Nestbewässerung Messor minor hesperius

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Gery
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#1 Nestbewässerung Messor minor hesperius

Beitrag von Gery » 3. Februar 2020, 20:19

Hallo Leute!
Für meine noch recht neue Messor minor hesperius Kolonie habe ich ein Ytongnest gefertigt, welches mittels Kanüle von oben bewässert werden sollte.
Nun haben aber die Messoren die erste Kammer in die auch die Kanüle ragt als Kornlager auserkoren.
Sie bewohnen den Ytong seit 1 Monat.Ganz am Anfang habe ich diesen noch vor ihrem Einzug leicht bewässert.
Als sie eingezogen sind war nur noch leicht kondensierendes Wasser an den Scheiben der unteren Kammern.
Der Ytong ist 20 × 30 cm gross.
Die Kolonie hat 150 + Ameisen.

Muss ich mir also Sorgen machen wegen der Feuchte?
Oder schafft eine Kolonie dieser Grösse schon es selbst zu befeuchten?
Das Nest ist zum Ausbruchschutz mit Acrylglas eingefasst.

Vielen Dank für Eure Hilfe!

LG Gery
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Harry4ANT

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#2 Nestbewässerung Messor minor hesperius

Beitrag von Harry4ANT » 3. Februar 2020, 20:57

Normalerweise sucht sich die Kolonie selbstständig ihren Spot bzw. die richtigen Plätze für Brut, Körner usw.

Ich habe z.B. bei meinem Ytong Nest der M. barbarus damals eine Seite mit einer kleinen einstellbaren Heizmatte punktuell beheizt und ganz außen hin & wieder dezent befeuchtet.
Sehr bald fand sich in diesem Bereich des Nestes auch ein Großteil der Kolonie, fast die gesamte Brut sowie die Königin ein, während auf der anderen NestSeite (trocken & eher kühl) Körner und Müll eingelagert wurden - so wie vom Halter geplant/gewünscht 3)

Besonders mit etwas Wärme kannst du Kleinen recht gut steuern oder auch zum Umzug bewegen usw.

Von daher lass ihnen vielleicht etwas Zeit, das Nest würde ich aber weiterhin ein klein wenig manuell Befeuchten.
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#3 Nestbewässerung Messor minor hesperius

Beitrag von Gery » 3. Februar 2020, 21:19

Hallo Harry4ANT!
Ja,dass sie selbst die besten Stellen suchen habe ich auch gelesen und war nun verwundert, dass sie die Stelle die ja am feuchtesten war als Körnerkammer ausgesucht haben.
Bewässere ich jetzt neu kommt das ganze Wasser auf die Körner,also ungünstig.
Ich beheize das Nest mit einer kleinen Heizmatte so, dass sie zwei Kammern haben die nicht beheizt sind.In der einen lagern sie die Körner, in der anderen wird Ameisenbrot hergestellt.Die Brut lagert mittig an der Heizmatte.

Die einzige Möglichkeit nun zu bewässern wäre einen neuen "Zugang" durch das Plexglas zu bohren um nicht das Kornlager zu überfluten...

Viele Grüsse Gery

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#4 Nestbewässerung Messor minor hesperius

Beitrag von Gery » 3. Februar 2020, 21:49

Auf den Fotos sieht man wohl besser was ich meine.
Oben links ist der Nesteingang, oben rechts die Kanüle zur Bewässerung.
Die meiste Brut ist in der 3. Kammer von oben.
Die Königin in der untersten Kammer.

Viele Grüsse Gery

Sorry...Die Bilder werden irgendwie auf der Seite liegend gezeigt...
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20200203_213706.jpg
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#5 Nestbewässerung Messor minor hesperius

Beitrag von Harry4ANT » 3. Februar 2020, 22:59

Das kondensierende Wasser in den unteren Kammern kann noch die Restfeuchte von der Herstellung (Auswaschen) des Ytong Nestes sein. Es dauert Wochen bis das wirklich durchtrocknet, gerade wenn es in so einem geschlossenem Kasten ist.
So komplett umschlossen ist auch die Belüftung eventuell nicht ganz optimal langfristig.

Wenn ich es richtig sehe ist der Klotz unten aufgesetzt und mit Silikon befestigt.
Eventuelle kannst du da mit einem Teppichmesser den Klotz nochmal vorsichtig lösen und dann eine Bewässerung von unten machen hin & wieder?
Das ding saugt ja Wasser auf wie ein Schwamm und das hält dann auch ziemlich lange.
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#6 Nestbewässerung Messor minor hesperius

Beitrag von Gery » 4. Februar 2020, 07:23

Oben ist ein feines Edelstahlgitter drauf,auf den Bildern nicht sichtbar.Ich hoffe das reicht zur Belüftung? Oder sollte ein "Loch" nach draussen vorhanden sein?

Durch dieses Gitter zu bewässern hätte den leider den gleichen Effekt wie durch die obere Kanüle :|

Das Nest steht auf einer Plexiglasplatte mit Heißkleber befestigt. Der ist leider zäher als Silikon.

Vielleicht schmelze ich seitlich der untersten Kammer ein kleines Loch durch das Plexiglas und versuche mit einer Kanüle etwas Wasser in den Stein zu bekommen.
Ist zwar etwas mühseliger, aber es muss ja auch nicht viel Wasser rein.

Also wieder etwas gelernt für das nächste Nestprojekt :idea:

Viele Grüsse Gery
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