Erdnest für große Messor Kolonie

Allgemeine Fragen und Themen über europäische Ameisenarten.

Erdnest für große Messor Kolonie

Beitragvon Zitrone22 » 13. Februar 2019, 11:15

Hallo Ich habe ja vor knapp einem Jahr eine gut 5000 Arbeiter starke Messor barbarus Kolonie erstanden mit 2 Arenen und einem Holtznest, das sie damals schon nicht benutzten. Nun wurde mir ja schon mehrmels, auch hier im Forum ein Betonnest vorgeschlagen, nun habe ich damit 2 Probleme. Erstens es ist rellativ aufwendig in der Herstellung und 2. Die Ameisen stehen in meinem Schlafzimmer und ein Betonnest sieht, nachdem was ich bis jetzt gesehen habe, nicht besonderst schön aus.

Daher kam ich auf die Idee einfach ein Erdnest zu "Bauen" da herkömmliche Erdnester von der Größe niemals reichen, daher ist meine Idee einfach ein Aquarium 60x30x35 auf 20 cm mit Erde zu befüllen und die Ameisen dort ihr eigenes Nest selber bauen zu lassen.
Daher meine Frage, würde sowas funktionieren oder hat jemand schonmal Vergleichbares probiert ?
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Re: Erdnest für große Messor Kolonie

Beitragvon Basti87 » 13. Februar 2019, 11:31

Gehen tut das ganz gut.
Frage ist wo machen Sie die Erde hin vom buddeln?
Hast noch 10cm nach oben, das ist nicht gerade viel.
Einsicht in das Nest haste quasi null.
An sich schöne Idee.
Aber was spricht gegen nen Betonnest?
Meinte die Beton oder ytong?
Ja ytong können sie zerbeisen, lässt sich selber gut bearbeiten.
Bei Beton würde ich es Gießen und dann später farblich gestalten, geht ja ganz gut.
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Re: Erdnest für große Messor Kolonie

Beitragvon Serafine » 13. Februar 2019, 12:24

Nur mal so zur Orientierung, das ist was eine KLEINE Messorkolonie (ca. 100 Arbeiterinnen) innerhalb einer Nacht mit einem Becken voller Erde macht:
Messor 24h.jpg

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Re: Erdnest für große Messor Kolonie

Beitragvon Harry4ANT » 13. Februar 2019, 12:47

Würde dir da für M. barbarus echt zu Ytong raten.

Das geht echt sehr schnell von der Hand ohne besonderes Werkzeug oder handwerkliche Kenntnisse, man hat eine prima Einsicht und es sieht auch noch gut aus (z.B. intern in einem Aquarium) und so ein Ytong Stein kostet ca. 2 € das Stück im Baumarkt um die Ecke.
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Re: Erdnest für große Messor Kolonie

Beitragvon Zitrone22 » 14. Februar 2019, 12:18

Ytong beisen sie durch sonst würde ich das ja machen :)
habe sogar noch ein altes vom ehemaligem besitzer der dises genau aus disem grund aufgab und besagtes holznest baute.
Ich werde eventuell ein kleinen Y-tong forne einlassen und nach hinten öffnen so das sie dises separat nutzen können und ich ein wenig nesteinsicht behalte.
Was für mich noch eine frage darstellt ist wie das mit der feuchtigkeit und dem Halt aussiet wiviel Lehm sollte in der erde sein
brauch ja 40 50 kg je nach dichte daher wollte ich teicherde nehmen würde das Funktionieren
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Re: Erdnest für große Messor Kolonie

Beitragvon Harry4ANT » 14. Februar 2019, 17:38

Naja das sie im Laufe der Zeit ein Loch reinmachen "können" wenn es langsam voll wird ist wohl richtig. Aber nicht in dem Sinne das sie sich mal eben kurz durchbuddeln.

Wie groß sind den die vorhandenen Arenen ? Eine entsprechende interne Lösung mit Ytong kommt nicht in Frage? Finde ich pers. halt eine wirklich sehr schöne Variante.
Arena dann darüber. Hinten wird mit Styropor aufgefüllt, dazwischen ein Plexi oder in den Spalt kommt Kies &/oder eine dünne Gipsschicht.

Könntest du schön auf 2 Becken / 6 Seiten (bzw. 3 becken / 9 Flächen) verteilen.

Auch bei extern kannst du außen eine Gipsschicht auftragen oder mit Plexi oder Holz arbeiten als "Rahmen"


Ich denke halt du wirst keine Freude haben bei einem Erdnest in Kombination mit einer großen Messor Kolonie. Wird wohl eine Riesensauerei.
Mit Pheidolen oder ähnlichem sieht das wieder anders aus.
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Re: Erdnest für große Messor Kolonie

Beitragvon WardenOfTheNorth » 15. Februar 2019, 23:25

Schön zu hören, dass die Kolonie noch fidel ist.
Also sowohl das Ytong-Nest als auch das Gipsnest haben der Kolonie sehr gut getan. Den Ytong haben sie damals zwar angeknabbert, aber da waren sie noch zahm genug. Mittlerweile würde ich den Ytong wie Harry4Ant geschildert hat aber auch auf eine Weise einglasen, dann besteht ja keine Gefahr der Flucht.

Das Gipsnest ist zum einen an der undichten Umsetzung gescheitert, hatte aber auch einfach zu wenig Kapazität für den großen Aufwand gebracht, daher der Test mit dem Holznest. Aber da hat die Funktion ja leider nicht gepasst für die Kleinen. Viel Wohnraum ansehnlich zu schaffen ist mir nie gelungen.

Mit der Erde kann ich Serafine auch nur zustimmen...jegliche Erde wurde von ihnen versetzt. Kakteen-leergebuddelt, Steine-untergraben, Farm-leergeschaufelt. Ich glaube das Volumen für ein funktionierendes Erdnest kann man im Innenbereich einfach nicht bieten.

Teicherde würde ich überlegen, ob man die altbacken muss, damit keine Keime reinkommen. Wobei sich da vielleicht auch die Ansichten unterscheiden.
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Re: Erdnest für große Messor Kolonie

Beitragvon Zitrone22 » 21. Februar 2019, 11:54

Ich kann mir gut vorstellen das inen ein eingelasenes Y tong gefält aber der platz reicht im leben nicht wen ich das Ytong 5cm dik mache und vorne ca 20 mal 60 Ytong das reicht doch nicht für 6000 Arbeiterinnen oder ? Momentan sind es nur die 2 Arenen die viel zu klein sind ich komme mit der wasserversorgung nicht hinterher ohne das die stämme schimmeln Daher brauche ich die erweiterung mit dem Aqarium und da wird es schon knapp mit dem platz Auserdem habe ich ein wenig angst Das sie ähnlich wie beim holtznest das Y-tong nicht annemen weil ihnen irgend etwas nicht past und sie bleiben im Schlauch was dann ?

PS: Schön Mal wieder was von dir zu hören hat das alte Y-tong löcher ? könnte es eventuel wieder verwenden vür diese oder eine andere kolonie.
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