Diskussionsrunde zu Pheidole megacephala

Diskussions- und Frageforum für bestehende Haltungserfahrungen.

Re: Diskussionsrunde zu Pheidole megacephala

Beitragvon Kalinova » 13. Januar, 2017, 13:04

Hallo N358,

dein Haltungsbericht ist nun in der Artbeschreibung verlinkt: Artbeschreibung Pheidole megacephala .

Du schreibst einen tollen Haltungsbericht und wir Freuen uns auf alle kommenden Updates.

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Re: Diskussionsrunde zu Pheidole megacephala

Beitragvon N358 » 14. Januar, 2017, 21:57

@Jafix ich werde die Tage (vlt auch noch heute) alles einstellen was mit den Futtertieren zu tun hat, ich hoffe wir können die da einen Einblick geben.

@kalinova, danke für das große Lob Sonntag oder Montag kommt wieder ein Update! Wir freuen riesig, dass unser Haltungsbericht gut ankommt :)
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UNSERE FUTTERTIERE!

Beitragvon N358 » 15. Januar, 2017, 17:22

FUTTERTIERE

Hier der gewünschte Beitrag, über die Haltung unserer Futtertiere und generell über unser Futter.
Wir versuchen unseren Ameisen eine große Auswahl an Futtertieren anzubieten, darunter:
*Mehlwürmer (s/m)
*Mehlwurmpuppen
*Mehlwurmkäfer
*Argentinische Waldschaben
*Heimchen (m)
*Fruchtfliegen (s)
Aber auch totes Futter etc haben wir auf Vorrat:
*Proteinfutter von AntStore
*Tiefgefrorene rote Mückenlarven
*Bananen- und Honigjellys
*Zucker- und Honigwasser

Zuerst zu unserem Lebendfutter.

Mehlwurm/-käfer/-puppen
20170102_201904.jpg
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Haltung: Wir halten die Würmer in einem Plastikbehälter, als "Boden" dienen hier Haferflocken und Mehl. Die Käfer halten wir zusammen in einer Ikeabox, auch hier mit dem gleichem Boden. Die Käfer lieben es auch den Materialien aus Pappe herumzukrabbeln und rollen oftmals mit der Papprolle durch den Behälter. Die Mehlwürmer vergraben sich zumeist im Mehl oder halten sich an den Ecken auf. Wir lagern sie bei Zimmertemperatur und wenig Lichteinfall. Deckel nicht vorhanden, da die Würmer an rutschigen Oberflächen nicht hochkommen und die Käfer keinerlei Anstalten zur Flucht machen.
Fütterung: Wir füttern abwechslungsreich Obst und Gemüse alle paar Tage. Diese Tiere bevorzugen stärkehaltige Nahrung, weshalb Kartoffeln und Zucchinis besonders gut ankommen. Die Tiere bedienen sich aber auch an den Haferflocken, bei den Mehlwürmern schneide ich das Obst/ Gemüse kleiner, um die Teile besser im Plastikbehälter anbiegten zu können (so entsteht beim Futter kein Gedränge)
Reinigung: Die Reinigung dieser Tiere erfordert Geduld und zieht sich zumeist über Stunden. Wir geben die Tiere durch ein Sieb (Tiere und Haferflocken bleiben im Sieb/ Mehl und Kot fallen durch). Wir spülen die Plastikbehälter ab und bereiten einen neuen Boden vor. Wir sortieren alle Käfer zu den Käfern (Ikeabox). Die restlichen Tiere setze ich alle einzeln in den Behälter um, ich sortiere tote Tiere, abgestreifte Häute und Haferflocken aus. Diesen Vorgang wiederhole ich alle 10-14 Tage.

Argentinische Waldschaben:
20170102_202055.jpg
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Haltung: Wir halten die Schaben in einer Ikeabox mit Deckel, an der Seite und am Deckel haben wir ein Viereck herausgeschnitten und diese Fläche dann mit Fliegengitter bedeckt. Durch das Anbringen von 2 Belüftungsflächen, kann die Luft besser zirkulieren, dass wiederum ist besser für die Tiere. In der Schachtel haben wir 2 Eierkartons übereinander positioniert, da die Schaben es gerne dunkel haben. Aber auch um einen Rückzugsort zu schaffen. Wir versuchen auch Schaben zu züchten, aber gut will braucht Weile. Auch sie lagern wir bei Raumtemperatur an einem dunklem Ort.
Fütterung: In dem ersten Eierkarton, haben wir Haferflocken gefüllt und dazu bekommen die Schaben Obst und Gemüse, hin und wieder auch Cornflakes oder "trockene" Süßigkeiten (dort sieht man immer wie die Schaben Löcher hineinknabbern).
Reinigung: Hier nehmen wir die Eierkartons mitsamt Schaben heraus uns setzen sie für die Säuberung in einen anderen dunkeln Behälter um (um Stress gering zu halten). Wir reinigen die Box und entfernen den Kot und Futterreste. Die Eierkartons werden entleert und bei Bedarf erneuert. Zum Schluss befüllen wir die Eierkartons wieder neu und geben die Schaben zurück ins Gehege.

Heimchen:
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Haltung: Hier ebenfalls in einer Ikeabox, diesmal aber etwas Höher (da die Tiere ja springen) und mit Eisengitter, da die Tiere sich durch das Fliegengitter gebissen haben und im Haus eine Party feierten. Auch hier 2 Entlüftungslöcher zur besseren Luftzirkulation. Wir wissen natürlich, dass Heimchen nicht die idealen Futtertiere sind und wir wollen uns gerne Schockoschaben zulegen, dass Problem ist jedoch, dass wir diese Tiere in keiner Zoohandlung zu kaufen bekamen. Wenn wir sie bestellen würden hätten wir mehr als 20€ Versandkosten (das ist uns zu teuer), wir wollen uns jedoch noch eine dritte Ameisenart holen und diese da mitbestellten. Wir halten die Heimchen bei gedämpften Licht bei Raumtemperatur. Die Tiere halten sich sowohl in der Box als auch gerne im Eierkarton auf (vorne haben wir eine Rampe für die Zirper gemacht um leichter in den Karton zu kommen).
Futter: Auch hier bieten wir auf einer Platte Obst und Gemüse an. Auch für Wasser sorgen wir.
Reinigung: Diese gestaltet sich hier etwas schwierig. Wir nehmen den Eierkarton heraus und ersetzen ihn (da im Karton zumeist der Kot an den Wänden klebt.) die Tiere bleiben in der Ikeabox, während ich zuerst die Wände und dann den Boden mit einem Feuchten Tuch reinige. Ich desinfektiere meistens vorsichtig den Boden (niedrig dosieren!) und wasche dann großzügig den Boden erneut. zum Schluss trockne ich alles aus und entferne wenn nötig Tote (kam erst einmal vor). Bei den Heimchen achte ich besonders auf Milben, konnte aber noch nie welche an den Tieren oder in der Box entdecken. Zum Schluss setze ich einen neuen Eierkarton und das Futter, sowie das Wasser wieder ein (beides natürlich auch gereinigt).

Fruchtfliegen
20170102_202136.jpg

Haltung: Die Tiere haben wir bereits in dieser Verpackung gekauft. Unten befindet sich ein Nährboden und darüber eine Schicht aus Kunststroh (weil echtes Stroh schimmeln würde). Oben ist ein Deckel mit Loch, welcher für Luft sorgt. Unter dem Deckel ist eine schicht, die an Folienabdeckung aus dem Garten erinnert (eine Strumpfhose tut's auch!).
Futter: Der Nährboden kann ganz einfach selbst hergestellt werden (kann man natürlich auch kaufen, ca 22€ für 1kg, dass ist ziemlich teuer). Wir werden die Tiere bald in ein größeres Glas umsetzen und werden diesen nach dieser Anleitung herstellen:
1:1:1 Altbrot/Semmeln : Haferflocken : Bananen/Äpfel(Apfelmus)
alles einweichen lassen und auf 1/2 l der masse 10g Bäckerhefe (=Würfelhefe) verwenden (1 Tag "aufquellen" lassen/"rasten")
wenn die Belüftung stimmt, schimmelt der Nährboden nicht!
Reinigung: nicht möglich, jedoch werden die Fliegen umgesetzt wenn der alte Nährboden aufgefressen ist.

Das war's vom Lebendfutter.

Zusätzliches:
Tiefgefrorene Mückenlarven:

20170103_233855.jpg

Die sind der Renner bei unseren Damen. Wir lagern sie im Tiefkühler und Tauen 1/2 Würfel nach Bedarf auf. Wir spülen die Tiere ab und portionieren sie dann auf einer Alufolie und ab zu den hungrigen Mäulern ;)

Honig- und Bananenjelly, Honig- und Zuckerwasser, bieten wir einmal die Woche an.
Die Jellys lagern wir auch im Tiefkühler und tauen die gewünschte Menge auf. Bei Honig und Zuckerwasser verwenden wir die Zutaten 1:1 (wir verwenden Staubzucker, da sich dieser leichter löst). Beim portionieren muss darauf geachtet werden, dass die Tropfen winzig sind, da die Ameisen sonst darin ertrinken.

Proteinfutter wird nicht angenommen, schmeißen sie lediglich in den Sand.
Eine gute Alternative dazu sind gefriergetrocknete Mückenlarven, sie werden zwar auch nicht begeistert angenommen, jedoch wenn nichts anderes zur Verfügung steht, auch ins Nest getragen.

Ich hoffe ich konnte einen kleinen Einblick geben :D Für Fragen und Anregungen sind wir natürlich offen.

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Re: Diskussionsrunde zu Pheidole megacephala

Beitragvon Harry4ANT » 26. Januar, 2017, 18:54

Wurde heute mit großer Begeisterung angenommen - erscheint mir auch recht praktisch aus der Tube, so als Leckerli zwischendurch:

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Re: Diskussionsrunde zu Pheidole megacephala

Beitragvon St_berlin » 27. Januar, 2017, 06:24

Harry4ANT hat geschrieben:Wurde heute mit großer Begeisterung angenommen - erscheint mir auch recht praktisch aus der Tube, so als Leckerli zwischendurch:

Bild

Welche armeisenart besitzt du? Würde mich interessieren, ob die Nicobarensis es auch mögen würden?
Aus der Tube ist es echt praktisch.

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Re: Diskussionsrunde zu Pheidole megacephala

Beitragvon Harry4ANT » 27. Januar, 2017, 14:38

In dem Fall um meine P. megacephala - die haben das kleine Schälchen direkt belagert, dass ich mit dem Zeug etwas beschmiert habe.

Bei den nicos müsste man es mal testen. Fisch an sich nehmen sie wohl, als auch Obst wie z.B. Apfel.
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Re: Diskussionsrunde zu Pheidole megacephala

Beitragvon N358 » 10. Februar, 2017, 00:10

@Harry4ANT wir haben gemerkt, dass du gerne mit Futter "experimentierst" :) . In wie fern ist dies für die Art nützlich, den Ameisen Obst/Fisch anzubieten? Wir selbst haben uns eher auf Insekten versteift.Auch würde uns interessieren wie du Obst anbietest? Abkochen/Aufreiben/Schälen??? :confused: Erklär uns das doch mal genauer :)
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Re: Diskussionsrunde zu Pheidole megacephala

Beitragvon Harry4ANT » 10. Februar, 2017, 01:23

Freut mich, dass sie sich bei euch auch so gut entwickeln :)

Bei mir siehts soweit auch sehr gut aus - mittlerweile zu jeder Tageszeit sehr große Aktivität in der Arena und auf der Oberfläche der beiden Erdnester.
Auch die Schlauchverbindungen quer und nach oben werden stark frequentiert; meistens sind es mehrere kleine Stoßtrupps von 5 bis 10 Mädelz die in oder aus der Arena pendeln.
Sehr schön ist auch wenn sie Beute durch den steilen Schlauch ins obere Nest schleppen.

Und sehr viele neue Soldaten. Wobei diese nach wie vor einen etwas planlosen Eindruck machen und scheinbar ziellos durch die Arena tigern - außer bei Lebendfütterung von größeren Tieren z.B. adulten Schokoschaben. Dann schlägt ihre Stunde.

Hier gabs vor gut 2 Wochen ein paar Fruchtfliegen (Szene aus dem unteren Erdnest) - bei Vollbild sieht man schön wie sie die Fliegen packen :behead: :


Zur Frage bzgl. dem Futter eine Gegenfrage:
Esst ihr gerne jeden Tag das gleiche ? SIEHSTE ;)

Ne ich denke halt etwas Abwechslung kann nicht schaden und finde es auch spannend zu probieren was sie annehmen (und natürlich wie gierig) und was nicht.
Ich gehe auch von einem positiven Effekt aus bzgl. anderer Nährstoffe und Vitamine - ob es nötig ist oder nicht mag ich nicht zu beurteilen.

Das Obst also z.B. ein Stücken Apfel einfach ganz normal anbieten; ein kleines Stück abschneiden und mit der Schale nach unten in der Arena platzieren.
Sie stürzen sich jetzt nicht drauf, wie auf ein frisches (noch zappelndes) Insekt, aber wenn ich mich jetzt grad umdrehe sehe ich z.B. ca. 20 Stück auf dem Stücken Apfel sitzen und knabbern :p - Morgen wird ein ganzes Stück fehlen und dann nehme ich es wieder raus.

Das Obst schneide ich eh ab und zu für die Schokoschaben oder wenn ich Fruchtfliegen da habe. Auch die Camponotus und die M.barabrus verschmähen es nicht :lies:

Ein kleines Stück Nuss habe ich auch oft in der Arena - wird auch gerne genascht.

Übrigens war ich letzte Woche außer Haus (6 Tage) zum Ski fahren. Habe in der Arena in einer Schale einen ordentlichen Haufen von gefriergetrockneten roten Mückenlarven platziert. Wurde komplett geleert und die Kolonie hat es ohne weiteres überstanden :o
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