Alternative zu Camponotus micans, C. spec oder C. lateralis

Alternative zu Camponotus micans, C. spec oder C. lateralis

Beitragvon Sabse » 6. Februar, 2018, 10:17

Hallo!

Da mein Sohn den Wunsch mach einer Ameisenfarm geäußert hat bin ich dabei mich darüber schlau zu machen.
Wir wollten ein altes 30-20-20 Aquarium dafür nutzen in das ein Nest aus Gips einsetzt werden sollte.
Nun suchen wir eine Ameisenart der diese größe zusagt - und das für möglichst lange Zeit und anfängertauglich ist.

Beim Stöbern im Netz bin ich auf die folgenden Arten gestoßen:
Camponotus spec(Griechenland), C. micans und C. lateralis
Alle drei bilden Kolonien von unter bzw um 100 Individuen (C. spec. und C. lateralis) bzw "nur" einigen Hundert (C. micans).
Außerdem sollen sie Anfängertauglich sein und (stark) polymorph was ich als ganz reizvoll ansehe.

Nun meine Fragen:

A) Würden diese für ein Formikarium dieser Größe in Frage kommen?

B) Leider habe ich sie nicht zum Kauf im Netz gefunden. Kann mir einer Alternativen nennen? Oder kann man getrost ein Formikarium auf deren Bedürfnisse fertigstellen und
abwarten das man sie zum Kauf findet? Das sie also nicht so ganz exotisch sind ;)

Das Formikarium wollte ich nämlich als erstes fertigstellen - um dann die Temperatur und Luftfeuchtigkeiswerte schon im Vorfeld im Auge zu behalten und ggf. Änderungen vorzunehmen. (da kommen dann sicher die nächsten Fragen - wenn ich denn weiß für welche Art ich es baue...)

Temnothorax spec. habe ich auch noch gesehen. Etwas größeres wäre uns aber lieber - sofern das Artgerecht ist.

Danke schonmal im voraus.
Sabse
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Re: Alternative zu Camponotus micans Spec oder lateralis

Beitragvon Saskia80 » 6. Februar, 2018, 11:01

Da musst du ein bißchen vorsichtig bei der Auswahl sein, weil die Koloniegröße wenig darüber aussagt wie viel Platz sie benötigen. Das Verhalten der Ameisen ist beim Platzbedarf wichtiger. Es gibt z. B. Ameisenarten mit nur wenigen Arbeitern, die aber aktiv jagen und größere Gebiete erkunden und somit auch mehr Platz benötigen. Ich wüsste jetzt nämlich keine größere Ameisenart die man auf lange Sicht in ein Becken dieser Größe halten kann.

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Re: Alternative zu Camponotus micans Spec oder lateralis

Beitragvon Ameisenstarter » 6. Februar, 2018, 14:49

Wie Saskia80 bereits gesagt hat, wird wohl kaum eine Kolonie, bis auf Temnothorax und Leptothorax Kolonien, auf Dauer in einem Becken dieser Größe gehalten werden können.

So oder so sollte ein Becken mit einer Möglichkeit zur Erweiterung (Bohrung) ausgestattet sein.

Von den genannten Arten ist Camponotus lateralis wohl am geeignetsten. Ich habe einen Haltungsbericht gelesen, der über 1 Jahr lief, die Ameisen sind zu 13. angekommen und wurden in dem Haltungsbericht ein Jahr lang gehalten in einem 20x20x20 Becken und waren dort dann ca. 100-130 Ameisen, was laut Antstore so ziemlich die Obergrenze bei dieser Art ist. Der Haltungsbericht wurde nicht weiter fortgeführt.

Es ist gut möglich, dass man Camponotus lateralis in einem solchen Becken halten kann, vielleicht gibt es ja hier einen Halter, der diese Art bereits gehalten hat und eine Aussage machen kann.

Zu Camponotus micans habe ich gelesen, dass die Kolonien teilweise ziemlich anfällig sind und nicht wirklich optimal für Anfänger.

Die Camponotus spec. aus Griechenland würde ich ganz persönlich nicht empfehlen, da die genaue Art ja nicht bestimmt ist und somit Fragen etc. zu dieser Art schwieriger sind. Zumal diese Art sehr wahrscheinlich nicht so schnell wieder verfügbar sein wird beim Antstore. (Wenn überhaupt)

LG :)

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Re: Alternative zu Camponotus micans, C. spec oder C. latera

Beitragvon Sabse » 7. Februar, 2018, 09:19

Danke schon mal für die Infos.
Mit der formicarien größe habe ich mich vielleicht unklar ausgedrückt. Ich möchte das der Umfang überschaubar bleibt. Wenn ich in 1-3 Jahren um ein weiteres Becken dazu muß von ähnlichen maßen bis vielleicht cube 30/30 wäre das vollkommen ok. Ich will nur nicht alle drei Monate ein neues becken benötigen um in zwei jahren mit einer riesen Anlage dazustehen.
Lg
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Re: Alternative zu Camponotus micans, C. spec oder C. latera

Beitragvon Moudebouhou » 7. Februar, 2018, 18:23

Wenn das so ist, reicht es für C. lateralis und C. micans locker, nach ein paar Jahren ein zweites Becken anzuschließen, bei dem es dann auch endgültig reichen würde. Die meisten Camponotus-Arten werden eh so langsam mehr, dass man sich auch einige einheimische Camponoten wie C. herculeanus, ligniperda, vagus etc. anschauen könnte, die bilden zwar sehr große Kolonien, tun dies aber sehr langsam, sodass es reichen würde, alle paar Jahre mal ein Becken anzuschließen.

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Re: Alternative zu Camponotus micans, C. spec oder C. latera

Beitragvon Saskia80 » 7. Februar, 2018, 18:50

Also ich persönlich bin da der Ansicht, dass aufgeschoben nicht aufgehoben ist. Deshalb würde ich nicht eine Ameisenart nehmen die große Kolonien bildet, auch wenn es Jahre dauert bis sie diese erreicht, wenn ich generell eine überschaubare Anlage haben möchte. Aber wenn eine kleine Erweiterung prinzipiell alle paar Jahre möglich ist, sollten doch ein paar mehr Arten möglich sein. Wie wäre es mit Formica fusca, wenn es eine einheimische Art sein soll? Die wird doch gerne für den Einstieg empfohlen.

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Re: Alternative zu Camponotus micans, C. spec oder C. latera

Beitragvon Sabse » 7. Februar, 2018, 20:58

Ich bin beim stöbern im Forum hier drüber gestolpert:
camponotus-rufoglaucus-feae-haltungserfahrungen-t34071.html

Was haltet ihr von C. rufoglaucus feae?

Ich denke die könnte es werden. Der Haltungsbericht gibt ja einiges an Infos her und im Netz habe ich auch noch ein wenig gestöbert. Kolonie bleibt überschaubar. Sie soll auch sehr “ robust“ und Anfänger tauglich sein. Klima ist nur schwieriger da Zimmertemperatur nicht reicht.
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Re: Alternative zu Camponotus micans, C. spec oder C. latera

Beitragvon Saskia80 » 7. Februar, 2018, 21:10

Nun, was soll ich sagen. Ich bin Anfängerin und ich hatte mich vor ca 2 Monaten für genau diese Art entschieden. Diese Ameisenart gefällt mir jeden Tag besser und ich bin bisher sehr zufrieden. Aber ich habe sie auch erst seit einer kurzen Zeit und es gibt bisher wenige Haltungsberichte und Infos zu dieser Art. Deshalb möchte ich mich mit einer Empfehlung zurückhalten.

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