Blutige Anfängerin

Re: Blutige Anfängerin

Beitragvon Serafine » 3. Dezember, 2017, 11:37

Bei der Ausbruchsfreudigkeit spielt viel mit rein. Aboreale Ameisen die extrem gut klettern können haben schon grundlegend bessere Chancen auf einen Ausbruch als bodenbewohnende Ameisen die nur schlecht klettern können (z.B. Messor). Auch semi-nomadische Ameisen sind ein größeres Risiko als sehr nesttreue Arten. Hohe Aktivität gehört natürlich dazu, ebenso wie gewisse Verhaltensweisen (z.B. Formica die Ölbarrieren gerne mit Dreck zukleben).

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Re: Blutige Anfängerin

Beitragvon Saskia80 » 3. Dezember, 2017, 19:01

Hm ja, ich habe eine englische Seite gefunden wo recht viele Infos zu dieser Ameisenart stehen: http://bioweb.uwlax.edu/bio203/2011/cullen_jaso/index.htm

Sie können u.a. Nester mit Larvenseide weben und sich recht schnell bewegen. Nachdem ich die ganzen Infos gelesen habe, muss ich sagen, dass es wirklich eine Traumameise für mich wäre. Aber man sollte auch ein wenig vernünftig bleiben und deshalb verabschiede ich mich jetzt von dem Gedanken diese Art zu halten. Denn es sind zu viele Faktoren (klimatische Bedürfnisse der Tiere, klimatische Bedürfnisse der Pflanzen, erhöhter Pflegebedarf beim feuchten Terrarium und das höhere Ausbruchrisiko) die in der Summe mich als Einsteigerin höchstwahrscheinlich überfordern würden.

Im übrigen habe ich mir auch schon ein Formicarium beim Antstore gekauft und zusammen gebaut. Um Weihnachten rum habe ich 2 Wochen Zwangsurlaub durch Betriebsferien und da möchte ich es schon einmal einrichten. Bis dahin möchte ich mich für eine Art entschieden haben, damit ich weiß wie ich es einrichten soll. Da ich mich jetzt von der Tropenart verabschiedet habe, wird es vermutlich ein Wüstenbecken mit Camponotus rufoglaucus feae, Camponotus foreli oder einer Cataglyphis-Art.
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Re: Blutige Anfängerin

Beitragvon Saskia80 » Gestern, 14:44

So... ich habe eine Entscheidung getroffen.

Je nachdem an welche Kolonie ich eher dran komme, wird es: Camponotus rufoglaucus feae oder Camponotus foreli oder Camponotus aethiops. Alle drei Arten gefallen mir und sie haben ähnliche Koloniegrößen/Ansprüche.

Gründe:
Ich habe Haltungsberichte gelesen und sie scheinen für meinen Einstieg recht gut geeignet. Für die Winterruhe muss ich sie nicht in ein anderes Zimmer bringen. Da die Kolonien nicht so groß werden und der Platzbedarf noch überschaubar ist, könnte ich in ein paar Jahren zur Not auch noch (zumindest mittelfristig) auch noch eine zweite Ameisenart parallel halten. Falls ich einmal eine anspruchsvollere Ameisenart ausprobieren möchte.
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Re: Blutige Anfängerin

Beitragvon gruenemacht » Heute, 18:20

Also ich halte seid August Camponotus rufoglaucus feae und habe es nicht bereut.
Habe sie direkt vom antstore bezogen.
Gestartet hatte ich mit der Chefin und 2 Arbeiterinnen, jetzt sind es etwa 20 arbeiterinnen, sie entwickeln sich gut.
Sie sind für einen angänger gut zu halten. Die Arena heize ich mit einem halogen Spot.
Sie sind auch sehr aktiv, 1-2 sind eigentlich immer in der Arena unterwegs und in der Rushhour sind es auch schon 5-6.
Das einzige was ich etwas schade finde das sie noch immer im Rg in der Arena leben, sie haben die Farm zwar schon inspiziert, aber umziehen wollen sie wohl nicht :(

Alles in allem eine tolle Art für mich als Einsteiger.
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Re: Blutige Anfängerin

Beitragvon Harry4ANT » Heute, 18:25

Das einzige was ich etwas schade finde das sie noch immer im Rg in der Arena leben, sie haben die Farm zwar schon inspiziert, aber umziehen wollen sie wohl nicht


Mach den Halogen Strahler in der Arena aus und beheize (falls noch nicht getan) die Farm punktuell mit einer kleinen Heizmatte. Wärme ist Umzugs-Argument Nr. 1 ;)

Ansonsten die Farm dezent befeuchten, sorgfältig abdunkeln (nicht nur rote Folie, mind. bis sie umgezogen sind) und du kannst den Kleinen von oben schräg runter zu einem der Eingänge (wenn vorhanden) ein Loch vorbohren als Einstieg.
A. octospinosus - T. nylanderi - C. cosmicus - C. nicobarensis - P. megacephala - A. gracilipes - M. barbarus - L.niger
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