Myrmecocystus semirufus Haltungsbericht

Berichte, Erfahrungen in der Haltung exotischer Ameisen.
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Veiget
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#1 Myrmecocystus semirufus Haltungsbericht

Beitrag von Veiget » 4. April 2026, 20:02

Moin Ameisenfreunde

Ich möchte gerne ein weiteren Haltungsbericht schreiben.

Wie im Titel zu lesen ist, geht es um Myrmecocystus semirufus.

Ich werde von meinen Erfahrungen so gut es geht berichten.

Tipps, Fragen, Anregungen etc. sind hier gerne erwünscht.

Myrmecocystus semirufus, auch Honeypot Ants/ Honigtopfameisen, sind bekannt dafür so genannte "Repleten", lebende Speichertiere zu haben.
Die Repleten werden mit Proteinen und Kohlenhydraten gefüttert und deren Gaster sehen dann wie Honigtöpfe aus.
Die Repleten können sich danach nicht mehr bewegen.

Die Art kommt aus Nordamerika und benötigt daher angepasste Parameter.
Im Nest sollten daher 26-30 Grad sein. Die wenigen Angaben variieren leider.

Die Gyne ist ca. 13mm groß und die Arbeiterinnen sollen 4-8mm groß werden.

Desweiteren wird eine abgeschwächte Winterruhe von 2-3 Monaten, ab November bei 16-20 Grad empfohlen.

Soviel zur Theorie.

Am Mittwoch (01.04.2026) habe ich die Gyne mit einem Eier-Pulk erhalten.

Sie macht einen fitten Eindruck und kümmert sich regelmäßig um die Brut.

Aktuell und auch weiterhin, bis die ersten Arbeiterinnen da sind, lebt sie im geschlossenen Reagenzglas.

Das Reagenzglas liegt in einer 30x20cm Arena, gefüllt mit Sand/ Sand-Lehm.
Temperaturen: Tagsüber 26-28 Grad und Nachts 24-25 Grad.

Morgen wird die Gyne einen kleinen Tropfen frisches Zuckerwasser bekommen.
Sobald die ersten Larven da sind, gibt es Proteine.

Zum Schluss ein paar Bilder:

IMG_6912.jpeg
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IMG_6915.jpeg
IMG_6914.jpeg
IMG_6931.jpeg

Gruß Patrick

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PaHa
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#2 Myrmecocystus semirufus Haltungsbericht

Beitrag von PaHa » 4. April 2026, 20:17

Interessant Art! Freue mich.
Ich sehe du beheizt die Arena mit einer Heizmatte und du sagtest tagsüber 26-28°C und nachts 24-25°C...

  1. Kannst du die Temperatur so genau regulieren?
  2. Sollte man das generell bei Kolonien die beheizt werden, und man somit die Möglichkeit hat die Temperatur zu regulieren, sie nachts etwas kälter halten?
    Dankeschön
    LG



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Veiget
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#3 Myrmecocystus semirufus Haltungsbericht

Beitrag von Veiget » 4. April 2026, 20:33

Meine Kolonien sind im Büro, was sich im Dachgeschoss befindet.
Da es aktuell Nachts noch etwas Kälter wird, ist ein Temperaturabfall normal.

Ich könnte mit einer weiteren Heizmatte und Zeitschaltuhr unterstützen ... oder die Heizung aufdrehen )=99

Die Temperatur ist konstant über einer Woche gemessen.

Sollte das Wetter kälter oder Wärmer werden, muss ich dementsprechend die Heizmatte(n) anpassen.

Die Formicarien und Nester der anderen Kolonien sind mit Zeitschaltuhren gesteuert/ eingestellt. Da kommen einige kWh zusammen.
In der Natur gibt es Nachts auch ein Temperaturabfall.

Gruß

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#4 Myrmecocystus semirufus Haltungsbericht

Beitrag von PaHa » 4. April 2026, 20:38

Aber ist es ein Problem wenn man die Temperatur an Tag und Nacht gleich hat?




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#5 Myrmecocystus semirufus Haltungsbericht

Beitrag von Veiget » 4. April 2026, 20:41

PaHa ↑
4. April 2026, 20:38

Aber ist es ein Problem wenn man die Temperatur an Tag und Nacht gleich hat?

Ich denke nicht.

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