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Camponotus nicobarensis - HALTUNGSBERICHT

Unterfamilie: Formicinae
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#345 Camponotus nicobarensis - HALTUNGSBERICHT

Beitrag von Rapunzula » 8. Juni 2021, 21:34

Weiter geht’s

Frau auf Arbeit, Kinder im Bett, da bietet sich doch die Gelegenheit einen Film über meine Camponotus nicobarensis zu machen!

NB: Ich hatte noch nie soviele Probleme mit der Beleuchtung, deshalb die vielen Schnitte!



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#346 Camponotus nicobarensis - HALTUNGSBERICHT

Beitrag von Rapunzula » 10. Juni 2021, 17:58

Weiter geht’s!

Habe eben die einte Arena zusammengefügt, das was ihr hier sieht ist der Müll von 28 Tagen!
Allerdings nur in einer Arena!


Bild 494
Bild 494
Der (international genormte ?!?) Zahnstocher gilt als Größenvergleich!


Fortsetzung folgt…
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#347 Camponotus nicobarensis - HALTUNGSBERICHT

Beitrag von Rapunzula » 12. Juni 2021, 08:40

Weiter geht’s

Ähm wie fange ich es diesmal am besten an:

„AUSBRUCH!“

Ich und weitere Mitarbeiter sind gestern Abend bei einem unserer Arbeitskollegen zum Feierabendbier und Grillieren eingeladen worden. Also sind wir direkt nach der Arbeit auf seine Alpweide gefahren.
Genau in dem Moment wo ich aus dem Auto stieg klingelte mein Telefon.

Meine liebste Frau rief mich an, (liebste ist übertrieben, ich habe ja nur eine!) Also meine liebe Frau war ganz in Panik!
Das ist zwar nichts ungewöhnliches, eigentlich sagt sie dann zuerst immer, es ist nicht schlimm, es ist alles in Ordnung, aber….. (dann kommt meistens irgend so eine Banalität wie z.B. willst Du Tortellini oder Ravioli zum Mittagessen.)

Diesmal nicht!
Diesmal hat sie es nicht gesagt, die Panik blieb!

Sie sagte:“Deine Viecher brechen aus, überall Ameisen, kannst Du nach Hause kommen und mir Helfen die Viecher einzufangen?“

Ich zu Ihr:“
Erstens: Das sind keine Viecher
Zweitens: Das sind Ameisen
Drittens: „Deine“ musst Du nicht jedesmal extra erwähnen, Du selbst hältst Dir ja keine AMEISEN!
Viertens: Ich bin jetzt gerade auf der Weide angekommen, ich kann nicht zurück!
Fünftens: Du kannst jetzt mal lernen wie man mit einer Federstahlpinzette umgeht und wie man die Ameisen wieder in die Arena ZURÜCKPINZETTET!
Sechstens: Staubsauger ist keine Option!
Siebtens: Tottrampeln ist keine Option!
Achtens: Du kannst jetzt mal Sherlock Holmes spielen und suchen wo sie ausbrechen!
Neunzens:Wenn Du dann die Stelle gefunden hast, mach es einfach so, dass sie nicht mehr ausbrechen können!
Zehntens: Ich wünsche Dir einen sehr schönen und entspannten Abend und gib unseren beiden Jungs einen lieben Kuss!“
Elftens: Hast Du bemerkt, ich habe UNSERE Jungs gesagt, ich habe nicht DEINE Jungs oder MEINE Jungs gesagt!“

Danach hat sie genervt aufgelegt!

Ich selbst hatte einen gemütlichen Abend.

Als ich dann etwas nach Mitternacht wieder nach Hause kam, dass mein Frauchen aufm Sofa vorm Fernseher und hat mich relativ böse angeschaut und rüber zu den Ameisen gezeigt und gesagt:“Da, mach die wieder rein“
Es waren noch ca. 30 Ameisen draußen in freier Wildbahn, ich habe sie relativ fix wieder in die Arena befördert und fertig! Es war eine Sache von vielleicht 5 Minuten!

Die Ausbrecherinnen wollen ja irgendwann wieder zurück in die Kolonie, die machen eigentlich ja nur das was sie sollen, die Umgebung auskundschaften um dort irgend etwas Futter und wassermässiges zu finden, evtl auch um einen Ort zu finden an dem für die Königin und Brut noch optimalere Bedingungen herrschen!

Meine Frau hat sogar die Stelle gefunden wo sie rausgekrabbelt sind, an einem Schlauchende welches ins Nirgendwo führt habe ich vor ca. 3-4 Monaten Edelstahlwolle hineingestopft! Die haben es tatsächlich geschafft sich dort einen Weg hindurchzubahnen! So nach dem Motto: Steter Tropfen höhlt den Stein!

Bild 495
Bild 495
Stellt euch vor, sie hat es sogar selbstständig abgeklebt!

Wie auch immer, nun sind alle wieder zurück an ihrem Platz.

Fortsetzung folgt…
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#348 Camponotus nicobarensis - HALTUNGSBERICHT

Beitrag von Rapunzula » 15. Juni 2021, 18:58

Weiter geht’s?

„Das große Sterben!“

Momentan sterben in meiner Kolonie Camponotus nicobarensis sehr viele Ameisen weg, ich halte sie wie bisher, sie haben immer Zugang zu Wasser, kriegen viele Kohlehydrate in Form von Invertzucker und diversen Früchten, sie kriegen viele Proteine inform von Heimchen, Maden und Fleisch.

Also keine Veränderung der Haltungsparameter! Die Königin legt weiterhin froh Eier, die Anzahl der Larven ist riesig!

Aber ganz so beunruhigt bin ich nicht, denn ich habe die Kolonie nun seit ziemlich genau 1.5 Jahren, da die Arbeiterinnen eine (von mir geschätzte) Lebenserwartung von 1-2 Jahren haben, geht meine Milchbüchleinrechnung wieder auf!
Es ist möglich, dass nun die erste Tranche Arbeiterinnen ihr Lebensalter erreicht haben.

Werde nächtstens mal probieren den „Friedhof“ zu filmen oder zu Fotografieren (nun ein Friedhof zu filmen ist fast Sinnlos)

Trotz allem: Fortsetzung folgt…
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#349 Camponotus nicobarensis - HALTUNGSBERICHT

Beitrag von Zitrus » 15. Juni 2021, 20:51

Rapunzula hat geschrieben:
15. Juni 2021, 18:58
ganz so beunruhigt bin ich nicht, denn ich habe die Kolonie nun seit ziemlich genau 1.5 Jahren, da die Arbeiterinnen eine (von mir geschätzte) Lebenserwartung von 1-2 Jahren haben, geht meine Milchbüchleinrechnung wieder auf!
Es ist möglich, dass nun die erste Tranche Arbeiterinnen ihr Lebensalter erreicht haben.
Würde ich auch vermuten und genau wie Eier oftmals in "Wellen" gelegt werden, kann es zeitweise zum vermehrten Sterben von Arbeiterinnen kommen.
Ich war letzten September ziemlich beunruhigt, als plötzlich jeden Tag ein halbes Dutzend Arbeiterinnen und mehr bei meiner zu dem Zeitpunkt noch
ziemlich jungen Kolonie Camponotus compositor starben, aber ich nehme an, dass es sich um die ersten Generationen von Arbeiterinnen handelte
und das Sterben hörte dann auch nach einer Zeit wieder auf.
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#350 Camponotus nicobarensis - HALTUNGSBERICHT

Beitrag von PincoPallino » 15. Juni 2021, 21:37

Hallo Rapunzula,

die Lebenserwartung von Arbeiterinnen war für mich die große Unbekannte in Bezug auf die Koloniegröße. Sollte man nicht eigentlich meinen, dass das bei so einer bekannten Art erforscht ist? Ich habe damals ziemlich viele unterschiedliche Angaben (alles von 1-3 Jahre) zur Lebenserwartung gefunden. Wenn sie wirklich "nur" 1,5 Jahre leben sollten, habe ich einige Tote verpasst. Ich glaube, meine sind 2,5 Jahre alt geworden, bevor ich die ersten Toten gesehen habe.

Kann es sein, dass es innerhalb der Art so deutliche Unterschiede gibt? Sie ist ja auch geographisch weit verbreitet und kommt offensichtlich mit vielen Klimata zurecht. Oder ist die erste größere Generation von Arbeiterinnen evtl. auch mit einer geringeren Lebenserwartung ausgestattet?

Grüße vom Pinco

PS: Auf dem Friedhodf sehe ich eigentlich nur zerstückelte Körper. Sind deine auch solche Leichenschänder?
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#351 Camponotus nicobarensis - HALTUNGSBERICHT

Beitrag von Ameisen-Fan 1 » 15. Juni 2021, 21:47

Schreibt man mittlerweile in einen Haltungsbericht rein? :shock:

(Hoffentlich ja, sonst fühl ich mich schlecht).

C.nicobarensis lebt auch länger. 4 Jahre sind drin.

Die Arbeiterinnen sind nüchtern betrachtet irgendwann auch verbraucht.
Teilweise werden sie sogar von Artgenossinnen zerlegt,
da die älteren / kranken / schwachen Tiere sich nicht aus dem Formicarium heraus bewegen können.

Vor oder nach Ruhepausen wird auch gern selektiert.

Viele Grüße - Kopf hoch
Antbaron
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#352 Camponotus nicobarensis - HALTUNGSBERICHT

Beitrag von Rapunzula » 15. Juni 2021, 23:12

Zitrus hat geschrieben:
15. Juni 2021, 20:51
aber ich nehme an, dass es sich um die ersten Generationen von Arbeiterinnen handelte
Ja bin auch der Meinung, dass es sich um die erste Generation (abgesehen von den Pygmäen die bestimmt schon lange Tot sind!
Ameisen-Fan 1 hat geschrieben:
15. Juni 2021, 21:47
Schreibt man mittlerweile in einen Haltungsbericht rein?

(Hoffentlich ja, sonst fühl ich mich schlecht).
Ich finde es Besser, wenn man direkt in den Haltungsbericht hineinschreibt, solange es nicht überhand nimmt, brauchst Dich also nicht schlecht zu fühlen! 4)
PincoPallino hat geschrieben:
15. Juni 2021, 21:37
Kann es sein, dass es innerhalb der Art so deutliche Unterschiede gibt? Sie ist ja auch geographisch weit verbreitet und kommt offensichtlich mit vielen Klimata zurecht.
Ja, ich denke es gibt bestimmt Unterschiede, vorallem auch was die Haltung anbetrifft. Meine Kolonie fing vor ca. Einem Jahr an zu explodieren, jedoch kann es auch gut sein, dass Arbeiterinnen eher sterben. Ich habe ja andere Haltungsbedingungen (Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Futter, Platz etc) als wie Du, möglich das meine deswegen nicht älter werden weil ich irgend einen Faktor anders habe.
Aber zum Großen sterben meiner Kolonie Siege weiter unten in diesem Post!
PincoPallino hat geschrieben:
15. Juni 2021, 21:37
PS: Auf dem Friedhof sehe ich eigentlich nur zerstückelte Körper. Sind deine auch solche Leichenschänder?
Oh ja, meistens haben die Toten Ameisen keine Beine und Fühler mehr, die Girls sind richtige Leichenfledderer!

Also noch etwas zu „meinem großen Sterben“:

Heute hatte ich wiedermal sturmfreie Bude, weil meine A.. (Ups) liebe Frau wieder am Abend arbeiten ging (ich habe schon mal geschrieben, dass meine Frau nicht so schlimm ist, es gibt der Geschichte nur den richtigen Drive, glaubt mir meine Schwiegermutter ist schlimmer)
Äh wo war ich nochmal, ach ja, da meine Frau arbeiten ging und ich meine beiden Jungs relativ schnell ins Bett gebracht kriegte, konnte ich mich wieder mal meinen Ameisen widmen! Deckel und Ausbruchschutzrahmen von zwei Arenen 400x200 (von meinen Camponotus nicobarensis) und zwei Arenen 200x200 (Camponotus ligniperda und Camponotus herculeanus die gegenüber meiner Frau gar nicht existieren :D ) zu putzen und neues Ausbruchschutzöl anzubringen erfordert seine Zeit! Ich habe auch noch den Dreck der ehemaligen Bismarkarena erneut mit dem Pinsel zusammen“gefegt“ dabei ist mir aufgefallen, dass die Ameisen welche das Pech hatten unter den Pinsel zu gelangen diese Prozedur nicht überlebten und das obwohl ich den Boden aus genau diesem Grund eher nur streichelte als richtig zu fegen!

Es ist also gut möglich, dass ich selbst einen Großteil schuld bin (Mea culpa) dass relativ viele Ladys gestorben sind! Komisch, das ist mir letztes Mal (Samstag oder Sonntag) gar nicht aufgefallen!

Jetzt noch zwei Bilder von meinen Camponotus nicobarensis wie sie an einem Frucht-Jelly „knabbern“


Bild 496
Bild 496

Bild 497
Bild 497


Mittlerweile schaffen sie es in 4-6h so ein Jellyteil restlos zu vertilgen!

Fortsetzung folgt…
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