Das Dilemma mit neuen Arten auf dem Markt

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Das Dilemma mit neuen Arten auf dem Markt

Beitragvon Erne » 24. November 2017, 22:36

Mit der Ameisenhaltung ist es nicht mehr viel anders wie in unserer heutigen Konsumgesellschaft,
ständig sind neue Angebote nachgefragt, möglichst billig und schnell.
Naja so ein kleiner Kick könnte vielleicht auch nicht schaden, invasive Arten das wäre es doch oder?
Zumindest könnte eine Haltung solcher Arten oder schon alleine die Nachfrage, wie solche Arten zu halten sind, für ordentliche Aufmerksamkeit sorgen.

Ameisen werden heutzutage ohne Informationen gekauft, einfach nach den Angaben die Verkäufer bereitstellen.
Animierende Bilder, breit gestreute, allgemeine Angaben, das ein oder andere Werbevideo und es wird schon klappen mit dem Verkauf.
An für sich ist das doch alles was Ameisenhalter brauchen.

Zudem kann ich mich nicht mehr der Schlussfolgerung entziehen, dass Foren gezielt genutzt werden,
um mit intelligent gemachten Berichten, Beiträgen, Werbung für Ameisen und Produkte zur Ameisenhaltung zu platzieren.
In der Wirtschaft gibt es dafür die Lobbyisten.

Ameisenhalter wollen Ameisen kaufen und das zu jeder Jahreszeit.
Reicht das schon, eher nicht, Arten die noch Keiner gehalten hat, das wäre doch was.

Das lässt sich doch sicherlich was machen?
Ja lässt sich, ein Blick in die Foren reicht dafür aus.
Fast täglich gibt es Nachfragen zu Arten die vorher kaum Jemand gekannt hat.
Neben unterschiedlichen Problemen sind Haltungsparameter gesucht und damit geht es los, das Dilemma.

Neue Arten auf dem Markt, woher sollen geeignete Haltungsparameter kommen?
Es gibt keine Halter die mit Hilfe zur Seite stehen könnten.
So schnell wie neue Arten angeboten werden, ist es nicht machbar, mit mehrjährigen Haltungserfahrungen aufzuklären.

Gut dass es noch die Verkäufer gibt, die müssen entsprechende Informationen liefern.
Allerdings lesen sich einige Informationen, näher betrachtet als reichlich verallgemeinert, eher so, dass sie für viele Arten passen könnten.
Ist nicht verwunderlich, dass Verkäufer deshalb kritisiert werden.
Sicherlich wäre es angebracht, dass von Seiten der Verkäufer, umfassende Informationen zu den von ihnen angebotenen Arten enthalten sind.
Meint Ihr, dass ihr dann noch ständig neue Arten kaufen könntet?

Nicht alle, allerdings so meine Sicht, suchen immer mehr Ameisenhalter nach neuen Arten, die es sich lohnt zu halten, nicht ganz richtig, es eine Herausforderung ist, diese zu halten.

Das könnte der Kick sein, der auch erfahrene Halter vor die Aufgabe stellt, all ihr Können und Wissen einzusetzen, um den Versuch zu starten, Arten zu halten, wo Informationen mehr als dürftig sind.
Die Kehrseite der Medaille, auch Einsteiger in die Ameisenhaltung kaufen solche Arten und kommen in die Foren, weil sie nicht weiter kommen, Hilfe suchen.

Ein weiteres Dilemma, wir können nicht wirklich helfen.
Bestenfalls Informationen über Lebensräume, Klimatabellen, Informationen über ähnliche Arten die gehalten wurden.

Grüße Wolfgang

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Re: Das Dilemma mit neuen Arten auf dem Markt

Beitragvon Nobody- » 24. November 2017, 22:53

Hi,

ich denke bei diesen Worten wird sich fast jeder selbstkritische Halter in irgendeiner Form wiederfinden.
Ob es nun in der Haltung von Arten ist die nicht jeder hat, ob es kritisierende Worte zu einem Shop sind dessen Angaben möglicherweise nicht stimmen.
Jeder Halter möchte gerne Info´s, aber woher nehmen wenn der Sammler schweigt, der Importeur nur die Dollars sehen will ?
Den Anreiz für irgendwelche Daten gibt der Kunde, nämlich wir, wenn wir kaufen und nicht selbst sammeln.
Letztendlich bekommen wir das was wir unterbewusst fördern.

Gruß Nobody

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Re: Das Dilemma mit neuen Arten auf dem Markt

Beitragvon Serafine » 25. November 2017, 01:34

Erne hat geschrieben:Mit der Ameisenhaltung ist es nicht mehr viel anders wie in unserer heutigen Konsumgesellschaft,
ständig sind neue Angebote nachgefragt, möglichst billig und schnell.

Das gilt für praktisch jedes populäre Hobby, Ameisenhaltung ist da leider mit von betroffen aber in absolut keinster Weise irgendwie besonders oder gar außergewöhnlich.
Gerade im Tierhaltungsbereich hat man das schon seit Jahren mit Spinnen, Reptilien, Amphibien und Fischen.

Erne hat geschrieben:Naja so ein kleiner Kick könnte vielleicht auch nicht schaden, invasive Arten das wäre es doch oder?
Zumindest könnte eine Haltung solcher Arten oder schon alleine die Nachfrage, wie solche Arten zu halten sind, für ordentliche Aufmerksamkeit sorgen.

Viele Menschen, besonders jede die in sozialen Medien unterwegs sind, streben nach Aufmerksamkeit und Bestätigung - dass das im Tierhaltungshobby mit möglichst exotischen/besonderen Arten am leichtesten gelingt ist klar (mittlerweile gibt es sogar Youtuber, die animierte Bilder von seltenen Exoten in ihre Videos faken).

Was die meisten aber vergessen ist, dass ein seltener Exot noch keinen guten Haltungsbericht macht und dass man auch "gewöhnliche" Arten mit einem guten HB spannend und interessant beleuchten kann. Aber das bedeutet natürlich mehr Arbeit - einfach was seltenes bestellen und ein paar Fotos/Videos ins Internet klatschen geht einfacher und schneller.

Erne hat geschrieben:Ameisen werden heutzutage ohne Informationen gekauft, einfach nach den Angaben die Verkäufer bereitstellen.
Animierende Bilder, breit gestreute, allgemeine Angaben, das ein oder andere Werbevideo und es wird schon klappen mit dem Verkauf.
An für sich ist das doch alles was Ameisenhalter brauchen.

Ameisenhaltung ist zu großen Teilen immernoch Versuch und Irrtum - der akademische Wissensstand dazu ist geradezu lächerlich winzig, weil längerfristige Ameisenhaltung in der Ameisenforschung bis auf weniger Ausnahmen immernoch nahezu komplett ignoriert wird.
Und die wenigen Wissenschaftler die sich überhaupt mit der Ameisenhaltung beschäftigen führen tendenziell eher einen persönlich motivierten sinnlosen Kleinkrieg dagegen, anstatt mit der angemessenen Verantwortung und Würde zu führen. Warum müssen wir auf Youtube-Videos von Amateurhaltern oder Ameisenshops zurückgreifen, um auch nur zu erfahren wie man ein Reagenzglas-Setup für eine Gründerkolonie vorbereitet? Warum gibt es dazu keine professionelle Webseite z.B. einer Universität?
Das wäre doch mal ein Ansatz um sich als spezialisierter Experte produktiv in das Hobby einzuklinken, sich durch professionelle Hilfestellung für Amateurhalter Anerkennung zu verdienen und mit der gewonnenen Reputation die schlimmsten Auswüchse des Hobbies zu verhindern oder wenigestens zu minimieren.

Erne hat geschrieben:Zudem kann ich mich nicht mehr der Schlussfolgerung entziehen, dass Foren gezielt genutzt werden,
um mit intelligent gemachten Berichten, Beiträgen, Werbung für Ameisen und Produkte zur Ameisenhaltung zu platzieren.
In der Wirtschaft gibt es dafür die Lobbyisten.

Foren sind sowas von von gestern. Die spielen vielleicht noch auf dem amerikanischen Markt eine Rolle, der praktisch noch am Anfang steht, wobei selbst dort längst fast alles auf sozialen Medien wie Youtube, Facebook oder Twitter stattfindet.
Kein vernünftiger Händler wird noch versuchen großartig in Foren Werbung (die eh gelöscht wird) für seine Produkte zu machen, die öffnen einfach einen Youtubekanal und stopfen den mit Unterhaltungsvideos voll - AntsCanada ist da wohl der schlimmste Auswuchs (zumindest was Clickbait, Entertainmentfokus und Märchengeschichten angeht), aber auch bei einigen deutschsprachigen Youtubern bekommt man regelmäßig das Grauen wenn man sich anschaut wie die teilweise mit ihren Ameisen umgehen (Boxen schütteln, Boxen auf den Tisch knallen, exotische Ameisen in der Wohnung herumlaufen lassen, etc.).
Bei solchen Vorbildern braucht man sich nicht wundern, wenn deren Follower noch verantwortungsloser mit ihren Tieren umgehen.

Erne hat geschrieben:Fast täglich gibt es Nachfragen zu Arten die vorher kaum Jemand gekannt hat.
Neben unterschiedlichen Problemen sind Haltungsparameter gesucht und damit geht es los, das Dilemma.

"Fast täglich" halte ich jetzt für leicht übertrieben. Zumal man für die meisten Arten die ungefähren Haltungsparameter auch an ihrer Herkunft ablesen kann. Ameisen sind recht anpassungsfähig und gehen nicht sofort ein wenn die Temperatur oder Luftfeuchtigkeit nicht exakt stimmt (Ausnahme Pilzzüchter, da können auch kleine Abweichungen relevant sein).
Im Zweifelsfall kann man ihnen ja sogar die Wahl zwischen verschiedenen Nestern (feucht, trocken) geben, die werden sich dann in der Regel das für sie passende aussuchen und einziehen.

Erne hat geschrieben:Gut dass es noch die Verkäufer gibt, die müssen entsprechende Informationen liefern.
Allerdings lesen sich einige Informationen, näher betrachtet als reichlich verallgemeinert, eher so, dass sie für viele Arten passen könnten.
Ist nicht verwunderlich, dass Verkäufer deshalb kritisiert werden.
Sicherlich wäre es angebracht, dass von Seiten der Verkäufer, umfassende Informationen zu den von ihnen angebotenen Arten enthalten sind.

Die von den Onlineshops bereitgestellten Informationen sind oft einfach von anderen Onlineshops abgeschrieben, gerade bei den deutschsprachigen sind die Informationen oft identisch, inklusive etwaiger Fehler (z.B. 21-24°C Nesttemperatur bei nahezu allen mediterranen Arten).
Manchmal sind sogar die Angaben auf der deutschen und der englischen Sprachversion unterschiedlich (das hatten wir gerade erst, da unterscheiden sich Angaben zur Koloniegröße teilweise um Zehnerpotenzen).
Anderseits ist es auch für die Shops oft nicht einfach an verlässliche Informationen zu kommen.

Erne hat geschrieben:Meint Ihr, dass ihr dann noch ständig neue Arten kaufen könntet?

Ich halte es für ein Gerücht, dass die meisten Ameisenhalter möglichst ausgefallene Exoten wollen. Nimmt man mal Camponotus nicobarensis als Beispiel sieht man, dass die Art nicht so populär wurde weil sie so extrem exotisch ist, sondern weil sie leicht zu halten ist, schön groß, eher anspruchslos, sich zügig vermehrt und keine/kaum Winterruhe hält.
Das spricht auch dafür dass mediterrane und nordafrikanische Arten zunehmend an Popularität gewinnen dürften - was man tatsächlich auch schon beobachten kann (kenne mittlerweile mehrere Halter von Camponotus barbaricus und auch Camponotus raufoglaucus feae scheint momentan schwer im kommen zu sein, da sie im Prinzip diesselben Eigenschaften wie C. nicobarensis hat, aber ohne so monströse Kolonien auszubilden).


Erne hat geschrieben:Nicht alle, allerdings so meine Sicht, suchen immer mehr Ameisenhalter nach neuen Arten, die es sich lohnt zu halten, nicht ganz richtig, es eine Herausforderung ist, diese zu halten.

Die Erfahrung kann ich so nicht bestätigen und ich bin ziemlich viel in sozialen Medien unterwegs (Foren, Reddit, Youtube, Chats, etc.). Häufig fragen Leute eher nach möglichst pflegeleichten Arten, Arten die in ihrer Gegend vorkommen (und wie man eine Königin einfängt/versorgt) oder haben schon eine Königin in ihrer Umgebung eingesammelt und brauchen eine Identifikation um rauszufinden welches Futter sie heranschaffen müssen (und ob sie claustral ist oder nicht).


Erne hat geschrieben:Das könnte der Kick sein, der auch erfahrene Halter vor die Aufgabe stellt, all ihr Können und Wissen einzusetzen, um den Versuch zu starten, Arten zu halten, wo Informationen mehr als dürftig sind.
Die Kehrseite der Medaille, auch Einsteiger in die Ameisenhaltung kaufen solche Arten und kommen in die Foren, weil sie nicht weiter kommen, Hilfe suchen.

Ein weiteres Dilemma, wir können nicht wirklich helfen.
Bestenfalls Informationen über Lebensräume, Klimatabellen, Informationen über ähnliche Arten die gehalten wurden.

Ich finde die Artbeschreibungen hier ziemlich fantastisch, ebenso wie den Wissensteil (auch wenn der mal dringend an einigen Stellen repariert werden müsste).

Das Problem ist eher, dass der ganze Wissensschatz ziemlich gut versteckt ist und von den allermeisten Nutzern überhaupt nicht wahrgenommen wird - das ist hier so ein bisschen wie mit einer Schatzinsel, bei der die meisten nur einen Sandhügel mit Palme sehen und sich garnicht bewusst sind, dass da ein echtes Vermögen an Wissen unter der Oberfläche liegt.
Daran könnte man arbeiten (den Wissensteil mehr herausstellen, z.B. in dem man Direktverweise zu den wichtigsten Themen auf dem Portal einrichtet).
Und ich will jetzt nicht sagen, dass die Seite total altbacken aussieht (ich mag konservatives Forendesign), aber zumindest dem Portal könnte ein optisches Upgrade nicht schaden.

Und sowas wie den Wissensteil hier gibt es im englischen zum Beispiel garnicht. Wir sind gerade dabei auf Reddit etwas ähnliches aufzubauen, aber das ist aufwendig und geht nur langsam voran.
Das Ameisenforum sitzt hier echt auf einem Schatz, den man definitv etwas offensiver präsentieren könnte.


p.s. Grobe Rechtschreibfehler heute bitte entschuldigen, bin immernoch leicht krank und kann mich nicht so wirklich gut konzentrieren.
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Re: Das Dilemma mit neuen Arten auf dem Markt

Beitragvon Kalinova » 25. November 2017, 05:31

Ich finde die Artbeschreibungen hier ziemlich fantastisch, ebenso wie den Wissensteil (auch wenn der mal dringend an einigen Stellen repariert werden müsste).

Sehe ich genauso, echt tolle Infoquellen die auch mir den Einstieg damals erleichtert haben. Es handelt sich dabei um ein Gemeinschaftsprojekt, jeder User darf sich eingeladen fühlen daran mitzuwirken. Per PN an das Team kann man dafür mit uns in Kontakt treten, neue Artenbeschreibungen oder Inhalte für den Wissensteil zu erstellen oder zu überarbeiten.

Und sowas wie den Wissensteil hier [...] den man definitv etwas offensiver präsentieren könnte.

Ich denke er ist schon recht gut präsentiert, man kann von überall im Forum mit einem Mausklick auf alle Infoquellen (Wissensteil, Artenbeschreibung, Schwarmflugtabelle, Lexikon und unsere Forumregeln) zugreifen. Wer Infos sucht, findet sie. Es gibt halt aber auch (so kommt es mir zumindest vor) viele Leute die einfach zu faul zum selber suchen sind und direkt alles mögliche nachfragen. Gerne noch in halb unverständlichen Einzeilern, erinnert mich immer wieder gerne an den Film Idiocracy. Da ist es mir dann auch schleierhaft was man noch machen soll. :rolleyes:

Gruß Kalinova
Meine erste Ameise: Lasius niger -> weisellos abgegeben für Chthonolasius Gründungsversuch
Aktuelles Volk: Camponotus cosmicus

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Re: Das Dilemma mit neuen Arten auf dem Markt

Beitragvon Serafine » 25. November 2017, 15:07

Das hat nicht immer nur was mit der Faulheit der Nutzer zu tun, sondern oft auch mit mangelnder Präsentation.
Wenn man auf so einem Wissensschatz sitzt wie das Ameisenforum, dann muss man das den Leuten ins Gesicht drücken, wenn die die Seite zum ersten Mal besuchen.

Das hilft den Leuten nicht nur augenblicklich, sondern vermittelt auch den Eindruck einer unglaublich kompetenten Platform, zu der man definitiv zurückkommen möchte (allein schon weil man den Rest des Wissensteils lesen möchte).
Ich würde sogar soweit gehen zu sagen, dass die meisten Einsteiger eher auf der Suche nach vernünftigen Informationen sind (von denen es immernoch viel zu wenig gibt) und quasi nur sekundär Forennutzer werden (oder eben weil sie überhaupt keine Ahung haben, was alles im Wissensteil steht bzw. ihn einfach nicht sehen - der ist ja jetzt auch nicht gerade auffällig platziert oder besonders hervorgehoben).

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Re: Das Dilemma mit neuen Arten auf dem Markt

Beitragvon trailandstreet » 25. November 2017, 15:43

Ein Problem ist auch, dass diese neuen Arten angboten werden, ohne einigermaßen genaue Angaben über die Herkunft. Wenn, dann könnte man so wenigstens die groben Haltungsparameter anhand von Klimadiagrammen etc ermitteln.
So wäre es für einen erfahrenen Halter vielleicht auch gar kein so großes problem, wenn aber jemand der komplett unerfahren ist und auch bei einheimischen Arten noch Fehler machen würde, sich so eine Art schicken lässt, der weiß auch nicht mal, worauf er achten sollte und wie er überhaupt erkennen könnte, dass etwas nicht passt.
Gehen die Tiere dann innerhalb kurzer Zeit ein, verlieren einige die Lust, die Shops bekommen schlechte Kritik (aber nur weil sie mangelhafte Ware geliefert haben) und wir können nicht mal so wirklich weiterhelfen, weil wir das auch nicht live sehen und das macht meist schon einen großen Unterschied.

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Re: Das Dilemma mit neuen Arten auf dem Markt

Beitragvon Erne » 25. November 2017, 22:49

Oh ha!
Bin jetzt mehr als überrascht; was für ein breites Spektrum an Gedanken und Betrachtungsweisen hinein interpretiert wird in mein Thema
Das Dilemma mit neuen Arten auf dem Markt

Serafine, der schreibt, dass er nicht mehr ganz wach war, hat es dennoch geschafft, die ganze Geschichte des Ameisenforums aufzuarbeiten.
Mit seinen Ansichten in Richtung Wissenschaft/Wissenschaftlern, ordentlich auszuteilen.
Gut das er nicht mehr richtig wach war. ;)

Ansichten, Meinungen die in meinen Startbeitrag hinein interpretiert wurden, da ist Vieles bei, wo es angebracht ist, darüber nach zu denken.
Allerdings sind auch geschriebene Interpretierungen darunter, wo es früher in der Schule nachzulesen gewesen wäre
Am Thema vorbei, eine fünf Erne

Übrigens, die optische Gestaltung des Forums, war Thema in einer Umfrage vor der Forensoftwareumstellung und ist das Resultat der Mehrheit.
Für mich allerdings auch ein neuer Ansatz, darüber nach zu denken.

Die Beteiligung von Wissenschaftlern, um Informationen zu ständig neu auf den Markt kommenden Arten, mit zu erarbeiten, bereit zu stellen, kann nur Utopie sein.
Der Focus der Wissenschaft liegt darin, tiefergreifende Aspekte der Spezies Ameisen zu beleuchten, zu erarbeiten, nicht darin, Ameisenhaltern bei ihren täglichen Problemen unter die Arme zu greifen.

Nicht mal das ist ganz richtig.
Vieles was im Ameisenwiki nach zu lesen ist, trägt die Handschrift eines Wissenschaftlers (Merkur),
der über viele Jahre, reichliches für das Verständnis der Lebensweisen von Ameisen beigetragen hat.

Möchte Euch bitten, mein Thema
Das Dilemma mit neuen Arten auf dem Markt
als allgemein zu diskutieren, nicht persönlich zu werten, Personen bezogen zu werten oder bestimmte Shops/Anbieter besonders heraus zu picken.

Mein Anliegen, zu sensibilisieren, das für die ständig neu angebotenen Arten, es überwiegend nur spärliche Informationen gibt,
geben kann und erfahrene Halter gefordert sind, mit ihren Erfahrungen hilfreich zu agieren.

Die Betrachtungsweise, das für jede neue Art, grob die Haltungsparameter ähnlicher Arten, übernommen werden können, teile ich nicht ausnahmslos.
Kleine Völker sind empfindlich, kommen dazu noch der Transportstress, ist es angebracht, möglichst sofort passende Haltungsparameter anzubieten, sonst wird es nicht.

Grüße Wolfgang

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Re: Das Dilemma mit neuen Arten auf dem Markt

Beitragvon trailandstreet » 26. November 2017, 11:48

Man könnte es auch auf den Punkt bringen und einfach sagen, es werden zwar immer wieder neue Arten auf den Markt gebracht, die Informationen dazu sind eher spärlich.
Das wäre ja noch nicht so schlimm, nur gerade die werden leider immer wieder von den Anfängern genommen und die sollten ja doch eher welche halten, deren Parameter bekannt sind.
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