Tetraponera rufonigra Haltungsbericht

Berichte, Erfahrungen in der Haltung exotischer Ameisen.
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Erne
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#41 Tetraponera rufonigra Haltungsbericht

Beitrag von Erne » 31. Oktober 2025, 17:59

Nachdem einige Tage vergangen sind, lĂ€sst sich erkennen, was aus den grĂ¶ĂŸeren Larven wird?
Auf welche Anzahl schÀtzt du die Anzahl der Arbeiterinnen?

GrĂŒĂŸe Wolfgang



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Veiget
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#42 Tetraponera rufonigra Haltungsbericht

Beitrag von Veiget » 1. November 2025, 09:30

Moin,

ich habe in der letzten Zeit mehrfach genauer ins Nest geguckt.

Leider kann ich keine Jungkönigin, MĂ€nnchen oder weitere (grĂ¶ĂŸere) Larven entdecken.

Man kann ein Unterschied in der GrĂ¶ĂŸe feststellen.
Manche Arbeiterinnen waren halb so groß und wenige leicht grĂ¶ĂŸer als die "standard" GrĂ¶ĂŸe die bislang zusehen war.

Ich schÀtze die Anzahl der Kolonie auf 150-200.

Einige sind mittlerweile auch unter den KorkeinsÀtzen.
Das passt mir als Halter natĂŒrlich nicht, weil ich dort keine Einsicht habe. Die Kolonie hat mir aber sehr gut gezeigt, wo die SchwĂ€chen in der Nestkonstruktion sind. Auch das Aquariumsilikon hĂ€lt nur bedingt stand.

Der zweite Einsatz wurde auch schon gut leer gerÀumt, was man in der Arena sehen kann.
Das Korkgrandulat wird rausgebracht, runter geschmissen und andere Arbeiterinnen tragen diese weg und teilweise werden die auch verbuddelt.

Das Nest wird nach wie vor dauerhaft mit einer 7watt Heizmatte beheizt. Die ist ungefÀhr auf 4 Watt runter geregelt.
In der Arena leuchtet und wÀrmt eine 20watt Halogenlampe (Mini). Die Temperatur liegt bei 22-23 grad. Im Deckel ist grobe Gaze, die sicherlich einiges an WÀrme durchlÀsst.
Ich habe auch schon ĂŒberlegt, eine 35 Watt Lampe zu verwenden.
Ich bin mir aber sehr sicher, dass sie dann in der RĂŒckwand wieder graben werden.
Die AktivitÀt unter der Lampe ist sehr stark gestiegen, was auf den WÀrmebedarf bzw. Vorliebe hinweist.

Endlich wuselt es in der Arena (=57

GefĂŒttert habe ich ca. 2 mal die Woche mit 3 großen Heimchen. Sie haben gute 3 Tage gebraucht, bis alles Verwertung und ein bisschen eingetragen wurde.
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Der Wasserverbrauch ist auch deutlich gestiegen. Eine 70ml TrÀnke geht pro Woche leer.

Weil die Frage zur Nestbefeuchtung gestellt wurde:
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IMG_5987.jpeg

Sie befeuchten es selbst. Man konnte schon lÀnger leichtes Kondenswasser sehen und nun sieht man es sehr gut am Kork.

Um Schimmel mache ich mir wenig Sorgen, da viele SpringschwÀnze im Nest zu sehen sind.


Es beginnt leider das Leichenschleppen, Ă€hnlich wie bei Polyrhachis dives. Die bekommen das bei mir aber irgendwie besser hin. Die Tetras haben wohl noch kein geeigneten Ort fĂŒr die toten gefunden.

Zum Schluss wie immer ein paar Bilder aus dem Nest.
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Beste GrĂŒĂŸe
Patrick
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Erne
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#43 Tetraponera rufonigra Haltungsbericht

Beitrag von Erne » 16. Dezember 2025, 10:55

Das Korknest wird noch gut leiden mĂŒssen, Tetraponera rufonigra sind gut darin, Kork und Holz zu zerlegen bzw. GĂ€nge und Kammern darin selbststĂ€ndig einzubringen.

Feuchtigkeit kommt auch viel durch vorhandene Larven.
Diese werden auch mit Wasser gefĂŒttert und geben dieses teilweise wieder ab.

Mit WĂ€rme kann man diesen Ameisen immer etwas Gutes tun, sie lieben WĂ€rme.

Wie ist die allgemeine Entwicklung derzeit?

GrĂŒĂŸe Wolfgang



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Veiget
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#44 Tetraponera rufonigra Haltungsbericht

Beitrag von Veiget » 28. Dezember 2025, 09:41

Moin Ameisenfreunde


Knapp 2 Monate sind vergangen und es gibt ein bisschen was zu berichten.


Nach lÀngerer Zeit muss das Formicarium wieder einmal gereinigt werden. Es gestaltet sich mittlerweile sehr schwierig, denn die Anzahl der Arbeiterinnen in der Arena ist konstant bei 30-50 Ameisen.
Unter der WĂ€rmelampe ist ordentlich was los.
In der Nacht ist die AktivitÀt etwas verringert, dennoch sind Ameisen prÀsent.

Das macht das Reinigen sehr schwierig und etwas aufwÀndiger.

Gereinigt habe ich die Scheiben mit einem Schwamm und einer lagen Pinzette.
Nach kurzer Zeit wurde der Schwamm von einigen Arbeiterinnen angegriffen. Es war schwierig diese wieder loszuwerden.
Der Reinigungseffekt war mehr schlecht als recht.

Bewaffnet mit Zewa und Mut habe ich per Hand gereinigt und elegant um die Ameisen herum gewischt.

Resultat? Nach 2 Tagen sah es wieder grauenhaft aus. =)10



Ich habe mir schon lÀnger vorgenommen, den Jagdinstinkt zu testen und zu sehen, wie effektiv der Stachel von Tetraponera rufonigra ist.

Angefangen habe ich mit drei mittleren Heimchen
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Die Heimchen waren deutlich flinker als gedacht. Die haben recht lange ĂŒberlebt. Ich habe zwischenzeitlich eine Scheibe Gurke und Apfel reingelegt. Die Heimchen hatten tatsĂ€chlich die Gelegenheit sich zu bedienen.
Ich denke das sie dann doch irgendwann erledigt wurden. Ich habe zumindest keine AktivitÀt mehr von den Heimchen gesehen.


Danach habe ich mit MehlwĂŒrmern weiter gemacht.
Gesagt, getan. 3 MehlwĂŒrmern direkt in die Mitte und der Bullenritt ging los!
Gesichtet, zugebissen und zugestochen. Nach kurzer Zeit, wirkt es so, als wenn die MehlwĂŒrmer gelĂ€hmt sind.
Vielleicht haben die Ameisen ein schwaches Toxin?
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Ich habe die Kolonie alle 3 Tage mit 4 MehlwĂŒrmern gefĂŒttert.
Die Folge daraus? Ich war geschockt als ich nach einiger Zeit ins Nest geguckt habe. Massenweise Brut! Überall Eier und Larven. Deutlich mehr als vorher.

Ich bin nicht gut im schÀtzen, aber ich denke das es locker 250 Ameisen sind. Tendenz steigend.
Geschlechtstiere habe ich nicht gesehen.
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Die FĂŒtterung habe ich etwas verringert.

Ich bin auch seit einiger Zeit auf Zuckerwasser umgestiegen und es wird deutlich besser angenommen. Eine kleine 5ml TrÀnke hÀlt nur einen Tag.
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Beim Reinigen ist leider die WĂ€rmelampe kaputt gegangen. Das hat zur Folge, dass die Temperatur um knapp 4 grad gefallen ist. Die Ameisen agieren deutlich trĂ€ger in der Arena. Neue Lampen sind unterwegs. Provisorisch habe ich eine LED reingeschraubt. Eine 35 Watt Lampe wollte ich nicht einsetzten, da dann die Wahrscheinlichkeit wieder steigt, dass sie in der RĂŒckwand graben und umziehen.


Das Korknest leidet zur Zeit wirklich stark. Überall wird geknabbert und ZwischengĂ€nge angelegt. Ich habe mich damit abgefunden.
Das zweite Nest wurde auch fast leer gerÀumt, was man in der Arena auch sehen kann.
Fein sÀuberlich im Bodengrund eingearbeitet.
Manchmal kommen sie auch auf die Idee, Löcher in den Bodengrund zu buddeln. GlĂŒcklicherweise schließen sie die Löcher wieder.
Tja, wohl kein Schatz gefunden! :D
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Die Feuchtigkeit im Nest hat stark zugenommen. Wie Erne bereits geschrieben hat, wird Einiges von der Brut kommen.
Schimmel gibt es glĂŒcklicherweise nicht.


Die Kolonie entwickelt sich weiterhin prÀchtig!

Ich werde mich im neuen Jahr wieder melden und bis dahin wĂŒnsche ich euch ein guten Rutsch ins neue Jahr und bleibt gesund!

Vielen Dank fĂŒr's lesen.

Beste GrĂŒĂŸe

Patrick
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