Camponotus nicobarensis füttern

Camponotus nicobarensis füttern

Beitragvon Antman Jr » 29. November 2019, 17:01

Mal wieder eine Frage von mir...

Also kurz zusammengefasst, ich habe eine neu gekaufte Kolonie (seit dem 6.11). Von anfang an waren da die Königin und 4 Arbeiterinnen. Im verlaufe dieses Monats ist eine Arbeiterin verstorben. Des weiteren sind die Ameisen noch immer im Reagenzglas obwohl ich perfekte Bedingungen im Nest anbiete (27°C, 65% Feuchtigkeit).
Die Königin hat bisher noch keine Eier gelegt und (wie zu erwarten) die Kolonie ist sehr, sehr inaktiv. Die meiste Zeit stehen sie still im Reagenzglas. Dazu muss ich sagen dass der Versand der Ameisen anscheinend sehr ungemütlich war, da die versendete Kiste auch kleinere Dellen hatte.
Die Arena wo die Ameisen im Reagenzglas sind ist 20*20*30 cm3 groß.
Vorhin hatte ich noch einige kleine Käfer gefunden (wie die kleinen Hausspinnen) gefunden und verfüttert, aber nun habe ich die Schokoschaben erhalten.

Nun ist meine Frage, wie soll ich diese verfüttern?
Oft habe ich gelesen man sollte die Tiere einfrieren, jedoch wurde dazu gesagt dass die Ameisen die Schaben dann nicht mehr "aussaugen" können.
Wie würdet ihr es mir empfehlen?
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Re: Camponotus nicobarensis füttern

Beitragvon Harry4ANT » 29. November 2019, 19:30

Bei dieser noch sehr kleinen Koloniegröße würde ich eine einzelne kleine bis max. mittlere Schokoschabe anbieten und diese

- entweder manuell töten per Pinzette oder
- kurz mit kochendem Wasser überbrühen oder
- ca. 20 min in die Kühltruhe

und dann in der Nähe des RG anbieten.

Bei Möglichkeit 1 und 3 können eventuelle Milben überleben, daher sollte man die Schokoschaben hin & wieder mit einer Handlupe kontrollieren.

Ich habe bei meiner Schokoschabenzucht aber noch nie Milben gesehen, obwohl ich diese nicht oft reinige.
Verfüttere diese regelmäßig lebend - macht natürlich nur Sinn bei größeren Kolonien.
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Re: Camponotus nicobarensis füttern

Beitragvon Bl4cky89 » 30. November 2019, 08:37

Ich habe meine Schaben seit geraumer Zeit in der Tiefkühltruhe. Habe sie relativ luftdicht verpackt und, meiner Freundin zu liebe, einen Gefrierbeutel drum gepackt. Weder meine Camponotus ligniperdus, Lasius niger oder Messor orientalis haben Probleme mit den Schaben und über Milden brauchst du dir auch keine Gedanken mehr zu machen.
Einfach eine Schaben im gefrorenen Zustand durchtrennen und antauen lassen. Danach sollten die kleinen keine Probleme damit haben. Klappt auch bei ganz jungen Kolonien.
Würde die Schaben nur in einem extra Schälchen anbieten, da diese noch etwas Flüssigkeit beim Auftauen verliert.

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Re: Camponotus nicobarensis füttern

Beitragvon Antman Jr » 30. November 2019, 11:08

Harry4ANT hat geschrieben:- entweder manuell töten per Pinzette oder
- kurz mit kochendem Wasser überbrühen oder
- ca. 20 min in die Kühltruhe

Und wie lange darf man dann die Schabe mit der jeweiligen "Methode" in der Arena liegen lassen? Also damit sich keine Milben bilden o.ä.
Harry4ANT hat geschrieben:und dann in der Nähe des RG anbieten.

Heißt das direkt vor das Reagenzglas oder einfach in eine Futterschale neben dem Reagenzglas?
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Re: Camponotus nicobarensis füttern

Beitragvon Harry4ANT » 30. November 2019, 12:56

Ich würde die Schabe nach 2-3 Tagen raus nehmen bzw. durch eine frische ersetzen - da ist diese meist bereits leicht vertrocknet und nicht mehr so interessant für die Damen.

Wenn du die Arena trocken & ansonsten sauber hälst brauchst dir auch keine Sorgen machen bzgl. Milben und anderem Ungeziefer, auch wenn es die Futterreste mal etwas länger liegen.
Und wenn doch mal etwas kleines da herum krabbelt keine Panik. In 99% sind es Staubläuse oder harmlose (bzw. nützliche) Futtermilben.

Anbieten gerne in Futterschale, je nach Arenagröße würde ich es Anfangs nur nicht zu weit weg vom RG platzieren.
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Re: Camponotus nicobarensis füttern

Beitragvon Serafine » 30. November 2019, 13:43

Milben entstehen nicht aus der leeren Luft, die kommen irgendwoher - typischerweise sind das Getreidemilben an Getreideprodukten. Wenn man die Arena einigermaßen trocken hält bekommt man ziemlich wahrscheinlich irgendwann Springschwänze oder Staubläuse, das wars aber auch schon. Wirklich aufpassen muss man mit (Getreide-)Milben nur bei Ernteameisen.

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Re: Camponotus nicobarensis füttern

Beitragvon Reber » 30. November 2019, 16:48

Es ist sehr schwierig Milben richtig zu bestimmen. Auch wenn die meisten Arten für Ameisen harmlos sind, können schlimmstenfalls parasitäre Milben auftreten. Zum Abtöten von Milben hilft das Kühlfach aber nicht bei allen Arten. Einige Milben überleben Minustemperaturen bis zu -70°C. Wer sicher gehen will, sollte die Futtertiere mit heissem Wasser überbrühen.

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Re: Camponotus nicobarensis füttern

Beitragvon Serafine » 30. November 2019, 21:46

Das Problem ist dass manche Ameisen keine großen Fans von überbrühter (sprich gekochter) Nahrung sind. Meine Camponotus barbaricus nehmen überbrühte Futtertiere wenig bis garnicht an (einzige Ausnahme Fruchtfliegen). Abgesehen davon ist die Milbenhysterie auch echt übertrieben, ich füttere seit Jahren frisch und hatte noch nie Probleme mit Milben - dafür kenne ich auch Leute die immer alles abgebrüht haben und trotzdem Milben bekommen haben (meistens weil das Nest oder die Arena zu feucht waren).
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