Anoplolepis custodiens Fragen

Einsteiger und Interessenten können hier ihre Fragen stellen.

Anoplolepis custodiens Fragen

Beitragvon Bot69 » 13. März 2018, 00:21

Hey Leute,
Ich habe kürzlich von der Art Anoplolepis custodiens gelesen und komme nicht mehr von ihr los. Man findet aber kaum Informationen dazu. :confused:

Kennt sich jemand mit der Art aus?

Besonders in einem Punkt habe ich eine Frage. Es wird von merkwürdigen Todesfällen berichtet. Besonders die Haltungsberichte scheinen gerne damit zu enden.

Kann man das vermeiden?

Ich würde eine Kolonie mit 2 Genen nehmen, damit ist das Überleben der Kolonie sicherer. ;)
Schönen Abend noch :D
Bot69
Einsteiger
 

Beiträge: 79
Registriert: 8. Dezember 2017, 00:02
Hat sich bedankt: 60 mal
Danke bekommen: 23 mal

Re: Anoplolepis custodiens Fragen

Beitragvon Erne » 13. März 2018, 10:43

Selber gehalten habe ich diese Art nicht, deshalb nur ein paar Überlegungen.
An Informationen die sich finden lassen, wird von einer robusten Art geschrieben,
die es auf große Völker bringen kann.
Auch sind Hinweise zu finden, die von der Möglichkeit sprechen, dass sie zu Schadameisen werden könnten.
Aggressive, Ameisen, die gut jagen, dazu viele Arbeiterinnen, deuten darauf hin, dass später eine größere Anlage gebraucht wird.
Höhere Temperaturen, soweit die Möglichkeit besteht, diese passend hinzubekommen, dürften auch kein Problem sein.
Eine trockenere Haltung ebenfalls nicht.

Alles Parameter die darauf hindeuten, dass die Art nicht schwer zu halten ist.

An Berichten habe ich nur einen gefunden, wo mir eine besonders einseitige Fütterung auffiel.
Ansonsten gibt es etliche Möglichkeiten die ein Volk ruinieren können.
Angefangen bei falschen Haltungsbedingungen, wo es manchmal schon reichen kann, wenn diese nur kurzfristig wirken, bis hin zu Krankheiten und Vergiftungen.
Zudem eine Haltung kann immer schief gehen, ein Haltungsbericht alleine hat keine Aussagekraft.

Grüße Wolfgang

Folgende Benutzer bedanken sich beim Autor Erne für den Beitrag:
Bot69
Benutzeravatar
Erne
Admin
 

Beiträge: 2149
Bilder: 274
Registriert: 18. April 2014, 10:00
Hat sich bedankt: 3668 mal
Danke bekommen: 2902 mal

Re: Anoplolepis custodiens Fragen

Beitragvon Bot69 » 13. März 2018, 15:30

Dankeschön Erne :D
Du hast alles zusammengetragen was man dazu finden kann.
Und eigentlich trifft es auch genau auf das zu, was ich gesucht habe. (Naja bis auf die Sache mit der Schadameise)

Besonders das mit dem Platz. Ab einer bestimmten Größe kann man ihnen mehrere Meter Laufwege anbieten. Klingt super. Ich will die Ameisen ja auch im ganzen Zimmer beobachten können. :D :D So lässt sich auch eine Sonnenarena anbieten, also eine Arena die unter der Sonne steht.

Falls ich mich wirklich für diese Art entscheiden sollte, werde ich einen Bericht dazu hier im Forum führen. ;)



Eine Frage habe ich da allerdings noch. Da die Ameisenart in der Natur auch gerne andere Ameisenkolonien angreift und frisst, wäre meine Idee, dass man gelegentlich mal ein paar Lasius niger anbietet.

Es ist ja so, dass man importierte Ameisen auf keinen Fall freilassen darf, auch wenn es die Art in der Natur in der Umgebung gibt. Da die Art womöglich mit Mikroorganismen bestückt ist, mit denen heimische Kolonien nicht klarkommen könnten.
Und wie schaut das ganze andersrum aus? Bei mir im Formicarium dürfte dann an sich auch keine Ameise aufhalten, die nicht aus der gleichen Region kommt wie die Anoplolepis custodiens. Auch wenn es nur zum füttern dient.
Bot69
Einsteiger
 

Beiträge: 79
Registriert: 8. Dezember 2017, 00:02
Hat sich bedankt: 60 mal
Danke bekommen: 23 mal

Re: Anoplolepis custodiens Fragen

Beitragvon Erne » 14. März 2018, 13:23

Da die Ameisenart in der Natur auch gerne andere Ameisenkolonien angreift und frisst, wäre meine Idee, dass man gelegentlich mal ein paar Lasius niger anbietet.

Auch wenn ich es immer schade finde, wenn Ameisen an andere Ameisen verfüttert werden, ist es so wie in der Natur und die ist grausam.
Welche Ameisen erbeutet werden, ist mir nicht bekannt, da hilft nur ausprobieren.
Allerdings würde ich die Lasius niger vorher töten.
Was Du auch versuchen kannst, die Brut dieser Ameisen anzubieten.
Wenn sie diese auch nehmen, ist Drohnenbrut unserer Honigbiene ein guter Ersatz.
Diese wir von Imkern ausgeschnitten um die Varroa – Milbe zu dezimieren und ist im Prinzip übrig.
Und wie schaut das ganze andersrum aus? Bei mir im Formicarium dürfte dann an sich auch keine Ameise aufhalten, die nicht aus der gleichen Region kommt wie die Anoplolepis custodiens.

Das ist machbar, die einzige Gefahr die ich mir damit denken könnte, das die Anoplolepis custodiens mit den Mikroorganismen der anderen Ameisen in Kontakt kommen.
Auch wenn es dazu kommen sollte, das die Anoplolepis custodiens daran zu grunde gehen, kommen ja keine Organismen aus der Heimat der Anoplolepis custodiens in die Umwelt unserer einheimischen Arten.
So lässt sich auch eine Sonnenarena anbieten, also eine Arena die unter der Sonne steht.

Da sie warme Temperaturen aus ihrer Heimat gewöhnt sind, könnte das funktionieren.
Besonders dann, wenn die Temperatur in der Sonnen Arena noch etwas höher ist.

Ein Bericht, gerne, die sind wirklich eine Rarität für diese Art.

Grüße Wolfgang

Folgende Benutzer bedanken sich beim Autor Erne für den Beitrag:
Bot69
Benutzeravatar
Erne
Admin
 

Beiträge: 2149
Bilder: 274
Registriert: 18. April 2014, 10:00
Hat sich bedankt: 3668 mal
Danke bekommen: 2902 mal

Re: Anoplolepis custodiens Fragen

Beitragvon Bot69 » 27. März 2018, 21:09

Ich stecke immer noch in den Vorbereitungen für die Kolonie die ich plane zu kaufen.
Ich habe mich auch schon mit dem Händler in Verbindung gesetzt. Bei ihm geht es den Kolonien gut. Auch Ausstellungskolonien zeigen keine Probleme.


Warum meinst du, ich sollte keine lebenden Lasius niger verfüttern?
Bot69
Einsteiger
 

Beiträge: 79
Registriert: 8. Dezember 2017, 00:02
Hat sich bedankt: 60 mal
Danke bekommen: 23 mal

Re: Anoplolepis custodiens Fragen

Beitragvon Erne » 28. März 2018, 15:53

Mir ist das Jagdverhalten dieser Ameisen nicht bekannt.
Möglich dass sie Lasius niger nicht erwischen.
Zudem ist Lasius niger aggressiv, wieweit das so bleibt, wenn einzelne Ameisen in eine andere Anlage kommen, habe es noch nicht versucht.
Möglich das sie sich versuchen zu verkriechen, auch nicht auszuschließen, das sie sich in die Gliedmaßen der Anoplolepis custodiens verbeißen.

Grüße Wolfgang

Folgende Benutzer bedanken sich beim Autor Erne für den Beitrag:
Bot69
Benutzeravatar
Erne
Admin
 

Beiträge: 2149
Bilder: 274
Registriert: 18. April 2014, 10:00
Hat sich bedankt: 3668 mal
Danke bekommen: 2902 mal

Re: Anoplolepis custodiens Fragen

Beitragvon Bot69 » 29. März 2018, 19:20

Okay. Die Ameisenart ist als Ameisenjäger bekannt.
Sollte ich versuchen eine Lasius niger Arbeiterin lebend zu verfüttern passe ich auf und es dokumentiere gerne.
Sorgen mache ich mir allerdings keine. Notfalls greife ich eben ein.
Bot69
Einsteiger
 

Beiträge: 79
Registriert: 8. Dezember 2017, 00:02
Hat sich bedankt: 60 mal
Danke bekommen: 23 mal

Re: Anoplolepis custodiens Fragen

Beitragvon klebi » 29. März 2018, 19:54

Hallo,
du kannst es natürlich gerne versuchen, ich habe aber noch nie von einem Halter gehört, der diese Art hält und sie mit Ameisen füttert. Hast du die Kolonie von AntsCanada schon gesehen? Der kriegt es auch ohne hin. Außerdem werden sie von einer Arbeiterin auf Dauer auch nicht satt,dass heißt dann auch wieder, dass du eine stärkere Lasius niger Kolonie brauchst, wenn du es trotzdem machst, würde ich mich über eine Dokumentation sehr freuen. Ich bin von der Idee aber auch kein großer Fan, da Ameise frisst Ameise wirklich nicht schön ist, erst recht nicht, wenn es auch anders geht. ;)

PS: Theoretisch brauchst du dafür keine Lasius niger Kolonie, kannst ja einfach nach draußen gehen.
LG

Folgende Benutzer bedanken sich beim Autor klebi für den Beitrag:
Bot69
Benutzeravatar
klebi
Einsteiger
 

Beiträge: 120
Bilder: 0
Registriert: 10. August 2017, 21:14
Hat sich bedankt: 65 mal
Danke bekommen: 63 mal

Nächste

Zurück zu Einsteigerfragen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder