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Messor barbarus Gyne

Berichte & Beobachtungen - Meinungen & Fragen [einheimische und exotische Arten]

Re: Messor barbarus Gyne

Beitragvon Chris Quinn » 10. Februar, 2018, 14:40

Auch wenn ich kein erfahrener Halter bin, möchte ich sagen, daß ich die beschriebene Form der Haltung nicht für gut halte. Ich meine, man sollte den Tiere eine Umgebung schaffen, die ihren Bedürfnissen angemessen ist; auch wenn es für eine positive Kolonieentwicklung vielleicht nicht unbedingt notwendig ist. Zu diesen Bedürfnissen gehört auch die Möglichkeit artgerechten Tätigkeiten nachzugehen. Mehr noch:
Nachdem ich meinen Lasius niger Sand und Hölzer zur Verfügung gestellt habe, haben sie sich sofort daran gemacht, um ihr Nest ihren Bedürfnissen mit dem Baumaterial anzupassen. Daher glaube ich, daß es ihrer Entwicklung eher förderlich ist, wenn man den Tieren die Möglichkeit zur Gestaltung ihres Lebensraumes gibt, denn sie wissen am besten, welche Bedingungen ihnen am zuträglichsten sind.

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Re: Messor barbarus Gyne

Beitragvon Erne » 10. Februar, 2018, 15:06

So ein Video ist immer nur eine Momentaufnahme.
Zudem ist es immer angebracht, Videos mit gesundem Menschenverstand zu betrachten.
Lieber wie hier nachfragen und nicht immer versuchen gleich auch so zu machen.
Wie sich ein Volk darin entwickelt, ob es überhaupt funktioniert, wird sich erst nach Monaten zeigen.
Wenn es daneben geht, ob es dann auch ein Video gibt?

Auffallend, es sieht in der Anlage noch besonders sauber aus, was zu der Schlussfolgerung führt, die sind da gerade erst reingekommen.

Generell können Ameisen in den unterschiedlichsten Anlagen gehalten werden, einige Arten durchaus ohne jegliche Einrichtung und Substrate.
Bringt den Vorteil, das alles gut eingesehen werden kann, Reinigungsarbeiten lassen sich ebenfalls leichter erledigen.

Ebenso spricht nichts dagegen, Ameisen möglichst natürlich zu halten.
Der Aufwand dürfte dafür erheblicher sein.

Vielen Arten ist die Einrichtung egal, solange Klima und Futter passen.
Liegt sicherlich eher alles an den Vorlieben der jeweiligen Halter, wie eine Anlage gestaltet wird.

Das Ameisen in der Haltung Beschäftigungen finden, bzw. angeboten bekommen, ist eine wesentliche Voraussetzung,
dass sie nicht nur herum lungern, zudem schafft das Raum für vielerlei Beobachtungen.

Grüße Wolfgang

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Re: Messor barbarus Gyne

Beitragvon Serafine » 10. Februar, 2018, 15:49

Kann man machen, ist für die meisten Arten aber sicherlich eher suboptimal.
Natürliches Verhalten sieht man da nur in begrenztem Umfang, gerade bei Messor die es lieben zu graben und mit ihrer Umgebung zu interagieren (= sie umzugestalten) würde ich das nicht empfehlen.
Außerdem bekommen Ameisen auch Anlagen ohne Substrat und Dekoration zugemüllt, es fällt ja trotzdem Abfall an (Futterreste, Puppenhüllen, verstorbene Ameisen, Ausscheidungen), der dann eben im schlimmsten Fall über die ganze Anlage verteilt wird.
Viele Ameisen benutzen auch Substrat um ihr Nest auszugestalten, meine Lasius niger haben Sand an die feuchte Watte gedrückt und damit den Schimmelwuchs eliminiert.
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Re: Messor barbarus Gyne

Beitragvon Chris Quinn » 10. Februar, 2018, 16:34

Erne hat geschrieben:[...]
Wenn es daneben geht, ob es dann auch ein Video gibt?
[...]
Grüße Wolfgang


Nur wegen der ihr innewohnenden Weisheit, wollte ich diese Frage nocheinmal zitieren.
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Re: Messor barbarus Gyne

Beitragvon Diax.xxx » 10. Februar, 2018, 17:15

Danke für die ausführliche Informationen. Mich hat es nur gewundert dass die Kolonie schon so groß ist und das Becken keine natürliche Umgebung bietet. Ich selbst nutze momentan so ein Becken als Anzuchtbecken.


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Re: Messor barbarus Gyne

Beitragvon Diax.xxx » 10. Februar, 2018, 17:19

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Re: Messor barbarus Gyne

Beitragvon trailandstreet » 10. Februar, 2018, 18:43

Man sieht ja generell eher, dass die Ameisen zu früh aus ihrem RG ausziehen sollen.
Man kann so eine Haltung natürlich ausbauen, bis einem die RG ausgehen.
Sind die Tiere aber mal wirklich länger in so einer Anlage, wird gerade M barbarus diese ziemlich zuschmieren.
Meine M rubra sind nun schon ein paar Jahre in ihrem Erdnest. Das wäre das andere Extrem. Da sieht man zwar nur die Aussenaktivitäten und wachsen tut da auch nix mehr, aber mir gefällt es besser.
LG Franz
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