Drosophila Zuchtansatz

Futtertiere, Futtertierhaltung, Diskussion, sonstige Überlegungen und Ideen

Re: Drosophila Zuchtansatz

Beitragvon Harry4ANT » 11. April 2019, 12:06

Ich habe mir damals so ein recht günstiges Set gekauft (X Dosen, X Strümpfe, Portion Holzwolle, meine je 50 Stück) und dabei war eine große Dose Drosofix.
Kostet ca. 5 €/500g - recht ergiebig und kann man Bananenbrei usw. gestreckt werden.

Damit hat es recht gut funktioniert mit der Zucht, auch fliegt da keinerlei Dreck mit raus bei der Entnahme. Der Brei bleibt stabil am Boden der Dose und es fallen wirklich nur Fliegen heraus.
Der Brei hält ca. 2 Wochen bis er anfängt zu gammeln - dann sollte ein neuer Zuchtansatz / Dose gestartet werden.

Für die Entnahme habe ich immer eine separate größere Dose mit Deckel auf den Tisch gestellt (aus dem Gefrierfach, also schon entsprechend kalt), die Zuchtdose schräg darüber, ein Stück der Strumpfabdeckung geöffnet und etwas geklopft.
Einen Teil eingefroren, einen Teil direkt lebend verfüttert. Das war aber für Pheidole in einem flachen Formicarium mit Deckel.

So hatte ich immer recht schnell große Mengen an Fliegen im Gefrierschrank, die ich dann mit einem Löffel direkt aus der Gefrierdose portioniert habe.

Die Temperatur der Zuchtdose sollte so bei ca. 20 bis 25 Grad sein.
A.octospinosus_ :verrueckt: _C.cosmicus_ :) _T.nylanderi_ :verrueckt: _C.nicobarensis_ :) _P.megacephala_ :verrueckt: _A.gracilipes_ :) _M. barbarus_ :verrueckt: _C.japonicus_ :) _C.fellah

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Re: Drosophila Zuchtansatz

Beitragvon Unkerich » 11. April 2019, 14:12

Hi,
ich züchte sowohl D. hydei als auch D. melanogaster.

Dabei habe ich, insbesondere mit D. hydei, immer hervorragende Ergebnisse mit einem ganz simplen Rezept.
Ich nehme etwas Apfelmus (selbstgemacht oder from Discounter; völlig egal) mische diesen mit zarten Getreideflocken, gebe etwas Hefe und einen winzigen Schluck Essig hinein; fertig.
Wenn vorhanden kann noch etwas frisches Obst, wie überreife Banane dazugegebenen werden, das muss aber nicht sein.
Der Brei sollte relativ flüssig sein, jedoch nicht so, dass die Fliegen ertrinken können. Das kann mit Wasser, Fruchtsaft o. Ä. geschehen.

Nun etwas Holzwolle drauf, einige Fliegen rein, Strumpf drauf, fertig.

Aufgestellt bei Zimmertemperatur und gut belüftet fängt dieser Brei bei mir auch kaum an zu schimmeln. Eher wird er aufgefressen oder trocknet irgendwann aus.
Auch darf die Temperatur nicht über 25 °C liegen, da dann die Produktivität massiv nachlässt.

Ich persönlich empfinde D. hydei für die meisten Zwecke als bessere Wahl, evtl. sind sie etwas weniger produktiv, wiegen dies jedoch durch ihre größere Körpergröße und Masse locker wieder auf.


An größere Kolonien verfüttere ich lebend, kleine bekommen tote Fliegen.
Milben treten leider hin und wieder auf, sind aber in der Regel nicht problematisch, solange sie lediglich im und am Nährbrei der Fliegen leben, also nicht auf den Tieren sitzen.



Grüße
Meine Haltungsberichte: Camponotus substitutus, Camponotus socius, Solenopsis fugax

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Re: Drosophila Zuchtansatz

Beitragvon Lufos » 11. April 2019, 17:46

Bei meiner kleinen Kolonie züchte ich auch nicht selber. Die gekaufte Menge reicht sicher Monate, wenn nicht sogar die gesamte Saison. Zusätzlich habe ich auch noch Mehlkäferlarven.

Zur Fütterung: Ich habe ein paar Tage rumgetüftelt und nun eine für mich sehr gute Variante gefunden. Ich habe ein Stück Strumpfhose (Danke an meine Frau) abgeschnitten und daran einen kleinen Plastiktrichter (Danke an meinen Sohn) drangeklebt. Den Strumpf mit Trichter dann über die Zuchtansatzdose gesteckt. Durch den Trichter schüttele ich nun die Fliegen in einen kleinen Behälter, welcher mit Frischaltefolie abgedeckt ist (inkl. Loch für den Trichter). Der Behälter kommt dann ins Gefrierfach und wird am nächsten Tag ein ein kleines Gläschen umgefüllt. Gefüttert werden sie dann gefroren einfach in die Arena gelegt. So kann ich alle paar Tage in 1-2 Minuten mehrere Fliegen ohne Verluste einfrieren.

Bei Bedarf kann ich gerne auch Fotots von der Anordnung machen. :-)

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Re: Drosophila Zuchtansatz

Beitragvon Erne » 13. April 2019, 22:46

Die Haltung, bzw. die Unterbringung von Fruchtfliegen ist für unsere User durchaus interessant.
Wenn Du davon Bilder machen kannst, werden sicherlich gerne genommen.

Die käuflichen Ansätze von Fruchtfliegen können richtig viele Fliegen bringen.

Fruchtfliegenansatz.jpg

Diese aufzubrauchen, zu verfüttern wird nur bei größeren Völkern entsprechenden Verbrauch bringen.
Fruchtfliegen einzufrieren über längere Zeit (2 – 3 Wochen) und diese danach zu verfüttern, damit habe ich keine brauchbare Akzeptanz beobachten können.

Grüße Wolfgang

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Re: Drosophila Zuchtansatz

Beitragvon Safiriel » 14. April 2019, 12:07

Ich halte diese Ansätze immer zunächst für ein bis zwei Wochen, und dann friere ich den Rest ein. Eingefroren bleiben sie glaub ich schon 1-2 Monate, da ich die größeren Kolonien/Ameisen dann wieder mit größeren Insekten füttere.

Probleme bei der Akzeptanz hatte ich weniger. Vielleicht liegt es daran, dass sie in einem sehr kleinen Döschen für Kräuter im Gefrierschrank lagern?
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Re: Drosophila Zuchtansatz

Beitragvon Lufos » 14. April 2019, 12:23

kann man die Puppen mit verfüttern, oder sind die zu hart?

Fotos mache ich bei Gelegenheit mal.
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Re: Drosophila Zuchtansatz

Beitragvon Sebantian » 14. April 2019, 13:29

Lufos hat geschrieben:kann man die Puppen mit verfüttern, oder sind die zu hart?

Fotos mache ich bei Gelegenheit mal.


Das Problem mit den Puppen ist

a) die kleben relativ fest, also hat man eh Probleme die meisten heraus zu bekommen.
b) alle Ameisenarten, denen ich mal welche gegeben habe, haben die ignoriert, aber evtl. gehen ja reine Körnerfresser wie beispielsweise Messor auch an die Puppen (die gehen z. B. auch an Puppen anderer Fliegenarten)
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