwas Cocossubstrat. Für die Moose muss die Erdschicht ja auch nicht total dick sein. Für das Nest hatte ich jetzt noch gar kein Plan, was für diese Art am besten geeignet ist, aber wenn das mit Erde gut geht - klar warum nicht passend zur Arena machen.
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Re: Blutige Anfängerin

Beitragvon Serafine » 24. November, 2017, 21:27

Wie gesagt, es kann auch gut passieren, dass sie sich in der Arena z.B. unter dem Moos (oder in/unter der Dekoration) einnisten - nur weil ein Nest bereitgestellt wird können sie ja trotzdem die Arena besser finden. Gerade bei feuchten Arenen mit viel Dekoration ist das immer möglich. Sofern das kein Problem darstellt würde ich das Moosbecken für einen tollen Lebensraum halten (der bestimmt auch echt hübsch aussieht).

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