Pincos Nicos - Ein Dauerhaltungsbericht mit Camponotus nicobarensis

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PincoPallino

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#1 Pincos Nicos - Ein Dauerhaltungsbericht mit Camponotus nicobarensis

Beitrag von PincoPallino » 24. November 2020, 19:44

Camponotus nicobarensis Ameisenhaltungsbericht

Hallo zusammen,
ich habe mir vorgenommen, ab jetzt regelmĂ€ĂŸiger ĂŒber meine Camponotus nicobarensis zu berichten. Ab jetzt nenne ich sie aber nur noch (meine) Nicos. Der Titel Pincos Nicos lag da irgendwie nahe.

FĂŒr die, die meine bisherigen Berichte nicht kennen, kommen hier ein paar Links 


10-monate-mit-camponotus-nicobarensis-t59801.html
14-monate-mit-camponotus-nicobarensis-g ... 60174.html
post429566.html?hilit=monate%20mit%20camponotus#p429566
27-monate-mit-camponotus-nicobarensis-t61349.html

Und so sieht die ganze Anlage im Moment aus:
IMG_20201025_182119.jpg
Und so hat sich alles entwickelt (cool, die alten Bilder mal wieder zu sehen):
ein Nest und
ein Nest und
eine Arena, so fing alles an
eine Arena, so fing alles an
2 Monate spÀter gab es eine Erweiterung, um (Zucker-) Wasser anzubieten
2 Monate spÀter gab es eine Erweiterung, um (Zucker-) Wasser anzubieten
nochmal 3 Monate spĂ€ter, noch mehr AnschlĂŒsse fĂŒr ReagenzglĂ€ser
nochmal 3 Monate spĂ€ter, noch mehr AnschlĂŒsse fĂŒr ReagenzglĂ€ser
nur 4 Wochen spÀter war das Nest schon deutlich voller
nur 4 Wochen spÀter war das Nest schon deutlich voller
3 Monate spÀter brauchte ich dann ein neues Nest
3 Monate spÀter brauchte ich dann ein neues Nest
und kurz darauf durften sie das erste Mal graben
und kurz darauf durften sie das erste Mal graben
Die Anlage ca. 1 Jahr nach dem Start
Die Anlage ca. 1 Jahr nach dem Start
6 Wochen spĂ€ter kam dann das erste große Becken
6 Wochen spĂ€ter kam dann das erste große Becken
und das war bitter nötig
und das war bitter nötig
die Anlage war
die Anlage war
total ĂŒberfĂŒllt
total ĂŒberfĂŒllt
5 Monate spÀter, das Becken ist zur HÀlfte gefegt, aber so bleibt es nicht lange
5 Monate spÀter, das Becken ist zur HÀlfte gefegt, aber so bleibt es nicht lange
sie haben sich eingelebt
sie haben sich eingelebt
wieder 4 Monate spÀter
wieder 4 Monate spÀter
auf dem Stein oben gibt es gerade Kohlrabi
auf dem Stein oben gibt es gerade Kohlrabi
ein paar Tage spÀter gab es dann ein neues Nest
ein paar Tage spÀter gab es dann ein neues Nest
es wr mal wieder nötig
es wr mal wieder nötig

Und wie ihr alle wahrscheinlich auch, habe ich am Anfang immer schön die Arbeiterinnen gezĂ€hlt, bis es eben nicht mehr ging. Auch grobes SchĂ€tzen ging irgendwann nicht mehr. Bis zu dem Zeitpunkt habe ich das Wachstum mal fĂŒr mich in einem Diagramm festgehalten. Ich glaube, Bilder sagen mehr als Worte...
Koloniewachstum.JPG
Zur Zeit kann ich nicht mal raten, wie viele es sind. Nach meinen Hochrechnungen mĂŒssten es so 15 – 20 K sein. Das interessiert mich aber schon lange nicht mehr. Ich merke dafĂŒr auf jeden Fall, wenn sie mehr Platz brauchen. Das ist viel wichtiger. Eine zusĂ€tzliches großes Becken wĂ€re unter UmstĂ€nden noch drin. Aber sie haben ja gerade erst ein Neues bekommen...

Und damit habe ich auch schon das erste „Problem“. Genau wie beim alten Becken, habe ich auch hier Rahmen und Deckel. TagsĂŒber ist das Becken immer zu, weil sie immer noch tĂ€glich schwĂ€rmen (dazu gibt’s auch noch irgendwann einen eigenen Beitrag). Im alten Becken war das stressfrei. Nachmittags den wieder Deckel abnehmen und fertig. Beim neuen Becken habe ich seit dem ersten Tag nach dem SchwĂ€rmen, also eigentlich nur wildem Rumkrabbeln, immer mehrere MĂ€nnchen unter dem Gitter sitzen. Wenn ich den Deckel dann abnehme, besteht die Gefahr, dass sie einfach weg fliegen... Zum GlĂŒck tun sie das nicht.
unter dem Deckel
unter dem Deckel
Aber warum fliegen sie im neuen Becken an den Deckel und im alten nicht? Und warum nur die mÀnnlichen? Macht sie die höhere Luftfeuchtigkeit aktiver?
Es heißt ja, das der Schwarmflug oft nach dem Regen einsetzt (dann können sie z.B. leichter in den Boden graben, macht also Sinn).

Zum Ende des ersten Beitrags noch ein Spoiler vom nÀchsten: Es war illusorisch, zu glauben, dass sie im neuen Becken nicht graben!
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#2 Pincos Nicos - Ein Dauerhaltungsbericht mit Camp. nicobarensis

Beitrag von Erne » 27. November 2020, 19:54

Hoffe dass es in Ordnung ist hier zu schreiben, wenn „Nein“ verschiebe ich meinen Beitrag.
Habe etwas an Zeit gebrauch um mir die vielen tollen Bilder an zu schauen.
Mit jedem Bild wuchs meine Begeisterung, eine tolle Anlage die sicher viel Zeit und Erfindungsgeist abverlangt hat um das alles zu bauen. 3)
Interessanter, aufschlussreicher Bericht, macht Spaß mit zu lesen.

GrĂŒĂŸe Wolfgang



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#3 Pincos Nicos - Ein Dauerhaltungsbericht mit Camp. nicobarensis

Beitrag von PincoPallino » 27. November 2020, 22:17

Hallo zusammen,
heute gibt’s das erste Update seit sie vor knapp 2 Wochen ins neue Becken eingezogen sind. Und ich kann mich nur wiederholen: Meine Pincos graben! Und zwar gerne und nicht, weil sie mĂŒssen. Das haben sie mir in den letzten Tagen ausgiebig bewiesen.
Ich hatte zwar im Stillen gehofft, dass sie den Platz unter der Erde und die OberflĂ€che bevölkern und die Pflanzen weitestgehend in Ruhe lassen. Aber eigentlich wusste ich es. Sie werden graben. Und das können sie jetzt wieder ausgiebig. Und ich werde sie nicht daran hindern. Wie und warum sollte ich auch? Ich freue mich, dass ich ihnen anscheinend etwas gebaut habe, das sie gerne mögen und wo sie sich austoben können. Ich hoffe, es kommt ihrer Art zu leben, möglichst nahe. Da sie in der Natur weit verbreitet und laut Literatur Opportunisten sind, leben sie irgendwo in SĂŒdostasien bestimmt auch in einer Ă€hnlichen Umgebung. Genau wie beim alten Becken. Hoffentlich.

Wenn irgend jemand Bilder von ihnen in der Natur kennt, also wo sie leben und wie das Habitat aussieht, der kann sich gerne bei mir melden. Ich habe bisher nur ein solches Bild gefunden und das ist eher eine trockenere Umgebung.

Aber jetzt zu ihren Grabungen. Auf den Bildern sind die AktivitÀten leider nur schwer zu sehen, ich habe die sichtbaren GÀnge daher mal rot eingezeichnet.
die linke Seite
die linke Seite
die linke Ecke von links
die linke Ecke von links
die linke Ecke von vorne
die linke Ecke von vorne
vorne unten links
vorne unten links
vorne Mitte links
vorne Mitte links
vorne Mitte rechts
vorne Mitte rechts
vorne Ecke rechts
vorne Ecke rechts
rechte Seite
rechte Seite
von oben linke Seite
von oben linke Seite
von oben rechte Seite
von oben rechte Seite
von oben Haupteingang
von oben Haupteingang
Das sind natĂŒrlich nur die Stellen, die ich von außen sehen kann. Unter der Wurzel sind sie auch aktiv und ĂŒberall sonst bestimmt auch.

Der Eingang zum Becken ist immer schwer bewacht. Das ist jetzt ihr Territorium. Daran lassen sei keinen Zweifel.
Am Eingang ist immer was los.
Am Eingang ist immer was los.
Wie gesagt, es gibt keinen Grund fĂŒr sie, zu graben. Platz haben sie in den Steinen und anderen Nestern genug. Sie wollen es! Und wenn es nur ihrer Neugier gilt, sie tun es.

Angefangen haben sie links in der Ecke und direkt am Haupt-Nesteingang. Und dort ist nach wie vor auch die grĂ¶ĂŸte AktivitĂ€t zu beobachten. Den Aushub scheinen sie u.a. auch ins Steinnest zu bringen. Ich finde zumindest nicht genĂŒgend davon an der OberflĂ€che. Ein guter Teil ist aber im Bereich um den Haupteingang verteilt worden. Eine Pflanze, das kleine Moos, wird das wohl nicht ĂŒberleben. Ich habe mir vorgenommen, möglichst wenig einzugreifen, zumindest so lange die Pflanzen nicht zu hoch werden. Das soll ein Urwald werden.

Mein Vorschlag an alle Halter von Camp. Nicobarensis, die ihre Tiere möglichst natĂŒrlich halten wollen: Gebt ihnen eine Chance zu graben und schaut was passiert. Ich habe das damals auch getan. Am ersten Morgen war ich echt ĂŒberrascht, wie viel sie in einer Nacht geschafft haben.
Das Ergebnis nach der ersten Nacht mit Erde.
Das Ergebnis nach der ersten Nacht mit Erde.
Die helle Linie ist die ursprĂŒngliche OberflĂ€che.
Die helle Linie ist die ursprĂŒngliche OberflĂ€che.
10 x 10 x 20 cm
10 x 10 x 20 cm
eine Sonderanfertigung vom AntStore als Testbecken
eine Sonderanfertigung vom AntStore als Testbecken
Test bestanden!
Test bestanden!
Leider habe ich damals kein Foto von „davor“ gemacht (Das werde ich in den nĂ€chsten Berichten wohl leider noch hĂ€ufiger schreiben mĂŒssen). Kleiner Unterschied: Damals war ihre Anlage wirklich ziemlich voll, der Druck also höher. Kurz darauf habe ich mit der Planung fĂŒr das erste große Becken begonnen. Wie es dort mittlerweile aussieht, erfahrt ihr in den nĂ€chsten Wochen auch noch. Aber so viel vorab: Ich habe aus dem Becken in einem Jahr einen Putzeimer voll Erde, also ihren Aushub, herausgeholt. Das sind so ca. 10 Liter Erde. Ein Teil davon ist wieder ins neue Becken gewandert :)


GrĂŒĂŸe vom Pinco und bis bald

Kleiner Nachtrag: Ich habe gerade am Zeitstempel gesehen, dass die Bilder "vom morgen danach" nachmittags um 14 Uhr gemacht wurden. Auflösung: Das war Wochenende. Da bedeutet morgens bei mir, "nicht vor mittag". Ich bin genauso nachtaktiv wie meine Meisen :D
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#4 Pincos Nicos - Ein Dauerhaltungsbericht mit Camp. nicobarensis

Beitrag von PincoPallino » 2. Dezember 2020, 20:26

2. Dezember

Hallo zusammen,
und erst mal ein großes Danke an das Team. Das hatte ich nicht erwartet!

Im neuen Becken ist in den letzten Tagen nicht viel berichtenswertes passiert. Obwohl... Ein paar der Pflanzen gehen in den letzten Tagen richtig ab und tendieren gegen Deckel. Die Ranke an der RĂŒckwand kann ich einfach „verbiegen“ und lenken, sollte kein Problem sein. Die Pflanze in der Mitte muss ich wohl beschneiden, genau wie die ganz rechts mit den rötlichen BlĂ€ttern. Schade, die ist echt schön, die hĂ€tte ich wohl besser links im Becken positioniert, aber Sicherheit geht vor. Ameisen am Deckel habe ich schließlich jetzt schon mehr als ich will.
muss leider schon beschnitten werden
muss leider schon beschnitten werden
wird verbogen
wird verbogen
muss auch kĂŒrzer werden
muss auch kĂŒrzer werden
Und dann haben sie links unten in der Ecke eine Stelle gefunden, an der sie sich festlaufen können. Sie können dann nicht mehr vor oder zurĂŒck und sterben. Zum GlĂŒck noch nicht viele, aber die „Todesecke“ scheint sie irgendwie anzuziehen.
Die Todesecke
Die Todesecke
Die Tendenz haben sie ĂŒbrigens schon immer gehabt, egal in welchem Becken. Die vordere linke Ecke war immer ganz besonders interessant fĂŒr sie. Ob sie oben den Ausbruchsschutz testen oder unten graben. Sie laufen dort auch besonders viel am Glas. Keine Ahnung, warum gerade da...

Aber eigentlich geht es heute um das alte Becken. Da sind sie Mitte September 2019 nachmittags eingezogen. Hier sind ein paar Bilder, die ich kurz vorher noch gemacht habe.
Das
Das
neue
neue
Becken,
Becken,
noch
noch
ohne
ohne
Ameisen
Ameisen
Nachts um 2 konnte ich dann schon sehen, dass sie graben. Am nÀchsten Mittag nach dem Aufstehen war es noch deutlicher und abends um 8 waren einige Steine schon nicht mehr zu sehen.
nachts um 2
nachts um 2
mittags
mittags
abends um 8
abends um 8
Die nĂ€chsten 2 Tage habe ich leider keine Fotos gemacht. Aber der helle Bereich war mehrere cm hoch mit Erde bedeckt und die meisten Steine waren „verschwunden“. Zum GlĂŒck habe ich damals den Lehmboden befeuchtet, bevor ich sie reingelassen habe. So kann ich ihn leicht mit einem Pinsel ausfegen. Sie haben aber die Angewohnheit, den Boden so schnell wie möglich komplett zu bedecken. Darum fege ich schon lange nicht mehr so grĂŒndlich und nehme immer nur das Gröbste raus. Ich vermute, sie spĂŒren auf dem harten Boden ErschĂŒtterungen eher und mögen das nicht. Ist aber nur ne Theorie. Fragen kann ich sie ja nicht. Insgesamt habe ich aus dem Becken schon einen Putzeimer voll Erde raus geholt, natĂŒrlich vermischt mit ihren AbfĂ€llen.

Ein gutes Jahr spĂ€ter, also heute, sieht das ganze dann schon nicht mehr ganz so schön aus. Die grobe Struktur ist aber zum GlĂŒck bisher geblieben. Die Steinkonstruktion hat sich echt bewĂ€hrt, ohne wĂ€re das nur noch ein Sandhaufen, schĂ€tze ich.
So sieht's heute aus
So sieht's heute aus
IMG_20201202_182707.jpg
IMG_20201202_182715.jpg
IMG_20201202_182724.jpg
IMG_20201202_182739.jpg
IMG_20201202_182752.jpg
IMG_20201202_182808.jpg
IMG_20201202_182827.jpg
IMG_20201202_182915.jpg
IMG_20201202_182924.jpg
Wie ihr seht, haben sie ĂŒberall gegraben. Es ist alles ausgehöhlt, nur der vordere Bereich, die „Arena“, nicht. 3 der Pflanzen existieren nicht mehr. Die anderen leiden. Bei allen sind die Wurzeln schon lange freigelegt. Eine ist mehrere cm abgesackt, eine andere kĂŒrzlich umgefallen. Nur die Ranke oben rechts ist noch einigermaßen fit und wĂ€chst.
An fast allen Steinen gibt es EingĂ€nge und die Steine haben teilweise auch schon ihre Position geĂ€ndert. Also gut, sie sind abgesackt, wandern oder gewandert werden können sie nicht. DafĂŒr halten sie ihre Steine jetzt aber sauber. Muss wohl daran liegen, dass dort auf magische Art und Weise immer das Futter landet. Die „Arena“ benutzen sie schon immer als MĂŒllhalde. Praktisch fĂŒr mich. Wenn ich das nĂ€chste mal fege, mache ich Fotos.

Ich ĂŒberlege schon etwas lĂ€nger, ob ich das Becken „aufhĂŒbschen soll“, habe das aus verschiedenen GrĂŒnden aber noch nicht gemacht.
1. Wollen die Kleinen das ĂŒberhaupt? Ich meine, sieht das Becken so aus, weil sie es genau so wollen oder weil es einfach „passiert“ ist? Ich glaube ja, dass die Erde an vielen Stellen „aus Versehen“ eingebrochen ist. Das liegt wohl auch an der eher trockenen Erde. Aber wer weiß...? Die Frage beantworte ich daher mal mit einem klaren Jein.
2. Wenn ich das schon mache, sollte ich es auch richtig machen. Aber wie geht „richtig“? Deckt sich mein richtig mit ihrem richtig?
3. Ich habe die BefĂŒrchtung, dass meine AktivitĂ€ten, wie auch immer geartet, zum Einsturz der gegrabenen Strukturen fĂŒhren werden. Dass ich also alles „kaputt“ mache.
4. Egal, was ich mache, sie könnten es einfach wieder „rĂŒckbauen“. Aber das wĂ€re immerhin einen Versuch wert.
Kurz zusammengefasst: Ich weiß nicht, was ich tun soll...

Aber, ich weiß, was ich mache, wenn ich mich dazu entschließe, ĂŒberhaupt etwas zu unternehmen. Das wird dann eine grĂ¶ĂŸere Aktion. Zuerst wird alles gut angefeuchtet. Vorsichtig ĂŒber mehrere Tage, so dass auch die tieferen Bereiche mal wieder etwas Wasser abbekommen. Dann kommen alle Pflanzen raus und ich fĂŒlle die Löcher darunter vorsichtig wieder auf. Anschließend gibt es eine neue Schicht frische Erde oben drauf und die Pflanzen kommen wieder rein. Oben rechts wĂŒrde ich auch neue Pflanzen einsetzen. Mehr Erdarbeiten will ich nicht machen. Das dĂŒrfte sie schon genug stressen.
Vielleicht spendiere ich ihnen auch eine RĂŒckwand. Obwohl, das wĂ€re eher fĂŒr mich. Sieht dann halt schöner aus. Obwohl, sie hĂ€tten dann auch mehr „OberflĂ€che“ und Strukturen. Ist also eine gute Idee. Ich kann mich aber noch erinnern, dass ich damals schon danach gesucht, aber auf die Schnelle nichts passendes gefunden habe. Ich will kein Foto oder so was, sondern am liebsten etwas aus Stein mit Strukturen und VorsprĂŒngen. Am besten heller Stein, der Optik wegen. Hat da vielleicht jemand einen Tipp?

GrĂŒĂŸe vom Pinco
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#5 Pincos Nicos - Ein Dauerhaltungsbericht mit Camp. nicobarensis

Beitrag von PincoPallino » 14. Dezember 2020, 21:13

Hallo zusammen,

heute haben sie es geschafft!
Da waren sie plötzlich unter dem Deckel
Da waren sie plötzlich unter dem Deckel
der pflanzliche ÜbeltĂ€ter
der pflanzliche ÜbeltĂ€ter
Ich habe das Wachstum dieser Pflanze etwas unterschĂ€tzt. Gestern waren es noch ein paar AmeisenlĂ€ngen bis zum Deckel. Aber heute Abend waren ca. 30 ungeflĂŒgelte Arbeiterinnen am Deckel. Ich musste zum ersten mal meine Ameisenpinzette benutzen! Das war bisher echt noch nie nötig! Zum GlĂŒck sind meine Nicos, wie immer eigentlich, sehr kooperativ gewesen. Ich habe den Deckel umgedreht auf den Boden gelegt und sie nach und nach wieder ins Becken gebracht. Keine einzige hat versucht, den Deckel zu verlassen oder auch nur auf die Unterseite zu klettern. Danke Nicos!
die letzten 3 Ausbrecher
die letzten 3 Ausbrecher
Die Pflanze ist jetzt natĂŒrlich etwas kĂŒrzer. Da muss ich in Zukunft wohl aufmerksamer sein.
Auf der linken Seite ist jetzt alles im grĂŒnen Bereich
Auf der linken Seite ist jetzt alles im grĂŒnen Bereich
Rechts vorne muss ich wohl bald wieder ran
Rechts vorne muss ich wohl bald wieder ran
Ich habe in den letzten Tagen viel darĂŒber nachgedacht, ob ich das alte große Becken wirklich renovieren soll. Mittlerweile bin ich mir sicher, dass ich es tun werde! Schließlich wird es noch ein paar JĂ€hrchen in meinem Wohnzimmer stehen. Da darf es dann auch gern schön aussehen. Ich bin mir nur noch nicht sicher, ob ich nur die RĂŒckwand oder auch die Seiten in Steinoptik verkleide. Ich stelle mir das passend zu den Steinen vor, die schon im Becken sind, so wie eine natĂŒrliche Abbruchkante, unregelmĂ€ĂŸig und mit kleinen VorsprĂŒngen. Aber das traue ich mir selber nicht zu. Das lasse ich anfertigen.
Bis es so weit ist, wird es aber noch ein Weilchen dauern. Ich habe 2 Firmen gefunden, die so was individuell anfertigen. Aber die haben natĂŒrlich lĂ€ngere Lieferzeiten. So lange muss ich wohl warten. Ich halte euch auf dem Laufenden...

GrĂŒĂŸe vom Pinco

PS: Gibt's eigentlich ne Möglichkeit, ohne diese nervigen Reflexionen zu fotografieren?

Und jetzt noch eine Wimmelbildaufgabe
Hier verstecken sich 147 Ameisen. Finde Sie alle!
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#6 Pincos Nicos - Ein Dauerhaltungsbericht mit Camp. nicobarensis

Beitrag von Erne » 14. Dezember 2020, 21:36

Ich selber bin fĂŒr einfache, praktische, ĂŒbersichtliche Anlagen um mir möglichst, mit wenig Arbeit, nichts an Beobachtungen entgehen zu lassen.

Das schließ nicht aus, dass ich mir gerne schöne Anlagen anschaue wie die Deinige.
Toller Bericht 3)

GrĂŒĂŸe Wolfgang
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#7 Pincos Nicos - Ein Dauerhaltungsbericht mit Camp. nicobarensis

Beitrag von PincoPallino » 16. Dezember 2020, 18:57

Hallo zusammen,
heute will ich euch von den kulinarischen Exzessen meiner kleinen krabbelnden Chemiefabriken erzĂ€hlen. Im Laufe der Zeit haben sie ihre Vorlieben nĂ€mlich öfter mal geĂ€ndert. Und auch ihr Appetit ist nicht immer gleich. Aber zumindest beim Essen verhalten sich meine so, wie sie immer beschrieben werden. Am Anfang sind sie sehr wĂ€hlerisch, was dann aber mit wachsender KoloniegrĂ¶ĂŸe immer mehr nachlĂ€sst.
Wasser und SĂŒĂŸes (das ist eine 24h-Beetle Jelly-Portion, aber erst vor wenigen Sekunden reingestellt und daher ohne Ameisen)
Wasser und SĂŒĂŸes (das ist eine 24h-Beetle Jelly-Portion, aber erst vor wenigen Sekunden reingestellt und daher ohne Ameisen)
Erstmal zum Wasser. Das haben sie natĂŒrlich immer unbegrenzt zur VerfĂŒgung. Und nach den ersten Monaten immer mindestens aus 2 unterschiedlichen Quellen. Zur Zeit gibt es Wasser an 4 Stellen. Am Anfang haben sie natĂŒrlich nicht viel gebraucht, da musste ich auch mal ein GlĂ€schen tauschen bevor es leer war. Das ist aber schon lange nicht mehr passiert. Im Moment ist die weiße TrĂ€nke vorne in der alten Arena ihr Favorit. Das muss ich ein bis zweimal in der Woche nachfĂŒllen. Wenn der Wasserbedarf besonders hoch ist, befeuchten sie mal wieder ausgiebig das Nest. Das Gießen der Pflanzen ĂŒbernehmen sie leider noch nicht. Das wĂ€re aber mal ein anspruchsvolles Projekt. Hat jemand Erfahrungen in dieser Richtung? Landwirtschaft ist fĂŒr Ameisen ja nichts Unbekanntes...

Nach Wasser kommt Zuckerwasser bzw. alles SĂŒĂŸe. Am Anfang haben sie wahrscheinlich mehr Zuckerwasser als Wasser getrunken und ich habe es gar nicht gemocht. Aber sie haben nichts anderes SĂŒĂŸes angerĂŒhrt. Egal, was ich ihnen angeboten habe, sie haben es ignoriert. UngefĂ€hr ein Jahr lang. Kein Honig, keine FrĂŒchte, nichts, nur Zuckerwasser. Mittlerweile sind sie glĂŒcklicherweise keine Zuckerwasser-Junkies mehr. Sie bekommen es zwar immer noch unbegrenzt, wenn sie wollen, aber die Röhrchen muss ich nur noch selten nachfĂŒllen. DafĂŒr muss ich ihnen aber auch etwas anderes anbieten. Mittlerweile ist ihr Favorit Ahornsirup. Aber ich versuche, ihren Essensplan abwechslungsreich zu gestalten. Deswegen bekommen sie natĂŒrlich auch Honig, aber sie wollen ihn nur mit Wasser verdĂŒnnt, pur wird er ignoriert und mit MĂŒll bedeckt. Ameisenjelly auf Honigbasis nehmen sie auch nur verdĂŒnnt. Genau wie das auf ZuckerrĂŒbenbasis, aber das nehmen sie nur zögerlich. Seit ein paar Monaten bekommen sie auch Beetle-Jelly. Das kommt auch sehr gut an. Das Zeug sieht echt appetitlich aus, wie Wackelpudding. Ich glaube, irgendwann probiere ich es :D Solche Mengen wie Rapunzulas vertilgen sie davon aber nicht. In 24 h schaffen sie ca. 20 % von so einem kleinen Töpfchen. Daher gebe ich ihnen immer nur ein bisschen davon. Eher so als Snack und nicht als Hauptmahlzeit. Von den anderen sĂŒĂŸen Leckerlis bekommen sie jeden Tag einen Deckel voll, natĂŒrlich immer nur eine Sorte. Der ist dann nach 2 bis 5 Stunden leer.
Honig (direkt vom Imker) nach 10 Minuten
Honig (direkt vom Imker) nach 10 Minuten
Ahornsirup nach 10 Minuten (es ist weniger FlĂŒssigkeit im Deckel, darum sitzen sie mehr innen als außen, es sind aber bestimmt doppelt so viele wie beim Honig oder Jelly)
Ahornsirup nach 10 Minuten (es ist weniger FlĂŒssigkeit im Deckel, darum sitzen sie mehr innen als außen, es sind aber bestimmt doppelt so viele wie beim Honig oder Jelly)
Ansonsten will ich schon lange mal testen, wie sie auf LĂ€use reagieren. Das mĂŒsste im neuen Becken doch endlich mal gehen. Viele Ameisen stehen ja drauf, z.B. auch die auf meinem Balkon. Da habe ich ĂŒbrigens noch eine „Freilandfarm“ im Blumenkasten. Im Moment ist da aber natĂŒrlich Winterruhe angesagt. NĂ€chsten FrĂŒhling mache ich mal Fotos. Bestimmt kann mir jemand bei der Bestimmung helfen. Ist auf jeden Fall eine kleine Spezies.

Bei den Proteinen waren sie nie besonders wĂ€hlerisch, aber sie haben halt immer frische tote Heimchen bekommen und die mögen sie immer noch mit am liebsten. Seit Anfang des Jahres stehen auch Schokoschaben regelmĂ€ĂŸig auf dem Speiseplan. Die gibt’s aber immer nur TK (tiefgekĂŒhlt). Ich glaub, meine 50 Nachbarn wĂŒrden mich killen, wenn ich fĂŒr Schaben im Haus verantwortlich wĂ€re. Das ist echt mein Alptraum! Neulich haben sie ihre erste Heuschrecke bekommen. Fanden sie nicht so toll. Die haben sie kaum klein gekriegt. Die zweite habe ich dann aufgeschnitten. Da waren sie schon mehr interessiert. Die restlichen 6 StĂŒck werde ich ihnen in den nĂ€chsten Monaten zur Abwechslung geben. Aber als regelmĂ€ĂŸiges Futter taugen die nicht. Sie sind zu teuer und der „Fleischanteil“ ist gering. Es bleibt halt viel MĂŒll ĂŒbrig.
In der ersten Zeit, als sie noch weniger als 100 waren, habe ich ihnen öfters Spinnen gegeben. Fanden sie super. War immer eine passende Portion. Selbst ein kleines Heimchen war da immer noch viel zu viel. Fliegen kommen auch besonders gut an. Da stehen sie voll drauf. Die dĂŒrfen auch gern noch ein bisschen zappeln. Einen dicken Brummer haben sie diese Woche erst aktiv gefangen. Der hat sich mindestens eine halbe Stunde im alten Becken aufgehalten. Irgendwann habe ich dann den Deckel drauf gemacht, um zu sehen, was passiert. Den entscheidenden Moment habe ich aber verpasst und Fotos habe ich leider auch nicht gemacht. Er hat noch mindestens 2 Stunden durchgehalten, wurde natĂŒrlich immer wieder aufgescheucht und ist dann wahrscheinlich irgendwo in eine Ritze ins Nest gefallen, z.B. an der Scheibe abgestĂŒrzt. Ich habe ihn nie wieder gesehen...
bald ein Ex-Heimchen
bald ein Ex-Heimchen
In den ersten Monaten haben sie sich noch bewegende Beute nicht angerĂŒhrt. Sobald ein Bein von einem Heimchen auch nur gezuckt hat, sind sie panisch davon gerannt. Das hat erst aufgehört als sie mindestens 100 waren, eher spĂ€ter. Heute macht sie das nur noch gieriger. Wenn sich die Beute noch bewegt, gehen sie erst richtig drauf! Ich gebe ihnen aber eigentlich nie lebende Heimchen oder so, das Killen ĂŒbernehme ich. So geht’s halt schneller fĂŒr die Heimchen oder was sonst so dran glauben muss. Auch alles andere, was mir so in die Wohnung fliegt, wird gern genommen. Ob Nachtfalter, Wespen oder MĂŒcken. Und natĂŒrlich diese ganzen Viecher, die ich nicht mit Namen kenne. Die einzige Ausnahme bisher waren Raupen, die mochten sie nicht. Vielleicht waren sie auch giftig und die Ameisen klĂŒger als ich. Wer weiß? Rind und Schwein sowie Garnelen mögen sie auch. Fisch habe ich noch nie probiert, fĂ€llt mir jetzt erst auf. Das werde ich bald testen. Dann gibt’s noch Eier. Darauf reagieren sie sehr unterschiedlich. Manchmal stĂŒrzen sie sich auf das Eigelb, manchmal auf das Eiweiß. Aber in 60 bis 70 % der FĂ€lle ignorieren sie es fast komplett. Komisch...
In der Anfangszeit haben sie eigentlich immer mehr bekommen als sie brauchten, aber die Dosierung ist bei einer kleinen Kolonie auch nicht einfach. Danach habe ich dann ihr Verhalten beobachtet. Haben sie heute z.B. 2 Heimchen bekommen und sich wie wild drauf gestĂŒrzt, haben sie morgen 3 bekommen, wenn die Reaktion eher normal ist, gibt’s morgen wieder 2 und wenn sie sie eher zaghaft anrĂŒhren, ist morgen DiĂ€t angesagt. SpĂ€testens seit sie mehr als ein paar hundert sind, kommt es aber selten vor, dass sie Futter liegen lassen. In den letzten Monaten liegt der Tagesbedarf so bei ca. 6 Heimchen oder Schaben. Wenn sie ihren königlichen Nachwuchs aufziehen, steigt der Bedarf enorm an. Beim letzten Mal haben sie ĂŒber Wochen jeden Tag mehr als 15 Tiere bekommen und die waren alle immer nach 2 bis 3 Stunden zerlegt und abtransportiert. Wie ich gerade sehe, ist morgen mal wieder DiĂ€t angesagt. Vom heutigen Dinner ist nach 4 Stunden noch zu viel ĂŒbrig.
In der Anfangsphase, also so ein Jahr lang haben sie TK nicht angerĂŒhrt. Zum GlĂŒck hat sich das aber mit der Zeit geĂ€ndert. Mittlerweile haben sie sich da wohl dran gewöhnt. Oder der Hunger siegt. Das gibt mir auf jeden Fall die Chance, fĂŒr mehr Abwechslung zu sorgen und VorrĂ€te anlegen zu können.
Ach ja, die MehlwĂŒrmer hĂ€tte ich fast vergessen. Liegt wohl daran, dass sie schon lange keine mehr bekommen haben. Meine Erfahrungen damit waren nicht so gut. Die Meisen haben sie einfach nicht so gern gemocht und meistens liegen lassen. Ich habe mir aber gerade vorgenommen, das nochmal neu zu testen. Ich werde mir beim nĂ€chsten Mal in der Zoohandlung eine Packung mitnehmen. Kann man die auch einfrieren? Ich meine, mich zu erinnern, gelesen zu haben, dass die dann schwarz und ungenießbar werden. Stimmt das? Und was ist mit diesen Superworms? Die verkaufen sie da auch. Sehen aus wie große MehlwĂŒrmer. Die gibt’s bei AntsCanada regelmĂ€ĂŸig in den Videos. Hat jemand Erfahrungen mit denen?

Kleiner Exkurs: Ich habe eben den Beitrag von TheDravn zu Futterinsekten gelesen. Danke TheDravn und danke an Erne fĂŒr die Wissenseite! Da fehlen aber die Superworms noch oder gehören die da nicht hin?. Ich habe davon auch gerade noch ein altes Foto auf dem Handy gefunden. Den entscheidenden Teil habe ich mal vergrĂ¶ĂŸert.
Superworms
Superworms
Zophobas Morio

Feuchtigkeit 61 %
Rohprotein 20 %
Rohfett 13 %
Rohasche 1 %[/i]

Wasser, Zuckerwasser und Proteine, eigentlich war es das schon, meine kennen aber noch mehr. In den letzten Monaten habe ich ihnen immer mal wieder etwas Neues angeboten, FrĂŒchte, Obst, GemĂŒse und so. Die meisten Sachen (Apfel, Gurke, Mandarine, Weintraube, Kirsche) waren eher so „naja, wir probieren es mal, aber eigentlich hĂ€tten wir gern was anderes“. Genau wie Rapunzulas Nicos mögen meine auch keine Tomaten. Da wurde sofort MĂŒll drauf gelegt. Aber Kohlrabi finden sie super. Da stĂŒrzen sie sich fast immer drauf.
Kohlrabi-Fress-Flash
Kohlrabi-Fress-Flash
Noch lieber als ihren Ahornsirup mögen sie aber, glaube ich zumindest, Kokosmilch. Und zwar direkt aus der Nuss. Da gehen sie total drauf ab. Leider kann man die nicht so kaufen, sondern immer nur mit Nuss. Wenn ich mal eine kaufe, fĂŒlle ich die Milch in einen EiswĂŒrfelbehĂ€lter. So bleibt sie lange frisch und ich habe viele kleine Portionen, die ich nur auftauen muss. Ich wette, sie wĂŒrden das als ihr Lieblingsessen bezeichnen.
Ich zitiere mal AC: Don't we all love to spoil our ants?

GrĂŒĂŸe vom Pinco
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#8 Pincos Nicos - Ein Dauerhaltungsbericht mit Camp. nicobarensis

Beitrag von Harry4ANT » 16. Dezember 2020, 19:47

Hast du bzgl. der Kohlehydrateversorgung bereits mal Invertzucker (-Lösung / -Sirup) getestet?

Diese Mischung aus Fructose und Glucose wird von den Ameisen (angeblich) leichter verdaut als Haushaltzucker (Saccharose).

Bei Tests meinerseits mit bei mir in der Haltung befindlichen Arten war die verdĂŒnnte Invertzuckerlösung auch immer am beliebtesten bei gleichzeitigem Anbieten von div. Alternativen (div. Honigsorten & Wassermischungen, Ahorn, Zuckerwasser, Reissirup usw.). abgeleitet von der Anzahl der Arbeiterinnen an der jeweiligen TrĂ€nke. Ausnahme waren die Blattschneider Acromyrmex - die bevorzugen Zuckerwasser.

Der Hauptvorteil liegt aber in der deutlich lÀngeren Haltbarkeit in der Arena.
Du kannst bei einer großen Kolonie eine oder mehrere entsprechend großvolumige TrĂ€nken fĂŒllen und anbieten, ohne das diese gammelt oder eintrocknet.

Ich selber verwende z.B. bei meinen Camponotus Fellah je zwei 500ml TrĂ€nken mit Wasser und verdĂŒnntem Invert, also jeweils 1 Liter FlĂŒssigkeit.
So habe ich in aller Regel 2-4 Wochen Zeit bis ich die TrĂ€nken wieder auffĂŒllen muss.
Ich bestelle mir ca. einmal im Jahr einen Kanister im Internet und bin damit gut versorgt.



Die TrÀnken im Futterbecken.
2.JPG
So sieht die Invert TrÀnke im Futterbecken aus, oben ein einfaches 500 ml Schraubglas.
3.JPG


Thunfisch aus der Dose (Lake) kannst du mal noch testen, sowie Forelle, Lachs...

Kleine Portionen Katzen- bzw. Hundenassfutter ist auch möglich als Alternative, sogar Trockenfutter (angefeuchtet) wird in der Regel verwertet.
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