Camponotus herculeanus Haltungsbericht - Ein Versuch

Unterfamilie: Formicinae

Camponotus herculeanus Haltungsbericht - Ein Versuch

Beitragvon Manadil » 30. Januar 2019, 15:05

Servus miteinander!
Ich bin seit heute Mitglied dieses Forums und möchte mich gleich mal an einem Haltungsbericht versuchen.

Da ich so etwas noch nie zu vor gemacht habe, bin wenig in Foren als Autor unterwegs, habt etwas Gnade. :braver:

Momentan besitze ich 2 Ameisen Kolonien. Einmal eine 80-100 Frauen starke Pheidole pallidula Kolonie (ist gerade mal 4 Monate alt und macht sich prächtig) und eine frisch eingetroffene Camponotus herculeanus Gyne mit 4 Arbeiterinnen.

Wie man im Titel schon lesen kann möchte ich hier über meine Camponotus herculeanus berichten.
Ich habe mir diese große und inaktive Art ausgesucht da ich gerne mehr vom Tagewerk der Ameisen beobachten möchte und das ohne das mich die Pflege der Tiere die nächsten 1-2 Jahre zu viel Zeit kostet. Die Pheidole pallidula sind zwar sehr schön anzuschauen und ich möchte sie nicht mehr abgeben, aber da diese Arbeiterinnen Größenordnungen von 2mm haben kann man leider mit bloßen Augen kaum oder schwer sehen was einzelne Tiere so den Tag über machen.

Kurz zu den Eigenschaften von Camponotus herculeanus:

Die auch Schwarze Rossameise genante Art gehört mit zu den größten Ameisen Europas und ist auch hier in Deutschland heimisch. Sie leben am liebsten in Lebend- oder Totholz einer Fichte und können dort riesige Nester "bauen".
Zur Verteidigung und Jagd besitzen sie eine Giftdrüse und kräftige Mandibeln (Beißwerkzeug).

Königin: Größe: 14 - 16mm
Arbeiterinnen: Größe: 6 - 13mm (Minor, Media und Majorarbeiterinnen)

Nahrung: Honiglösung, Zuckerlösung, Insekten z.B. Fliegen,Mücken, Heimchen
Winterruhe: von Ende Oktober bis Ende März (besitzt einen endogenen Rhythmus = sie entscheiden selber wann es Zeit ist schlafen zu gehen)


Tag 1 - Die Ankunft

Ich habe meine Gyne mit ihren 4 Arbeiterinnen bei Antstore erworben und sie wurden heute geliefert.
Dank Makroobjektiven usw. verliert man leicht auf Bildern und in Videos die Fähigkeit einzuschätzen wie groß den diese wirklich sind, daher überraschte mich die tatsächliche Größe der Ameisen. Aber nur zum positiven! Die Gyne sieht sehr beeindruckend aus, genauso wie ihre Arbeiterinnen. Desweiteren hatte sie schon ein kleines Häufchen Eier unter sich liegen (7-12 Stk., das zählen gestaltete sich sehr schwierig).
Die Arbeiterinnen wie auch die Gyne waren sehr aktiv, erkundeten das RG eifrig und suchten nach was fressbaren. Als ich daraufhin ein Tropfen Honigwasser in das RG träufelte war ich sehr erstaunt, wie alle der 5 Bewohner sich darauf stürzten und es in wenigen Minuten komplett leer tranken. Der Nachschub den ich eine Stunde danach anbot wurde aber nicht angerührt.

Da die Kolonie so aktiv war wollte ich die Winterruhe eigentlich vorzeitig beenden, aaaaaaaber mir fiel nach ein paar Stunden auf das die Gyne sehr gestresst wirkte (rannte die ganze Zeit durch die Gegend und lies ihre Eier einfach links liegen :confused: was für eine Rabenmutter :nono:), der Transport war wohl doch heftiger als angenommen.
Da ich Angst hatte das die Gyne mir verstirbt, lagerte ich das Reagenzglas mit einem Tropfen Honig erstmal in meiner Besenkammer (dort hat es ca. 5-9 Grad) damit die junge Kolonie ungestört ihre Winterruhe langsam zu Ende bringen kann.

Ende Februar/Mitte März werde ich diese dann langsam wieder an wärmere Temperaturen gewöhnen. In der zwischen Zeit wird alle paar Tage nach dem werten Befinden meiner Hoheit geschaut :braver:

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Re: Camponotus herculeanus Haltungsbericht - Ein Versuch

Beitragvon Manadil » 12. Februar 2019, 14:21

Tag 14 - Tiefer Schlaf

Seid zwei Wochen ist meine kleine Kolonie nun in meinem Besitzt.
Wie zu erwarten schlafen oder ruhen die Ameisen friedlich in ihrem Reagenzglas. Alle zwei bis drei Tage schaue ich kurz mal ob alles okay ist, sich kein Kondenswasser am Reagenzglas bildet oder ob es in meiner "Besenkammer" zu warm wird.
Bisher ist alles in bester Ordnung! Ich kann den Tag der "Auswinterung" kaum erwarten.

Bis dahin beschäftige ich mich mit meiner Pheidole pallidula Kolonie deren Population wirklich explodiert ist! Mittlerweile fressen die kleinen bis zu 2 Wüstengrillen oder 5 Mehlwürmer am Tag :irre:
Werde die Protein zufuhr ein wenig drosseln um das Wachstum etwas besser steuern zu können (natürlich ohne das das Völkchen Hunger leiden muss!)

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