Farm für Messor barbarus

Allgemeine Fragen und Themen über europäische Ameisenarten.
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Fabey93
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#1 Farm für Messor barbarus

Beitrag von Fabey93 » 24. Juli 2020, 20:38

Hallo ihr Lieben!
Ich bin neben meiner F. rufibarbis auch Besitzer einer kleinen Kolonie Messor barbarus. Mittlerweile müssten es 7 oder 8 Arbeiterinnen sein, was ich so genau nicht sehen kann, da die Gyne seit Schlupf der 5. & 6. Arbeiterin sehr empfindlich für Erschütterungen wurde. Vorher war das gar kein Problem - vielleicht ist das die Ameisen-Pubertät? :D

Jedenfalls dachte ich, statt eines RG-Nestes sei es doch schöner, etwas "Nobleres" zu nutzen, da die Arbeiterinnen auch extrem aktiv sind. Vielleicht suchen sie ja was Besseres zum Wohnen?. Da Messor ja gerne Ytong oder Gips nagen (liest man zumindest), überlege ich, eine Farm zu kaufen (fürs Bauen hab ich zu wenig Werkzeug, Skills und Platz). Nun stellt sich mir die Frage, ob es sinnvoller ist, die Farm mit einem Sand-Erde-Gemisch zu füllen oder DigFix zu benutzen, das ja zu taugen scheint. Und falls digfix, ob man da auch eine Drainageschicht nutzen sollte.
Und ob ich vielleicht statt einer 20x10cm Farm zwei 10x10er holen sollte, um einem trockenen sowie einen feuchten Nestbereich besser kontrollierbar herzustellen?
Achja und: wäre ein Innenabstand der Glasplatten von 2cm oder 1cm besser für Messor barbarus?
Mit einem 20-30cm Schlauch sollte vorerst ja auch eine erweiterbare, winzige Arena reichen, oder?

Das waren ja jetzt doch einige Fragen, aber vielleicht könnt ihr mir ja ein paar beantworten.
Danke schon mal! :)

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Fabey93
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#2 Farm für Messor barbarus

Beitrag von Fabey93 » 26. Juli 2020, 12:05

Eigentlich will ich auch gar nicht nerven oder so, aber da ich in 2 Wochen Vater werde und vorher alles geregelt haben wollte, wär ich schon froh, wenn ihr meine Fragen teilweise beantwortet :?

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Zitrus

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#3 Farm für Messor barbarus

Beitrag von Zitrus » 26. Juli 2020, 12:23

Fabey93 hat geschrieben:
24. Juli 2020, 20:38
Nun stellt sich mir die Frage, ob es sinnvoller ist, die Farm mit einem Sand-Erde-Gemisch zu füllen oder DigFix zu benutzen, das ja zu taugen scheint. Und falls digfix, ob man da auch eine Drainageschicht nutzen sollte.
Ich habe ja wirklich wenig Ahnung, geschweige denn Haltungserfahrung, was Messor angeht aber nach allem, was ich gesehen habe, soll DigFix und Messor
eine gute Kombination sein. Im Demo-Video vom Antstore habe ich keine Drainageschicht gesehen und das wäre wohl auch nicht sinnvoll, da das Material
kein Wasser durchsickern lässt, sondern es eher aufsaugt, wie ein Schwamm.
Fabey93 hat geschrieben:
24. Juli 2020, 20:38
Und ob ich vielleicht statt einer 20x10cm Farm zwei 10x10er holen sollte, um einem trockenen sowie einen feuchten Nestbereich besser kontrollierbar herzustellen?
Achja und: wäre ein Innenabstand der Glasplatten von 2cm oder 1cm besser für Messor barbarus?
Mit einem 20-30cm Schlauch sollte vorerst ja auch eine erweiterbare, winzige Arena reichen, oder?
Ich würde mir die 20x10er (oder größer, wenn es die größer gibt) besorgen mit 2cm Innenabstand. Das dürfte ein Weilchen reichen und beim DigFix bleibt der
untere Bereich scheinbar sowieso trockener, wenn du nicht Unmengen Wasser drauf schüttest. Fürs erste brauchen sie denke ich nicht mehr, als eine kleine
Arena aber du kannst ihnen natürlich auch gleich was größeres anbieten.
Fabey93 hat geschrieben:
26. Juli 2020, 12:05
Eigentlich will ich auch gar nicht nerven oder so, aber da ich in 2 Wochen Vater werde und vorher alles geregelt haben wollte, wär ich schon froh, wenn ihr meine Fragen teilweise beantwortet :?
Glückwunsch! Nicht vergessen, sich einzulesen bezüglich der Haltungsbedingungen. :mrgreen:
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#4 Farm für Messor barbarus

Beitrag von TheDravn » 26. Juli 2020, 13:31

YTong/Gips geht schon bei Messor barbarus und handwerklich muss man dafür auch kein Talent haben. Sie können sich zwar dort durch nagen, aber das geschieht meist nur bei zu wenig Platz und auch nicht von jetzt auf gleich wird das Nest durchgeknabbert. Wenn man da trotzdem sorgen hat, kann man das Nest in einem Kasten setzen, ich nehme Holz zur Optik, ist zwar nicht 100% sicher, aber hilft. 100% Schutz fürs durchknabbern ist Plexiglas drum rum zu verkleben oder wie Erne es machen, dem Gips einen guten Anteil an Zement untermischen oder ganz auf Zement gehen, wenn man eine Gießform hat.

Solche Nester finde ich besser als die Plattennester, sind billiger in der Anschaffung, man ist flexibel und bei längerer Haltung hab ich schon oft gesehen, dass das Nestmaterial fast komplett ausgetragen wurde und nur noch die Platten teilweise da waren.

Aber davon abgesehen, ich würde dieses Jahr noch kein neues Nest anbieten und beim RG bleiben, es sind noch nicht so viele Arbeiterinnen und in einem RG ist die Winterruhe bei einer kleinen Kolonie einfacher und sicherer zu schaffen, als bei einem großen Nest
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#5 Farm für Messor barbarus

Beitrag von Fabey93 » 26. Juli 2020, 14:49

TheDravn hat geschrieben:
26. Juli 2020, 13:31
Aber davon abgesehen, ich würde dieses Jahr noch kein neues Nest anbieten und beim RG bleiben, es sind noch nicht so viele Arbeiterinnen und in einem RG ist die Winterruhe bei einer kleinen Kolonie einfacher und sicherer zu schaffen, als bei einem großen Nest
Das war auch der ursprüngliche Plan, aber die Kleinen lagern ihre Insekten an der Watte des RGs, weshalb die schon komplett schwarz verfärbt ist. Deshalb dachte ich an ein kleines externes Nest.
Andererseits überzeugte mich nach längeren Überlegungen auch die Idee, ein internes Nest zu nutzen. Bei Obi gäbe es z.B. Ytong-Blöcke, die genau auf die Langseite eines Formis passen würden. Wäre es denn prinzipiell vorstellbar, ein Ytong-Nest mit feuchtem Sand-Lehmgemisch bis auf eine Kammer fest zu verfüllen, damit die Ameisen es bei Bedarf selbst freilegen können?

Und mit Zement wäre das Nest wirklich Ausbruchsicher?

dmeise
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#6 Farm für Messor barbarus

Beitrag von dmeise » 26. Juli 2020, 18:05

Hallo und willkommen im Vogelforum,

Ich halte die selbe Art wie du: Schmutzfinke!
Scherz beiseite, Messor Barbarus, 14 Arbeiterinnen aktuell. Der neue Schwung an Arbeiterinnen kommt auch in ca. 2 Wochen!

Die Watte war vorübergehend komplett schwarz, was mir auch Sorgen bereitet hat. Das gekaufte Nest und neue RG wurden jedoch ignoriert - und siehe da, vor ein paar Tagen haben sie die Watte selber ziemlich gut gereinigt!

Ich würde tatsächlich einfach nur ein abgedunkeltes RG in der Arena ablegen, und die Damen einfach mache lassen.

VG

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Fabey93
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#7 Farm für Messor barbarus

Beitrag von Fabey93 » 26. Juli 2020, 20:20

Okey,
Dann werde ich mal morgen die größte der Godmorgon-Boxen aktivieren und mit Gips als Bodengrund befüllen und sie zwecks Schaffung von Auslauffläche da rein verfrachten. Die kleine ist schon arg klein.
Dass ein RG für die erste Winterruhe reicht, kann ich mir noch nicht wirklich vorstellen, aber bei meinen F. rufibarbis hat es auch geklappt^^
Dachte nur, wenn der Bub dann da ist, liegt der Fokus auf ihm, aber prinzipiell kann ich ja dann die Winterferien der Uni zum basteln/Anschaffungen machen nutzen.
Danke euch für eure Antworten schon mal :)

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#8 Farm für Messor barbarus

Beitrag von Fabey93 » 26. Juli 2020, 22:23

dmeise hat geschrieben:
26. Juli 2020, 18:05
Die Watte war vorübergehend komplett schwarz, was mir auch Sorgen bereitet hat. Das gekaufte Nest und neue RG wurden jedoch ignoriert - und siehe da, vor ein paar Tagen haben sie die Watte selber ziemlich gut gereinigt!
Mhm... bei mir entfernen sie teilweise auch die Watte... habe ja ein wenig Angst, dass sie irgendwann am Wasser angelangen ...

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