Blutiger Anfänger mit erster Kolonie

Allgemeine Fragen und Themen über europäische Ameisenarten.

Re: Blutiger Anfänger mit erster Kolonie

Beitragvon BenVape » 11. August 2018, 12:07

Hey :)

Danke für dein Feedback, Kalinova :beer:

Die Kombi als "Hauptnest" könnte man durch ein "nur-Nest" ersetzen, ja.
Aber meine Messoren sollen ja nicht nur einen Wohn- und Lagerbereich haben, sondern auch ein bisschen Auslauf.
Für Auslauf wären die Schläuche und die kleine Futterarena bisschen mager, denke ich.

Die Schlauchanschlüsse passen, der Neststein hat nen A=20mm und I=16mm, und beim Antstore gibts die passenden Anschlüsse.
Sollte passen, bzw. ohne großen Zirkus passend gemacht werden können.

Kletterhilfe im Schlauch werd ich ggf. in Form von nem dünnen Sisal-Seil in die Schläuche einziehen. Man könnte die Steigung auch reduzieren indem man den Schlauch verlängert und quasi als Schlaufe legt, aber die Wege sollen ja auch nicht zu lang werden. Für die Einstiege in den jeweiligen Schlauch hab ich schon paar Eisstiele (sind ja i.d.R. aus Buchenholz) aufgehoben und gereinigt.

Ausbruchschutz wird beim Hauptnest der mitgelieferte Deckel mit Gitter sein, für die Futterarena werd ich nen Rahmen mit Öl nehmen, da ich ja an der Futterarena öfters werd hantieren müssen. Beim Brutnest (Neststein) muss ich dann mal schauen ob das im Anlieferungszustand vertrauenserweckend ist, falls nicht werd ich da nochmal mit Aquariumsilikon nachhelfen.

Die Teile im Starterset kann ich zu gut 80% durchaus gebrauchen, da käme ein Einzelkauf kaum günstiger. Und das Set minimiert das Risiko vor lauter Schusseligkeit dann doch was zu vergessen ;)
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Re: Blutiger Anfänger mit erster Kolonie

Beitragvon Kalinova » 11. August 2018, 16:11

BenVape hat geschrieben:Die Kombi als "Hauptnest" könnte man durch ein "nur-Nest" ersetzen, ja.
Aber meine Messoren sollen ja nicht nur einen Wohn- und Lagerbereich haben, sondern auch ein bisschen Auslauf.
Für Auslauf wären die Schläuche und die kleine Futterarena bisschen mager, denke ich.


Ameisen brauchen meiner Meinung nach keinen Auslauf im Nestbereich, dafür ist die Arena da und mit steigender Volksstärke wirst du früher oder später ausbauen (ggf auch mit einem längeren Schlauch). Ich bezweifle auch dass sie sich dann in einem so großzügigen Nest wohlfühlen. Es sei denn natürlich du füllst das komplette Becken mit Substrat oder einem Nestblock wo dann aber auch andere Vor- und Nachteile zu bedenken wären.

BenVape hat geschrieben:Ausbruchschutz wird beim Hauptnest der mitgelieferte Deckel mit Gitter sein[...]


Hmm ich sage es mal so. Wenn du da irgendwann ein gut bevölkertes Nest hast, mit sagen wir mal 1000 Arbeitern, und du musst/möchtest aus irgendeinem Grund dann doch mal da eingreifen und was hantieren. Brechen 1000 Arbeiter in Panik aus sobald du den Deckel anhebst. Ist der Deckel (mit dem Ausbruchschutz) dann nicht drauf rennen die in Scharen die Scheiben hoch und natürlich auch hinaus. Nur so als Denkanstoß, deine Entscheidung. ;)


Möchte betonen das das hier nur meine Meinung ist, aufgrund von Erfahrungen sowohl durch die eigene Haltung, als auch durch das was man im Forum mitbekommt. Letzten Endes muss jeder für sich entscheiden wie er das ganze umsetzt. Ich muss aber zugeben, ich wäre durchaus an einem Langzeitbericht interessiert wenn du das ganze tatsächlich so umsetzt wie es aktuell aussieht.

Gruß Kalinova
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Re: Blutiger Anfänger mit erster Kolonie

Beitragvon Serafine » 11. August 2018, 19:32

"Auslauf" im Nestbereich ist nicht nötig, aber wenn man sich die Nester von Erne anschaut wohl auch kein Problem.
Deckel im Nestbereich würde ich auf jeden Fall fest verkleben, Messor sollen ja wie Lasius niger die Angewohnheit haben Substrat in Spalten zu drücken, was früher oder später jeden Deckel absprengt.
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Re: Blutiger Anfänger mit erster Kolonie

Beitragvon BenVape » 12. August 2018, 05:42

Guten Morgen allerseits :)

Danke für euer beider Feedback und eure Anregungen :) :beer:

Das mit dem Ausbruchschutz sollte ich wirklich nochmal überdenken, da habt ihr Recht.
Vielleicht wärs ne Lösung unter den Deckel der zentralen Nest-Arena-Kombi noch einen Glasrahmen (mit Öl an der Unterseite) zu legen?
Dann müssten die Meisen falls man den Deckel mal abnehmen will/muss über Kopf und über Öl krabbeln, spätestens das müsste Messoren aufhalten können, oder?
Keine Ahnung wie gut die nun wirklich klettern können, die meisten sagen senkrechte Glasflächen können sie nur ein kleines Stück raufklettern, hab aber in nem Haltungsbericht auch schon gelesen dass sie durchaus auch mal größere Höhen erklimmen können.
Das is so einer der Punkte die ich im ersten Post angeschnitten hab, der eine sagt so, der andere wieder ganz anders, und die Verwirrung ist perfekt.....

An der Kombi (Nest und Arena in einem) als zentrales Element würd ich ehrlich gesagt schon recht gerne festhalten wollen.
Über die Notwendigkeit von Auslauf mag man streiten können, aber man möcht ja schon bisschen was fürs (menschliche) Auge haben, da wäre ne Nest-Arena-Kombi schon netter als nur ein Nest.
Füllung für den Nestbereich wäre dann die übliche Sand-Lehm-Mischung, da können die Meisen sich selber einrichten wie sie es für richtig erachten.
Das einzige "Fertignest" wäre dann der Neststein als Brutnest.

Werd jetzt erstmal die Tage mal ein neues, größeres RG anbieten.
Das Wasser im alten RG beginnt sich zu verfärben, der Wattepfropf sieht auch nimmer allzu vertrauenserweckend aus, und die bestellten neuen RG sind auch etwas größer.

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Re: Blutiger Anfänger mit erster Kolonie

Beitragvon Sovereign » 12. August 2018, 19:39

Hallo BenVape

Ich selbst habe auch ne Messor Kolonie, sollten etwa 100 Arbeiterinnen sein. Meine lassen sich von Senkrechten Glasflächen nicht aufhalten. Die ersten Abreiterinnen hatte noch mühe, die etwas grösseren Minor und Media sind da schon begabter. Ich kann regelmässig zusehen wie 3 bis 5 Arbeiterinnen immer wieder hochklettern und herunterfallen, das Parafinöl ist denen auch nur ne weile ein hinderniss, nach ca 1 bis 2 Wochen muss ich wieder drüber. Das einzige was sie bis jetzt komplett abgehalten hat, ist der Glasrahmen aus dem Antstore. Über Kopf auf Parafinöl haben sie sehr schnell aufgegeben bei mir.

Grüsse
Jan

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Re: Blutiger Anfänger mit erster Kolonie

Beitragvon BenVape » 13. August 2018, 07:14

Moinsen :)

Danke für die Aufklärung, Jan. :)
Dann werd ich meine Bestellliste beim Antstore umgehend entsp. erweitern. :)

Aktuelle News aus dem "Barbarenlager"
Mir deucht die neuen RG hätt ich mir sparen können, wie es aussieht haben meine Damen da andere Ideen (ich sag ja, Zickenbande)
Seit heute Früh werden Körner und Steinchen aus dem bisherigen RG geschleppt.
Das Eingangsloch selbst wurde noch nicht erweitert, aber das kommt bestimmt noch.
Scheinbar möchten die Damen in absehbarer Zukunft ins Sandnest umziehen.

Hab gestern mal geschälte Hanfsamen und Walnussstückchen angeboten.
An der Walnuss haben sie definitiv geknabbert, konnte ich beobachten (der doofe Futterlieferant hat die Stücke natürlich viel zu groß zum wegschleppen gemacht).
Die Hanfsamen waren auch nicht uninteressant, werden zumindest regelmäßig besucht, konnte aber nicht beobachten ob sie daran auch knabbern.
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Re: Blutiger Anfänger mit erster Kolonie

Beitragvon BenVape » 14. August 2018, 22:24

Für diejenigen die es interessiert, hier die Neuigkeiten aus dem Barbarenstall :p

Umzug wurde auf unbestimmte Zeit vertagt.
Keine Ahnung was die Aktion vom Montag sollte, aber umgezogen sind meine Damen bislang nicht.
Der Eingang vom (alten) RG wurde sogar wieder mit Steinchen zugebaut.
Vielleicht wollten sie nur die alten Körner aus ihrer Behausung raus haben? Oder schlicht mehr Platz haben?

Baufortschritt im Sandnest.
Aus dem was aussah als ob es eine erste Kammer werden sollte, wurde nun doch ein weiterer Gang.
Immerhin diesmal nicht (in etwa) vertikal, sondern grob horizontal.
Jaahaa, meine Mädels sind von der ganz cleveren Sorte :D

Hab jetzt mal links und rechts vom alten RG je ein neues RG gelegt, ein trockenes mit bisschen Körnerfutter (Minor-Körnermischung vom Antstore, geschälte Hanfsamen, kleinkörniges Vogelfutter), und eines mit Wasser (abgekocht) und Wattepfropf als neues bzw. zusätzliches Nest.
Bin mal gespannt was die Damen davon halten.....

Stay tuned :100:

Noch kurz was anderes:
Zum Thema Überwinterung, bzw. Winterruhe......
Soweit ich informiert bin kann man Messor barbarus ganz gut bei bis zu 17-18°C überwintern.
Da ich im Winter meine Bude eh gern auf etwa diese Temperatur runterkühlen lass, könnten meine Mädels ja technisch gesehen einfach genau da bleiben wo sie sind, oder?
Vielleicht einmal die Woche schauen dass sie Wasser und bisschen Körnervorrat haben, und gut is.
Seh ich das in etwa richtig?
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Re: Blutiger Anfänger mit erster Kolonie

Beitragvon BenVape » 19. August 2018, 12:34

Neuigkeiten aus dem "Barbarenlager"

- Grabarbeiten gehen weiter.
Noch immer werden nur Gänge kreuz und quer gegraben, Kammer wurde noch keine begonnen.
Vermutlich erkunden sie erst wie weit sie überhaupt graben können und wie die Materialbeschaffenheit und Feuchtigkeit an verschiedenen Stellen ist?

- Aktuelle Zählung: 18 Arbeiterinnen plus Königin.
Alle wohlauf, fit und aktiv.
Verluste oder Todesfälle konnte ich bisher nicht feststellen *jippie*


Heute ist es mal gelungen ein brauchbares Foto der Brut zu machen.
Da sind schon paar kräftige Larven dabei, könnten vielleicht (größere) Medias werden?


Zum Thema "Was bringt rote Folie bzw. Rotlicht bei Messor barbarus":
Heute musste mal wieder bisschen Wartung gemacht werden.
Nix dramatisches, Wassertränke auffüllen, das (nicht angenommene) größere RG wieder entfernen, bisschen Krill anbieten, paar Teile die mir verdächtig nach Schimmel aussahen entfernen.
Gab logischerweise etwas Aufregung und die Chefin war "Not amused" (etwas hektisch im RG hin und her gerannt), aber nachdem die Rote Folie wieder auf der Arena lag, hat sich die Königin SOFORT wieder beruhigt.
Wirklich schlagartig. Obwohl die "LED-Wartungslampe" noch an war.
Mag Zufall sein, aber vielleicht hat das Rotlicht doch zumindest eine beruhigende Wirkung?
Dateianhänge
DSC02268.JPG
BenVape
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