VerbesserungsvorschlÀge und Fragen sind hier daher gerne gesehen...http://ameisenforum.de/ameisen-allgemein/3129-diskussionsthread-zu-toblins-lasius-niger-formicarium.html?highlight=toblin (Persönliche Anmerkungen und Kommentare werde ich in Klammern setzten, ich hoffe es stört den Lesefluss nicht zu sehr...;-)
Aquarium: 50x30x25
Besatz: Lasius niger, seit Mitte MĂ€rz 05
Nestart: Ytong


Das Nest
Das Ytong Nest sitz passgenau zwischen den AquariumwĂ€nden und hat an Front- und Stirnseite viele Kammern, die zum Teil auch weit ins innere des Steins ragen. Viele GĂ€nge und Kammern habe ich mit Sand (roter Terrariensand) wieder verschlossen so, dass die Ameisen sich ihre Wege und Kammern zum Teil selbst buddeln mĂŒssen.
Das ganze habe ich dann nach beiden Seiten mit passend geschnittenen Glasscheiben wieder verschlossen, so kann ich das Nest im Notfall auch rausnehmen ohne gleich allen Meisen die Freiheit zu schenken...
Ăbrigens: Der Sand im Nest hat einen weiteren Vorteil: Man kann anhand seiner Farbe die Feuchtigkeit im Nest ablesen, denn nasser Sand ist dunkler als trockener. Bisher scheint genĂŒgend Feuchtigkeit vorhanden zu sein, auch wenn der Stein nicht bis oben hin durchzieht. (mehr dazu im Kapitel BewĂ€sserung)
Neuerdings fĂ€ngt der Ytong leider von auĂen an schimmeln. Einige feuchte Stellen sind mit einem weiĂen Pelz ĂŒberzogen. Vielleicht hĂ€tte ich den Ytong vor dem Einbau im Backofen rösten sollen um alles Leben auf dem Stein zu vernichten?!?

hier sieht man des Nest ohne Folie. Eine Zeitlang hab ich die Ants auch mal graben lassen (rechts neben dem Stein sieht man den nassen Sand)

nur zur Anschaulichkeit: die Konturen der Kammern

hier mal eine Seitenansicht

Ein Àlteres Bild der Kolonie, kurz nach dem Einzug.

Die Kolonie im August '05. GeschÀtzte 100 Ameisen. Auf dem Bild sind leider nicht alle zu sehen, viele halten sich in dem kleinen Verbindungsgang (links) auf.
Sie haben sich auch schonmal zur 2 Kammer durchgegraben aber den Gang dann schnell wieder zu gemacht.
BewÀsserung
Das Formicarium besitzt einen doppelten Boden. Unter dem Auslauf und dem Nest befindet sich der Wasservorrat. Der Ytong ist von unten mit vielen Löchern (so tief es eben ging) versehen in denen dicke, ausgefranste Kerzendochte stecken, die bis in den Wasservorrat reichen. Das Wasser saugt sich ĂŒber diese Dochte in den Stein (Kapillarwirkung). NachgefĂŒllt wird alle 6 bis 8 Wochen ĂŒber eine Bohrung im Stein, die mit einem Stopfen verschlossen wird.
Der Ytong wird an den höchstgelegenen Stellen nicht ganz feucht (man sieht es auf den Bildern deutlicher als in Wirklichkeit). Es scheint wichtig zu sein, dass die Dochte fast durch den ganzen Stein fĂŒhren. Der Vorteil bei der Sache (vielleicht liegtâ s auch an der BewĂ€sserungsart?!?) ist, dass sich keine StaunĂ€sse (Kondenswasser) bildet und ich immer freie Sicht auf die Emsen habe.
Den unteren Bereich des Aquariums habe ich von auĂen schwarz lackiert, damit das Wasser vor Licht und somit auch einigermaĂen vor Algen geschĂŒtzt ist.

hier mal ne Explosionszeichnung
Verdunkelung
FĂŒr das echte, dunkle âNestgefĂŒhlâ darf natĂŒrlich die rote Folie nicht fehlen. Die Folie âklebeâ ich einfach mit Wasser von auĂen an die Scheibe. Das sieht sauber aus, ist sehr gut geeignet zu beobachten (Folie kann einfach abgenommen werden), erfordert aber ein wenig Arbeit, da das Wasser hinter der Folie verdunstet und die Folie nach einigen Tagen abfĂ€llt wenn man nicht gelegentlich ein paar Tropfen nachfĂŒllt.

Ausbruchsicherung
Die Abdeckung besteht aus einem (lackierten) Glasrahmen der passgenau auf dem Formicarium liegt und von unten mit Talkum eingestrichen ist.
Der nicht sichtbare Talkumrand kommt der gesamten Optik sehr entgegen. Leider platzen sofort kleine StĂŒckchen ab wenn man versehentlich mal an der Abdeckung hĂ€ngen bleibt. Die landen dann auf dem roten Sand, dass sieht natĂŒrlich nicht so toll aus.

Leider ist mir der Glasrahmen durch eine unvorsichtigen Bewegung zu allem Ăberfluss auch noch gerissen.... Fazit: Glas sieht zwar gut aus, ist aber innerhalb meines Aktionsradius wohl unangebracht ;-)
Beim nĂ€chsten mal werde ich auf eine Abdeckung mit speziellem Fliegengitter zurĂŒckgreifen, da sowohl Talkum als auch Parafinöl mich nicht ĂŒberzeugen konnten. Beides ist wohl eher eine temporĂ€re Lösung die auf Dauer keinen Sinn macht.
Futter
Obwohl die Kolonie nun fast schon 50 Tiere und ĂŒber 100
Es gehört vielleicht nicht ganz hierher, trotzdem noch ein paar Worte mehr zum Thema Futter:
Die benötigte Futtermenge ist am Anfang sehr gering zu halten. ZunĂ€chst habe ich immer relativ groĂe Brocken Hackfleisch oder Ei angeboten. Viel besser kommen aber sehr kleine und damit transportable Portionen an. Die StĂŒcke sollten die GröĂe von einer
Am liebsten mochten meine die
Mittlerweile bin ich zu abgekochten, zerschnittenen MehlwĂŒrmern ĂŒbergegangen. Die werden gerne genommen und auch bis ins Nest getragen. Die Reste werden entsorgt.
Achtung: Nicht zu viel Futter anbieten sonst verschimmelt es im Nest! Auch damit habe ich schon schlechte Erfahrungen gemacht. Zu GlĂŒck haben die Ameisen sich dazu ĂŒberwunden den schon recht flauschigen Heimchenkopf aus dem Nest zu tragen, sonst hĂ€tte ich das irgendwie machen mĂŒssen...
Ăbrigens ist an der Stelle an der der Kopf lag heute immer noch ein kleiner Schimmelfleck der die Ameisen zu faszinieren scheint. Fast immer kann ich eine Ameise beobachten die dort beschĂ€ftigt ist... mit was auch immer?!?
Licht
Aus KostengrĂŒnden verzichtete ich vorerst auf eine professionelle Abdeckung mit integrierter Beleuchtung. Eine alte Schreibtischlampe muss herhalten um Licht zu spenden. Wenn ich die Ausbruchsicherung erneuere werde ich auch diesen kleine Manko beseitigen.
Zum Schluss noch eine kleine Bilanz tödlicher UnfÀlle:
-1 Ameise vom Zuckerwassertropfen ĂŒberrollt und ertrunken
Aufpassen wie man das Reagenzglas hinlegt...schrÀg ist gefÀhrlich...
-1 Ameise ungewollt ausgebrochen
Sie hing unter dem Futternapf als ich ihn raus genommen hab und lieà sich auch nicht mehr einfangen. Ich hÀtte nicht gedacht das Ameisen so schnell laufen können! Sie war nie wieder gesehen :-(
Alles grĂŒndlich kontrollieren was man aus dem Formicarium entnimmt...
-5 Ameisen ĂŒber Nacht in angetrocknetem Zuckerwasser kleben geblieben und verendet
Zucker und Honiglösung immer auf Watte anbieten...

Hier nochmal zu Erinnerung: Diskusionthread Toblin's Ln Formicarium
So, das wars erstmal von meiner Seite. Vielen Dank fĂŒrs lesen!
