Atta sexdens Blog (Kenneth) Fragen, Diskussion & Kommentare.

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Re: Atta sexdens Blog (Kenneth) Fragen, Diskussion & Komment

Beitragvon trailandstreet » 21. Februar 2018, 12:11

Die Futterbeschaffung sollte ja nicht das Problem sein. Wohnt in der Nähe eines Waldes, wo die Brombeeren wuchern, gibt es auch genug Futter übers Jahr und die meisten Bauern dürften wohl kaum was dagegen haben, wenn man die aberntet.
Sollte das Völkchen mal etwas größer werden, so haben da einige Halter schon einen separaten Raum dafür.
In einer Wohnung in der Stadt steht man da aber schon vor Problemen.
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Re: Atta sexdens Blog (Kenneth) Fragen, Diskussion & Komment

Beitragvon Kenneth » 21. Februar 2018, 15:29

Zusammenfassend können wir folgendes sagen:
- Der zur Verfügung stehende Platz muss gar kein Problem sein, da wir durch die Reduzierung des verfügbaren Blattes eine möglichst große Kolonie auf dem großen halten können, damit der Pilz nicht größer wird. Dies begrenzt auch das Wachstum der Anzahl der Arbeiter.
- Bedingung ist, dass die Ausbruchsprävention absolut Spitze sein muss, damit eine nahrungssuchende Kolonie, egal wie groß oder klein, überhaupt nicht entkommen kann. Von Natur aus wird eine Kolonie immer versuchen zu wachsen und ist daher immer auf der Suche nach mehr Nahrung. Die Verfügbarkeit von Nahrung ist auch die Grenze für das Wachstum für die meisten Tiere in der Natur.

Der einzige Punkt, der übrig bleibt, ist die Zeit, die Sie als Halter jeden Tag damit verbringen wollen, Blätter für die Kolonie zu sammeln. Außerdem werden Halter mit einer sehr großen Kolonie viel mehr Zeit als Halter einer kleinen Kolonie verbringen, aber das ist eine persönliche Entscheidung. Was willst du ... eine große oder kleine Kolonie?

Wenn Sie sich entscheiden, eine große Kolonie zu behalten, gibt es organisches Material, das Sie billig im Supermarkt kaufen können und das spart viel Zeit.
Denken Sie an Äpfel, Trauben, Müsli, Rosenkohl, alle Arten von Kohl, zB Weißkohl etc .. Diese Nahrung für die pilz kann in großen Mengen gegeben werden. Weißt du mehr über diese Arten von Nahrungsquellen?


Kann jemand an ein anderes Problem denken?
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Re: Atta sexdens Blog (Kenneth) Fragen, Diskussion & Komment

Beitragvon Kenneth » 28. Februar 2018, 14:26

Hallo,

Kann mir jemand genau sagen, was mit dem nächsten Satz gemeint ist?

"Arbeiterinnen ernähren sich hauptsächlich vom Phloemsaft der Blätter"

Ich bezweifle, dass diese Information korrekt ist, wenn es bedeutet, was ich denke.

Danke.
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Re: Atta sexdens Blog (Kenneth) Fragen, Diskussion & Komment

Beitragvon Harry4ANT » 28. Februar 2018, 15:01

mindestens das Nest und der Futterplatz müssen beheizt werden.

Den Futterplatz musst du nicht beheizen. Die Ameisen selbst sind sehr robust und flexibel.

Und der Pilz verträgt Temperaturen zwischen 19 und 31 Grad, ist also bzgl. der Temperatur gar nicht so empfindlich.
Wenn du dich zwischen 22 und 28 Grad aufhältst bist du eigentlich auf der sicheren Seite. Ca. 26 Grad sind wohl optimal für Brut und Pilz.

Weißt du mehr über diese Arten von Nahrungsquellen?

Hier ist eine Liste die ich mal zusammengestellt habe - fehlt aber noch einiges:

Himbeerblätter, Liguster, Eisbergsalat, Feldsalat, Kopfsalat, Sauerampfer, Datteln, Haferflocken, Löwenzahn, Bio Müsli, Rosinen, Kartoffeln, Karotten, Apfel, Melone, Chinakohl, Brocoli, Blumenkohl, Buchenblätter, Eichenblätter, Ahornblätter, Lindenblätter, Birkenblätter, Trauben, Banane, Paprika, Waldmeister, Ackerwinde, Hahnfuß, Vogelmiere, Gundelrebe, Mohnblütenblätter, Hagebutte, Johannesbeere, Brennnesseln, Basilikum, Petersilie, Haselnuss, Walnuss, Paranuss, Mandeln, Kastanien, Eicheln, Erbsen, Kresse, Bohnen, Hibiskus, Flieder, Champignon, Reis, Weizen, Couscous, Pfirsich, Nektarine, Fischfutterflocken, Leguanfutter pflanzlich´, div. Salate ...

"Arbeiterinnen ernähren sich hauptsächlich vom Phloemsaft der Blätter"


Soweit ich weiß ernähren sich die Blattschneider direkt beim Schneiden und zerkauen von Teilen der Blätter und Co. und nur teilweise von den Ausscheidungen der Pilzhyphen.
Die Königin und die Brut dagegen werden fast ausschließlich über den Pilz ernährt.
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Re: Atta sexdens Blog (Kenneth) Fragen, Diskussion & Komment

Beitragvon Kenneth » 28. Februar 2018, 22:26

Hallo Harry,

Ich meine es so.
Wenn Sie eine Startkolonie haben, ist die einfachste Einrichtung eine große Plastikbox, die bei 25 Grad warm gehalten wird. Diese Box fungiert direkt als Abfall- und Fütterungsraum. In dieser großen Box befindet sich die kleine Startkolonie meist in der Mitte mit dem kleinen Pilz. Über diesem Pilz steht auf dem Kopf eine kleine Plastikschale mit einem kleinen Nesteingang. Sobald diese Einstellung gewählt ist, wird der Futterteil automatisch erhitzt.

Wird ein Setup gewählt, in dem pilz Bereich, abfall und futterraum getrennt sind, dann muss der abfallraum und fütterungsraum sicher nicht beheizt werden, aber zumindest ist die wohnraumtemperatur notwendig. Ein relativ kalter Futter Bereich lässt die Arbeiter langsam laufen und Blätter schneiden und die Frage ist, ob man das bei einer Startkolonie will.

Eine Anzahl von Blattarten wurde ausprobiert, einige werden sehr gut akzeptiert, andere jedoch nicht. Ich habe einige Ihrer Vorschläge noch nicht ausprobiert. Das werde ich definitiv tun.

Danke für die Erklärung dieses einen Satzes.
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Re: Atta sexdens Blog (Kenneth) Fragen, Diskussion & Komment

Beitragvon Kenneth » 2. März 2018, 23:47

Wer kennt eine gute und zuverlässige Schätzung, wie viele Arbeiter sich in 40 Litern Pilz befinden?
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Re: Atta sexdens Blog (Kenneth) Fragen, Diskussion & Komment

Beitragvon Harry4ANT » 3. März 2018, 00:35

Dürfte sich meiner Meinung nach im mittleren 5-stelligen Bereich bewegen.
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Re: Atta sexdens Blog (Kenneth) Fragen, Diskussion & Komment

Beitragvon Kenneth » 5. März 2018, 23:31

Ich habe selbst an die nächste Berechnungsmethode gedacht. Nehmen wir an, dass es in jedem Kubikzentimeter 1 bis 6 Arbeiter gibt, werden Sie bei 40 Litern Pilz zu folgenden Ergebnissen kommen.

40 Liter Pilzen sind 40.000 cm3.
40.000 x 1 = 40.000 Arbeiterinnen.
40.000 x 2 = 80.000 Arbeiterinnen.
40.000 x 3 = 120.000 Arbeiterinnen.
40.000 x 4 = 160.000 Arbeiterinnen.
40.000 x 5 = 200.000 Arbeiterinnen.
40.000 x 6 = 240.000 Arbeiterinnen.

Welches Ergebnis erscheint dir am realistischsten?

Die einzige Frage ist nun, wie viele Arbeiterinnen tatsächlich in 1 cm3 sind? Ich werde sorgfältig darüber nachdenken, wie ich das auf praktische und zuverlässige Weise herausfinden kann.
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