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Mehlwurm Puppen verfüttern?

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Erne
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#1 Mehlwurm Puppen verfüttern?

Beitrag von Erne » 9. Juli 2020, 11:19

Im Prinzip kann in den Puppen nicht mehr drin sein als in den Larven, diese sind aus denen hervorgegangen.
Mehlwurmpuppen sind für etliche Ameisenarten ein prima Futter.
Manchen können sie lebend, bzw. roh angeboten werden.
Überbrüht gehen auch etliche Ameisen ran, zudem lassen sie sich gut zerkleinern.
Verfüttere fast an alle meine Ameisen Mehlwurmpuppen.

Grüße Wolfgang



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Erne
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#2 Mehlwurm Puppen verfüttern?

Beitrag von Erne » 9. Juli 2020, 12:13

Habe Gestern meine Tetras mal eine Angeboten, leider waren nur die Milben dran
Das deutet darauf hin, dass es sich um Futter verwertende Milben handelt.
So lange diese nicht überreichlich werden, ist eine Ameisenschädigung eher gering.
Leider lässt es sich bei nicht überbrühten Futter nicht vermeiden das Milben mit eingeschleppt werden.
Oftmals verschwinden diese Milben wenn das Ameisenvolk größer ist.
Lebende Mehlkäfer sind eher eine Gefahr für Ameisen, zudem haben sie einen starken Eigengeruch der abschreckend wirkt.
Gut abgebrüht und zerkleinert nehmen einige Ameisenarten Mehlkäfer.
Abbrühen beseitigt den starken Geruch und zerkleinern knackt das harte Exoskelett der Käfer.

Grüße Wolfgang
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#3 Mehlwurm Puppen verfüttern?

Beitrag von Serafine » 9. Juli 2020, 15:32

Es kann auch sein, dass du zwei Arten von Milben hast. Normalerweise würde ich das für ausgeschlossen halten, aber es gibt ein paar Bezugsquellen da scheint mir das durchaus möglich.
Dass die kleinen Larvenstadien sind ist auch möglich.
Was funktionieren kann ist, eine Dose mit einem kleinen Schwamm in die Arena zu legen (ansonsten trocken halten) mit Löchern die so klein sind, dass nur die Milben durchkommen. Dann kann man zumindest einen Teil recht einfach absammeln. Wenn die auf Mehlwürmer anspringen (aber die Ameisen nicht) kann man das ganze natürlich auch mit Mehlwürmern machen.



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#4 Mehlwurm Puppen verfüttern?

Beitrag von Manticor » 9. Juli 2020, 19:43

Das mit dem überbrühen lese ich ziemlich oft. Lebende Tiere in den Tiefkühler legen halte ich ja noch für relativ harmlos weil ich mir vorstelle wie das Herz immer langsamer schlägt und sie dann schlussendlich sterben, aber überbrühen stelle ich mir irgendwie ziemlich übel vor?! Klar werden solche Tiere nicht über ein Satz Schmerzrezeptoren verfügen wie z.b. Säugetiere oder Menschen aber trotz allem muss ich dabei immer an was grausames denken.

Das soll keine Kritik sein, ich verstehe es nur nicht zur Gänze und vielleicht ist es ja harmloser als man meinen mag. Irgendwie tut mir immer jedes Tier leid. Ich habe auch Schaben, Asseln und Mehlwürmer für andere Terrarienbewohner und selbst die tun mir leid ;)

Hat da jemand nähere Infos zu. Vor allem wie es dem Delinquenten wohl dabei gehen mag.


Liebe Grüße

Sascha



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#5 Mehlwurm Puppen verfüttern?

Beitrag von Johnsonn » 10. Juli 2020, 20:34

Überbrühen und Einfrieren sind beides angesehene und voraussichtlich humane Methoden zur Tötung von Wirbellosen.
Prinzipiell gibt es zwei verschiedene Auslegungen warum jemand sich für das eine oder andere entscheided.

Einfrieren:
Ähnlich wie du das beschreibst gehen Insekten unter bestimmten Temperaturen in eine Schockstarre, in dieser wird ihr Stoffwechsel dann herabgesetzt, wodurch sie längere Perioden wie den Winter überdauern.
Befürworter argumentieren, dass betroffene Lebewesen quasi in einen natürlichen Schlaf verfallen und beim Überschreiten der Toleranzschwelle dann "einfach" nicht mehr aufwachen.
Beachten muss man bei dieser Prozedur, dass nicht alle Parasiten und Sporen verlässlich abgetötet werden können.

Überbrühen:
Einige Befürwörter des Überbrühens argumentieren, dass betroffene Wirbellose beim Einfrieren nicht wie bestimmte Wirbeltiere in einen Schlaf verfallen, sondern lediglich ihren Stoffwechsel herunterfahren und immer noch vollkommen beim "Bewusstsein" sind.
Die Konsequenz daraus wäre, dass das einfrierende Lebewesen stätig und vergeblich ausharrt, während ihre Hämolymphe langsam einfriert und das bildende Eis ihre Zellen zersprengt.
Schlussfolgernd gäbe es sowas wie einen schmerzlosen Tod für Wirbellose nicht, weshalb die humanste Weise des Abtötens auch die schnellste sei. Aufgrund ihres hohen Proteinwertes und ihrer meist sehr geringen Körpergröße ist das Überbrühen eine sehr effektive Methode Futterinsekten möglichst schnell zu erlösen und wird auch aus diesen Gründen industriell bei Garnelen und anderen Krebstieren angewendet.
Zusätzlich ist es auch eine der zuverlässigsten Methoden Parasiten und Sporen schnell und effektiv zu vernichten.

Letzten Endes kommt es auf deine Auslegung an, welches davon das geringere Übel ist.
Solltest du Befürworter des Einfrierens sein, möchtest die Futtertiere aber möglichst milbenfrei verfüttern, empfiehlt es sich die Tiere einfach nach dem Einfrieren kurz abzubrühen.

MfG. Johnsonn
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#6 Mehlwurm Puppen verfüttern?

Beitrag von Siebter Serron » 10. Juli 2020, 21:19

Hängt das nicht auch ein wenig von der Gattung ab ? Es gibt Ameisenarten, die sich von Aas ernähren, also muss eine Lebendfütterung nicht unbedingt notwendig sein. Ich überbrühe die Tiere, die ich verfüttern möchte, um auf Nummer sicher zu gehen. In meiner Fruchtfliegenzucht haben sich mal Milben breit gemacht und ich möchte lieber auf Nummer sicher gehen.



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