Formikarium mit Ytong-Nest für Messor barbarus - Baubericht

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Re: Formikarium mit Ytong-Nest für Messor barbarus - Bauberi

Beitragvon Sir Joe » 6. Januar 2018, 20:11

Ich würde den Wasserspeicher auch ohne Füllmaterial lassen. Du hast dann auch einen besseren Blick dafür wie viel Wasser du rein gibst und wie viel vom Nest aufgenommen wird. Kann man den Wasserspeicher später den noch erreichen oder wird der für immer versiegelt?

Nebenbei bemerkt, kann Blähton mehr Wasser bei gleichem Volumen aufnehmen als reiner Sand.

Seikilos hat geschrieben:- Reicht ein Ausschnitt in den PVC-Platten der Rückwand, dass das Wasser angesaugt wird? Oder sollte da eine größere Lücke ggf. über die gesamte Höhe gelassen werden?

Irgendwo jedenfalls musst du das Wasser die Möglichkeit geben im Y-Tong zu ziehen. Ich würde die Rückwand an der Stelle der Wasserkammer fei lassen aber Achtung, Messor barbarus beißen sich auf kurz oder lang durch den Y-Tong, hier könnte Gaze aus Metall Abhilfe schaffen.

Seikilos hat geschrieben:- Ist eine Sicherung der Rückwand mit Kunststoff mit punktueller Silikon-Verklebung in Ordnung oder sollte es lieber mit Gitter versehen werden?

Die PVC Platte punktuell an der Rückwand anzukleben sollte ausreichen, Gaze aus Metall kannst du aber auch verwenden. Die Gaze könntest du auch gleich über die gesammte Rückwand vom Nest kleben, dann hast du auch das Problem mit der Bewasserungskammer gelöst.

Seikilos hat geschrieben:- Seht ihr sonst irgendwelche groben Fehler im bisherigen Bau bzw. der weiteren Planung bevor Silikon zum Einsatz kommt?

Die Silikondichtung an den Kannten könntest du vielleicht noch weiter entfernen aber so ist es auch ok. Wenn du die Möglichkeit hast noch weitere Löcher zu bohren, würde sich noch eins für eine eventuelle Erweiterung anbieten, ansonsten sieht das alles schon super aus :clap:

Schöne Grüße
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Re: Formikarium mit Ytong-Nest für Messor barbarus - Bauberi

Beitragvon Seikilos » 6. Januar 2018, 22:35

Danke euch schonmal!



Sir Joe hat geschrieben: Kann man den Wasserspeicher später den noch erreichen oder wird der für immer versiegelt?


Man kommt nur ran, wenn ich es gleich zu Beginn so vorbereite. Eigentlich wird der für immer eingebaut.

Irgendwo jedenfalls musst du das Wasser die Möglichkeit geben im Y-Tong zu ziehen. Ich würde die Rückwand an der Stelle der Wasserkammer fei lassen aber Achtung, Messor barbarus beißen sich auf kurz oder lang durch den Y-Tong, hier könnte Gaze aus Metall Abhilfe schaffen.


Ja, das war der Plan. Im Bereich des Wasserspeichers liegt der blanke Ytong. Dort wird mit einer Drahtgaze gesichert, der Rest ist durch die Kunststoffplatten gesichert.


Die Silikondichtung an den Kannten könntest du vielleicht noch weiter entfernen aber so ist es auch ok. Wenn du die Möglichkeit hast noch weitere Löcher zu bohren, würde sich noch eins für eine eventuelle Erweiterung anbieten, ansonsten sieht das alles schon super aus :clap:


Du meinst mehr als drei Zentimeter?
Auf dieser Länge habe ich so gut es mir möglich wäre entfernt. Kann aber noch mehr wegmachen.

Ich könnte noch Löcher machen... habe aber Angst, dass es einfach kaputt geht. Später erweitern möchte ich eigentlich nicht, habe ich auch schon hier diskutiert.
Wenn die später rauswachsen sollen die komplett in was größeres umziehen.
Könnte auf der nicht-Nest-Seite natürlich was bohren... Aber habe Angst, viele Macken reinzumachen und, dass es ggf. doch wirklich doch noch springt...
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Re: Formikarium mit Ytong-Nest für Messor barbarus - Bauberi

Beitragvon Basti87 » 6. Januar 2018, 22:42

Ein weiteres Loch würde ich dennoch bohren, ist dann einfacher die Kolonie umziehen zulassen.
Lass dir beim bauen Zeit und überlege alles ganz genau, stell mal alles zusammen schau wie es passt betrachte alles eine weile und überlege was könntest du besser machen oder wo hast du eventuell etwas vergessen.
Soweit sieht deine Arbeit sehr gut aus!
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Re: Formikarium mit Ytong-Nest für Messor barbarus - Bauberi

Beitragvon Seikilos » 7. Januar 2018, 17:53

Habe nun noch ein Loch mit ~25 mm in die Seitenscheibe gebohrt.

Nun mein Appell und meine Warnung an alle:


Kauft euch bitte kein beschissenes Billig-Werkzeug!


Die 12er Bohrkrone ging ja noch. Die 28 mm Bohrkrone war zum Kotzen schief. Die hat unglaublich rumgeeiert und es hat mindestens fünf Minuten gedauert, bis ich sie überhaupt auf dem Glas ansetzen konnte. In der Zeit war aber alles im Umkreis von etwa 30 mm UM mein geplantes Bohrloch herum auch schon komplett verkratzt.

Es hat wohl seinen Sinn, dass eine einzelne Bohrkrone normalerweise 5-10 € kostet. Was ein 15-teiliges Set für 12,99 da taugen kann, kann sich jeder selbst ausrechnen. Ich werde sie nun wegwerfen. Soviel zum Thema Geld sparen. Kauft lieber eine Bohrkrone oder zwei in Größen, die ihr sicher braucht. Das war auf jeden Fall ein Reinfall. Bitte nicht nachmachen!

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Re: Formikarium mit Ytong-Nest für Messor barbarus - Bauberi

Beitragvon Sir Joe » 7. Januar 2018, 19:18

Seikilos hat geschrieben:Nun mein Appell und meine Warnung an alle:
Kauft euch bitte kein beschissenes Billig-Werkzeug!

Danke für die Warnung, ich hoffe aber du hast das Loch trotzdem noch ohne Glasbruch bohren können. Die Kratzer sehen zwar nicht schön aus aber damit kann man sicher noch leben.

Seikilos hat geschrieben:Man kommt nur ran, wenn ich es gleich zu Beginn so vorbereite. Eigentlich wird der für immer eingebaut.

Das wäre wohl auch nicht einfach umzusetzen, man müsste quasi ein Teil des Bodens abheben können und dann stören natürlich die Ameisen. Verwirf den Gedanken besser gleich wieder und schau lieber, dass dort keine Ameisen rein kommen.

Seikilos hat geschrieben:Ja, das war der Plan. Im Bereich des Wasserspeichers liegt der blanke Ytong. Dort wird mit einer Drahtgaze gesichert, der Rest ist durch die Kunststoffplatten gesichert.

Guter Plan auch wenn selbst Metallgaze durchgebissen werden könnte. Das wäre übrigens auch ein Grund, kein Füllmaterial im Wassertank zu geben, so siehst du es wenigstens, sollten die Ameisen tatsächlich irgendwann dort eindringen.

Seikilos hat geschrieben:Du meinst mehr als drei Zentimeter?

Ich denk mir einfach, als Aquarium nutzt du das Becken sowieso nicht mehr und auseinander fallen wird es auch nicht wenn du die Dichtungen bis zur Hälfte wegnimmst. Messor barbarus sind zwar jetzt nicht grade die Kletter- oder Ausbruchskünstler schlechthin, schaden kann es aber auch nicht.

Seikilos hat geschrieben:Später erweitern möchte ich eigentlich nicht, habe ich auch schon hier diskutiert.

Ehrlich gesagt, halte ich es für keine gute Idee Messor barbarus auf Dauer in nur einem Becken zu halten. Diese Art bildet in freier Natur dicht belaufene lange Straßen, da bieten sich Laufwege durch Schlauch oder Rohr geradezu an, um dies ein wenig zu simulieren. Die Anschlüsse und Verbindungen stellen allerdings auch immer eine Schwachstelle dar, falls diese durchgebissen werden, da ist man mit nur einem Becken natürlich auf der sicheren Seite.

Bin gespannt wie es weiter geht mit deinem Becken, ich hoffe du machst uns noch ein paar Fotos.
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Re: Formikarium mit Ytong-Nest für Messor barbarus - Bauberi

Beitragvon Basti87 » 7. Januar 2018, 19:26

Ohh neee hoffe es ist alles heil geblieben. :eek:
Bin ich doch froh das ich da etwas mehr Geld investiert hatte in die Bohrkronen.
Haben deine kein zentrierbohrer in der Mitte?
Meine große Bohrkrone eiert aber auch etwas 45mm hat sie.
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Re: Formikarium mit Ytong-Nest für Messor barbarus - Bauberi

Beitragvon Seikilos » 7. Januar 2018, 20:01

Hallo zusammen,

also gut.

Ich werde das Silikon noch weiter entfernen, das ist ja kein Problem.
Im Wasserspeicher bin ich immer noch nicht ganz sicher, was die geschicktere Variante ist. Ich denke aber, dass ich OHNE Füllmaterial arbeiten werde. Dann geht das Wasser dahin, wo es hinsoll: In den Ytong.
Wenn da irgendein organisches Material reinkommt, grade da, wo es ~ 30 °C hat, dann wird es da vielleicht doch eher schimmeln.

Ich kann in den Boden ein Rohr einkleben mit einer Kappe drauf. So kann ich später immer noch Seramis nachfüllen. Aber eben nicht andersrum.

@SirJoe: Wie meinst du aber, dass ich die Ameisen im Wassertank sehen könnte, wenn kein Füllmaterial drin ist? Habe da keine Einsicht, ist zumindest nicht geplant.

Hatte eigentlich gedacht, die Ameisen dann in Jahr 3 (o.ä.) in ein 100 cm Becken umziehen zu lassen. Aber ich sehe natürlich auch den Vorteil deiner Idee.

Vollkommen egal, das Loch ist drin. Wie es später genutzt wird muss ich heute ja noch nicht festlegen. Das Becken ist auch nicht gerissen und die Wand wird von innen mit Styropor/Fliesenkleber verkleidet. Von daher ist nichts passiert. Vielleicht klebe ich von außen noch schwarze Folie auf, dann sieht man überhaupt nicht, dass was schiefgegangen ist. Wollte eh schwarze Folie überall hinmachen, wo man sonst das Styropor sehen könnte, aus optischen Gründen.

Die Bohrer haben keine Zentrierspitze. Das hätte sicher viel gebracht. Aber die Krone war so krumm, als ich endlich ein einigermaßen sauberes Loch hatte, hat dann eben der Akkuschrauber in meiner Hand ständig geschlagen und sich gedreht. Wirklich mistig...


Achja, dass sich Messoren durch Metall beissen habe ich tatsächlich noch nirgends gehört.
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Re: Formikarium mit Ytong-Nest für Messor barbarus - Bauberi

Beitragvon Sir Joe » 7. Januar 2018, 20:16

Seikilos hat geschrieben:@SirJoe: Wie meinst du aber, dass ich die Ameisen im Wassertank sehen könnte, wenn kein Füllmaterial drin ist? Habe da keine Einsicht, ist zumindest nicht geplant.

Ja du hattest erwähnt, dass das Becken in einer Ecke steht, dann kannst du da natürlich eh nicht reinschauen :andiewand:

Seikilos hat geschrieben:Achja, dass sich Messoren durch Metall beissen habe ich tatsächlich noch nirgends gehört.

Schau mal hier im Video bei Sekunde 40 zeigt der Halter wo sich seine Kolonie bereits durchgebissen hatte. Als Gegenmaßnahme mussten die Metallgitter mit Hobbyglas zugeklebt werden.
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