WARNUNG! Aphaenogaster senilis wahrscheinlich mit tödlicher Pilzerkrankung infiziert

Allgemeine Fragen und Themen ĂŒber europĂ€ische Ameisenarten (hier keine Berichte)
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Witzman
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#1 AW: Infektionsgefahr durch exotische Ameisen [Infektionsthread]

Beitrag von Witzman » 15. August 2007, 09:53

WARNUNG! Aphaenogaster senilis wahrscheinlich mit tödlicher Pilzerkrankung infiziert (14. 08. 2007) 14. August 2007: Ein User aus Manchester (UK) postet im Antstore-Forum, dass seine Aphaenogaster senilis, gekauft im Juni, erkrankt seien (- ANTSTORE World of Ants - View topic - Sick Aphaenogaster senilis - Ants - Ameisen ).

Das beigefĂŒgte Bild ist nicht sehr gut, aber in Kenntnis des Aussehens von Ameisen, die von dem epizootischen Pilz Aegeritella superficialis befallen sind, leiden die A. senilis m.E. mit 98 % Sicherheit an diesem Pilz (dieselbe Gattung, ob dieselbe Art?).

Der Pilz ist infektiös, befĂ€llt auch andere Arten (z.B. Waldameisen) und ist fĂŒr die Ameisen tödlich! Wie die Übertragung erfolgt, ist nicht bekannt. Anzunehmen sind Sporen, die bei Kontakt sowie mit der Luft transportiert werden.

Der Autor gibt nicht an, wo er die A. senilis gekauft hat. Aus England ist der Pilz bisher nicht bekannt, wohl aber aus Spanien, von wo in Europa verkaufte A. senilis stammen.

Es soll noch immer AmeisenhĂ€ndler und –Halter geben, die eine mögliche Verfrachtung von Ameisen-Erkrankungen in andere LĂ€nder durch den Ameisenhandel abstreiten.

A.Buschinger



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Sebastian
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#2 AW: Infektionsgefahr durch exotische Ameisen [Infektionsthread]

Beitrag von Sebastian » 15. August 2007, 21:03

Eine ErgÀnzung von Antstore zu letzterem Thema:
Hinweis:
UnabhÀngig davon, von wo aus die Kolonie versendet wurde, ist hier folgendes anzumerken:
Diese Art ist hÀufig in Spanien vertreten.
Als erstes stellt sich die Frage, ob das Foto ĂŒberhaupt eine Pilzinfektion darstellt.
Interessant ist, dass man anhand dieses Fotos eine 98% Sicherheit der Fotopilzanalyse erstellen kann. ;)
Selbst wenn dem so sei, wÀre die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass der Pilz aus der Region stammt, wo der Sammler die Kolonie her hat.
In der Natur ist es oft so, dass heimische Tiere gegen heimische Krankheiten eine gewisse ImmunitÀt erhalten.
Wenn es ein Pilz sein sollte, so wĂ€re die Infektionsmöglichkeit eher durch andere, fĂŒr diese Art fremde organischen Materialien z.B. aus Humuserde, Kork oder Holzteile denkbar.
Das ist auch der Grund, dass es exoische Arten sehr schwer haben, sich hier in unserem heimischen Ökosystemen zu etablieren.

Martin S.


Ordo ab Chao

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#3 WARNUNG! Aphaenogaster senilis wahrscheinlich mit tödlicher Pilzerkrankung infiziert

Beitrag von Gast » 16. August 2007, 14:01

Nun ist der Thread mittlerweile geschlossen. Das ist auch richtig so, denn der „Infektionsthread“ von Witzman sollte nicht durch solche Diskussionen verwĂ€ssert werden.
Das letzte posting von Sebastian mit dem Zitat von Martin S. kann aber nicht so stehen bleiben!
Eine ErgÀnzung von Antstore zu letzterem Thema:
Zitat:
Hinweis:
UnabhÀngig davon, von wo aus die Kolonie versendet wurde, ist hier folgendes anzumerken:
Diese Art ist hÀufig in Spanien vertreten.
Als erstes stellt sich die Frage, ob das Foto ĂŒberhaupt eine Pilzinfektion darstellt.
Interessant ist, dass man anhand dieses Fotos eine 98% Sicherheit der Fotopilzanalyse erstellen kann.
Selbst wenn dem so sei, wÀre die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass der Pilz aus der Region stammt, wo der Sammler die Kolonie her hat.
In der Natur ist es oft so, dass heimische Tiere gegen heimische Krankheiten eine gewisse ImmunitÀt erhalten.
Wenn es ein Pilz sein sollte, so wĂ€re die Infektionsmöglichkeit eher durch andere, fĂŒr diese Art fremde organischen Materialien z.B. aus Humuserde, Kork oder Holzteile denkbar.
Das ist auch der Grund, dass es exoische Arten sehr schwer haben, sich hier in unserem heimischen Ökosystemen zu etablieren.
Martin S.


Das ist ja eine sehr schwache Rechtfertigung! Und ein ungewöhnliches GeschÀftsgebaren dazu.

„Als erstes stellt sich die Frage, ob das Foto ĂŒberhaupt eine Pilzinfektion darstellt.
Interessant ist, dass man anhand dieses Fotos eine 98% Sicherheit der Fotopilzanalyse erstellen kann.“

Wie ich die Sache sehe, bietet Martin S. keine Alternative an. Und nach ein wenig Herumsuchen gibt es auch keine andere Erkrankung von Ameisen, die sich so Ă€ußert.

Der Betroffene hat neue Bilder hochgeladen, auf denen die Erkrankung besser erkennbar ist. Seine Königin ist inzwischen tot.

Warum lĂ€sst sich Martin S. nicht die Exemplare zuschicken, in Alkohol, der auch Pilzsporen abtötet? Er könnte sie von einem Fachmann begutachten lassen, zum Beispiel Prof. Espladaler in Barcelona, der den Pilz fĂŒr Spanien nachgewiesen hat!

Stattdessen zieht er es vor die Angabe eines renommierten deutschen Ameisenforschers in Zweifel zu ziehen, der immerhin sogar schon ĂŒber den Pilz etwas veröffentlicht hat, ihn also bestimmt selbst gesehen hat!

„Selbst wenn dem so sei, wĂ€re die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass der Pilz aus der Region stammt, wo der Sammler die Kolonie her hat.“
Woher die Ameisen sind, weiß Martin S vielleicht, nicht aber, in welchen Bereichen Spaniens der Pilz festgestellt wurde. Aber „die Wahrscheinlichkeit ist gering, dass die Ameisen aus diesen Regionen stammen“. Hellseher?

Und der Super-Biowissenschaftler:
„In der Natur ist es oft so, dass heimische Tiere gegen heimische Krankheiten eine gewisse ImmunitĂ€t erhalten.“
Warum um Himmels Willen gibt es dann so viele Parasiten und Krankheitserreger in der Natur, den Pilz z.B. in Deutschland auf einheimischen Waldameisen, die vielen Krankheiten, Band- und FadenwĂŒrmer, Milben und Haarlinge von Wild- und Haustieren und sogar dem Menschen, der ja auch schon an vielen Orten seit ziemlich langer Zeit „heimisch“ ist? Logik ist manchmal GlĂŒckssache, wie?

„Das ist auch der Grund, dass es exoische Arten sehr schwer haben, sich hier in unserem heimischen Ökosystemen zu etablieren.“

So weit ich weiß, können sich eingeschleppte Arten gerade deshalb ungehemmt ausbreiten, weil ihre natĂŒrlichen Gegenspieler, Parasiten, Krankheitserreger, (RĂ€uber) in der Regel nicht alle gleich mit eingeschleppt werden. Oft versucht man, solche Gegenspieler nachtrĂ€glich in Populationen von invasiven Arten einzubringen. Leider befallen die oft genug auch Nicht-Ziel-Organismen, so dass sich die Katastrophe noch vergrĂ¶ĂŸert.

@ Martin S.: In Biologie muss ich dir leider die Note 6 verpassen!
Hoffst du, dass der EnglÀnder seine Ameisen einÀschert, damit nur ja keine Beweise bleiben? - Du kannst sicher sein: Wenn dein Lieferant einmal mit Pilzsporen verseuchte Aphaenogaster geliefert hat, dann geschieht das auch weiterhin, und auch mit anderen Arten. Die Sporen siehst du so wenig wie die Schimmelpilzsporen in einer Packung Toastbrot, das -ungeöffnet! - auch nach 14 Tagen verschimmelt ist.

Beste GrĂŒĂŸe,
Merkur



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Martin_S
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#4 Aw:

Beitrag von Martin_S » 16. August 2007, 18:40

Das letzte posting von Merkur kann aber nicht so stehen bleiben!


"Warum lÀsst sich Martin S. nicht die Exemplare zuschicken"


Ganz einfach, weil ich zufĂ€lligerweise mitbekommen habe, dass ein anderer diesbezĂŒglich schon aktiv geworden ist...

"Stattdessen zieht er es vor die Angabe eines renommierten deutschen Ameisenforschers in Zweifel zu ziehen,"


Warum kommt dieser renommierte Ameisenforscher nicht bei den Behörden mit einem Importverbot durch?

Sind die Behörden wirklich so verantwortungslos? Oder haben diese kompetente Berater an ihrer Seite?
Warum agiert der renommierte Ameisenforscher fast immer alleine hier im Internet?
Warum klagt dieser, dass sein Kampf, ein Kampf gegen WindmĂŒhlen ist?

Es gibt auch Biologen die das bestĂ€tigen, was ich bezĂŒglich der Erschwernis der Ausbreitung von Exoten in unserer Fauna erwĂ€hnt habe.
Ob es in dem Stern TV Beitrag bezĂŒglich der Blattschneiderameisen oder in div. Berichten im Internt zu lesen ist: WDR Online - Tierarten
Sehr viele Bedingungen mĂŒssen erfĂŒllt werden, damit sich neue Arten dauerhaft hier etablieren können. Sie mĂŒssen nicht nur die verschiedensten UmwelteinflĂŒsse ĂŒberstehen und anpassungsfĂ€hig sein. Daneben mĂŒssen sie auch möglichst viele Nachkommen haben, damit der Bestand erhalten bleibt. So ĂŒberleben die Schmuckschildkröten, die immer wieder vor den Ferien in der Natur ausgesetzt werden, kaum lĂ€nger als einen Sommer.


BezĂŒglich Pilzsporen: Was hindert sĂŒdeuropĂ€ische Pilzsporen sich in ganz Europa zu verbreiten?
Sollen es die PyrenĂ€en aufhalten? Ich denke da nur an die seitlich befindlichen KĂŒstenbereiche ;)
Oder ich denke da nur an meinen Obst- und GemĂŒseladen um die Ecke. Hier stehen holzkistenweise Obst und GemĂŒse herum, welche u.a. auch aus Spanien kommen. Es passiert auch mal bei einigen FrĂŒchten, dassauch ein starker Schimmelpilzbefall in Erscheinung tritt.
Auch fahren viele Touristen mit ihrem Auto nach Spanien und nehmen Steine, Hölzer oder Pflanzen sowie andere organische Souvenirs mit nach Hause.
Ich muss immer an den sich stÀndig zu Wort meldenden Ameisenforscher denken, wenn ich im Fernsehen sehe, wie die teilweise mit Termiten oder anderen Insekten befallenden Container (sicher auch Pilzsporen und andere Keime) im Hamburger Hafen entleert werden. Aber diese Beispiele wurden ja bereits mehrfach erwÀhnt und nicht weiter in den unsÀglichen Diskussionen mit einbezogen.
Als Antwort kommt dann natĂŒrlich immer das Gleiche, was auch schon so oft erwĂ€hnt wurde und im Archiv dieses Forums sicher noch nachzulesen ist.

Lange Rede kurzer Sinn:
Unser Ökosystem wird sich alleine schon bedauerlicherweise wegen der KlimaerwĂ€rmung Ă€ndern. Auch die immer grĂ¶ĂŸere Globalisierung und Warenmengen werden dazu beitragen.

Als Anwort wird hier kommen: KlimaerwÀrmung lÀsst sich Aufhalten, die verlorengegangende Artenvielfalt nicht.
Was mach es so sicher, das sich die KlimaerwÀrmung aufhalten lÀsst?

Damit sich ein fremder Organismus an einem anderen Ort ansiedeln kann, muss dieser sich zum einen an die klimatischen Bedingungen sowie an die Umwelt der dort beheimateten Flora und Fauna anpassen. Auch muss eine entsprechende Population dieser Art dort vorhanden sein.
Beispiele sind hier z.B. die Messor structor im Rheinland oder die WaschbÀren im Raum von Kassel.

In der Regel stellen diese fremden Organismen keine Gefahr da.

Es gibt dazu auch ein paar gegenteilige Extrembeispiele, die dazu immer wieder gerne genannt werden:
- Feuerameisen in den USA oder die Vogelgrippe in Asien.

Das es ein mögliches Risiko durch den Ameisenimport gibt, will ja keiner abstreiten, aber es ist im VerhÀltnis zu anderen Risikofaktoren einfach sehr klein.

Als Antwort wird hier sicher kommen: Auch ein kleines Risiko ist ein Risiko! Aber sollte man hier nicht lieber an der Beseitigung grĂ¶ĂŸerer Risikofaktoren arbeiten? Es wĂ€re in etwa so, als wenn man einem brechenden Deich an seiner kleinsten Öffnung anfangen wĂŒrde diesen zu stopfen.

"Wenn dein Lieferant einmal mit Pilzsporen verseuchte Aphaenogaster geliefert hat, dann geschieht das auch weiterhin"


Der User hatte seine Kolonie schon seit zwei Monaten, daher kann diese sich auch ĂŒber Futtertiere oder andere organische Materialen infiziert haben.
Da viele Ameisensammler aus Spanien den mitteleuropĂ€ischen Raum mit ihren Ameisen beliefern (private Halter als auch viele HĂ€ndler), muss abgewartet werden, ob dieser auf den Tieren sitzende Pilz bei gehaltenen sĂŒdeuropĂ€ischen Arten noch einmal vorkommt.

Wenn die spanischen Arten tĂ€tsĂ€chlich hĂ€ufig mit einem Pilz befallen sein sollten, so mĂŒssen natĂŒrlich alle Importeure von Ameisen ĂŒber eine lĂ€ngere QuarantĂ€nezeit (wie bei anderen exportierten Tieren) nachgedacht werden.

Aber dann sollten vielleicht auch alle importieren Produkte aus Spanien unter QuarantÀne gestellt werden...

"Und der Super-Biowissenschaftler:"

Haben Sie es wirklich so nötig sich in dieser arroganten und niedermachen wollenden Ausdrucksweise zu Àussern?

Ihre Ausdrucksweise und Beitragscharakter hat fĂŒr mich eine starke Ähnlichkeit mit einem zum Thema unermĂŒdlich aktiven Ameisenforscher... Sicher telefonieren sie bald wieder mit ihm ;)

Martin S.


ANTSTORE - Der Ameisenshop - Ameisen und Zubehör
www.antstore.de
www.antstore.net/shop

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eastgate
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#5 AW: WARNUNG! Aphaenogaster senilis wahrscheinlich mit tödlicher Pilzerkrankung infizi

Beitrag von eastgate » 16. August 2007, 21:56

Hallo,

ich fĂŒr meine Seite verstehe die ganze Diskussion ehrlich gesagt ĂŒberhaupt nicht!

Die Gefahr, dass Krankheiten oder invasive Arten durch einen Shop nach Mitteleuropa oder Deutschland eingeschleppt werden, ist 1000 mal kleiner als die Gefahr von Einschleppung durch den allgemeinen GĂŒterverkehr oder Personenverkehr.
Und wer hier den Shops die Schuld zuschieben möchte, sollte sich lieber mal an die deutschen Grenzen mit einem dicken Schild "Du Kraftfahrer zerstörst unsere Fauna" stellen.
TÀglich passieren etliche tausende von LKW die deutschen Grenzen. Ebenso löschen riesige Containerschiffe und eine Armada von Flugzeugen tÀglich in Deutschland ihre Ladung. Was da alles mitkommt - ich wills mir garnet vorstellen.

Nur leider muss ich hier aus Erfahrung sprechen. Ich bin Spediteur und habe schon so einiges gesehen:
LKW-Ladungen von, ich glaube, Torf aus Spanien...voller Pheidole spec., Container in denen riesige Spinnennester zu finden waren, ca. 3cm große rot-gelbe KĂ€fer im FrachtgebĂ€ude des Flughafen Tegel (Berlin).
Denk ihr das hat jemanden interessiert - ja klar...mich. Aber da war ich auch der einzigste.

Wer etwas Àndern möchte sollte nicht damit bei den HÀndler anfangen! Aber so oder so...man kann es nicht Àndern. Es ist unerfreulich aber genau das ist Globalisierung.

Es wird so kommen - ob man nun einen Shopbesitzer anflaumt oder net.

Gruß

EastGate



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Martin_S
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#6 Aw:

Beitrag von Martin_S » 16. August 2007, 23:12

Hallo Leute,

gestattet mir noch eine kurze ErgÀnzung zu meinem obigen Post.

FĂŒr alle Neulinge hier im Forum:

Seit gut 7 Jahren gibt es in der Regel alle 2-3 Monate immer wieder die gleiche Diskussion ĂŒber das Pro und Contra der Ameisenhaltung.

Die eine Seite sind die Exotenhalter, die gerne Arten aus anderen LÀndern halten und auf der anderen Seite gibt es die Gegner, die den Import von Ameisen aus anderen LÀndern verbieten möchten.
Beide Seiten haben auf Ihre Weise recht, doch es war bisher kein Kompromiss fĂŒr beider Seiten möglich. Da aus meiner Sicht von der Gegenseite, angefĂŒhrt von einen Ameisenwissenschaftler keine Kompromissbereitschaft signalisiert wurde.
Von der Seite der Exotenhalter, wozu auch ich gehöre, hatten und werden wir in Form von AufklĂ€rung unseren Teil dazu beizutragen und sind offen fĂŒr weitere Schutzmaßnahmen im realistischen und anwendbaren Maße.

Zum Ablauf:
In der Regel fÀngt eine solche Diskussion immer so an, dass ein User Probleme mit einer Art hat, sei es, sie ist einem Halter eingegangen, hatte Milben oder wie im aktuellen Fall eine Pilzinfektion.
Dann wird sofort ein Schuldiger gesucht und auch sofort gefunden, natĂŒrlich der Exotenhandel und die (der) Exotengegner wird aktiv.
Nun folgt eine Auflistung von Beispielen wo Invasive, fremde Organismen, „ auch Aliens" genannt, die heimischen Organismen geschĂ€digt haben.
Das ist alles richtig und sollte auch nicht unterschÀtzt werden!
Nun folgen aber diverse Gegenargumente wie Reisen und Warentransporte, die teilweise voll mit Parasiten und anderen fremden Organismen stecken.
Hier stimmt also die VerhĂ€ltnismĂ€ĂŸigkeit einfach nicht und mĂŒsste, wenn ĂŒberhaupt, an einer ganz anderen Stelle angegangen werden.
Um uns als Gegner etwas unglaubwĂŒrdig in der Öffentlichkeit darzustellen, werden z.B. die Webseiten der Exotenhalter auf WidersprĂŒche, Rechtschreibung oder Inhaltliche Fehler durchsucht - wie es diverse ForenbeitrĂ€ge im Archiv belegen.
Auch wird vom besagten Ameisenwissenschaftler kritisiert, dass mein Shop nicht wissenschaftlichen MaßstĂ€ben entspricht und meine Äusserung, dass ich Informationen nach bestem Wissen und Gewissen weitergebe, ebenfalls in den Focus der Kritik gerĂ€t.
Ich wĂŒrde mir wĂŒnschen, dass wir nicht wie in alten Zeiten im "Kreisverkehr" landen, sondern das u.U. eine konstruktive Diskussion möglich ist.

Gruss
Martin

(SchriftgrĂ¶ĂŸe auf normal reduziert)


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MainMan
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#7 AW: WARNUNG! Aphaenogaster senilis wahrscheinlich mit tödlicher Pilzerkrankung infizi

Beitrag von MainMan » 17. August 2007, 12:39

Hallo Leute!


Dazu möchte ich mich noch einmal selbst Zitieren:

Mal eine denk Anregung aller derer die sich immer auf diese Parasiten - Ökosystem - Einfuhr - Exoten Problematik einschießen!

Habt ihr euch alle mal ĂŒberlegt in was fĂŒr einer Welt wir heute leben?
Überlegt mal, heute kommt man an jeden Punkt dieser Erde in 20 Stunden.
Geht mal in den Supermarkt, Schaut euch mal die ganzen Waren dort an, vor allem Obst und GemĂŒse, wo das alles herkommt! Überlegt mal wie das alles zu uns kommt! ZoogeschĂ€fte, ObstlĂ€den, BlumengeschĂ€fte und viele andere LĂ€den die wir in jeder Stadt ja sogar in jedem Dorf haben, bekommen waren aus aller Welt! Meint ihr wirklich man kann diesen Trend noch aufhalten? Meint ihr wirklich das das vermischen von Tier- und Pflanzenarten aus aller Welt noch aufzuhalten ist? Es ist traurig aber, durch diese Super Mobile Welt in der wir alle heute leben wird das auf lange Sicht kaum möglich sein! Und wir fangen schon fast an uns um etwas zu Streiten was wir alle hier sowieso nicht aufhalten können! Wenn die ErderwĂ€rmung so weiter geht wird es in 100 Jahren bei uns sowieso anders aussehen als heute! Überlegt mal, die Erde hatte schon öfter "Warmzeiten", es gab Zeiten da hatten wir im Rhein, Flusspferde! Was meint ihr was wir da fĂŒr eine Flora und Faunawelt hatten?

Das soll nur zum denken anregen um die ganze Sache auch mal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten!

Gruß MainMan


Das hatte ich vor einer weile mal zu einer anderen Diskussion gesagt! ich bin es langsam Leid mir immer wieder die gleiche Sch**** durch lesen zu mĂŒssen! In diesem sinne, last es ruhig angehen und bleibt bitte Sachlich, Beleidigungen oder Sarkasmus möchte ich bitte nicht lesen, Danke!

Gruß MainMan



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#8 Glasnost und Prawda ĂŒber den Antstore

Beitrag von Gast » 17. August 2007, 14:13

@ Martin S.:

Dann mache doch mal einen Kompromiss-Vorschlag!

Seinerzeit im „Runden Tisch“-thread in deinem eigenen Forum hast du dich genauso wie die ĂŒbrigen AmeisenhĂ€ndler herausgehalten! (http://www.antstore.net/viewtopic.php?t=3271&highlight=runder+tisch , Beginn 21. Jan. 2006)
Earlant am 31. Januar 06: So, nachdem bisher fast alle HĂ€ndler und PrivatverkĂ€ufer sich noch immer wegducken, von dieser Seite keine VorschlĂ€ge kommen, auch keine Kommentare zu den hier von verschiedenen Teilnehmern vorgeschlagenen Maßnahmen (Zertifikate, QuarantĂ€ne usw.), bin ich es auch leid
.. Schließlich sind es in erster Linie die Exoten-Anbieter, die dem einen oder anderen Vorschlag erst mal zustimmen mĂŒssten!

Fakten zu den immer wieder genannten mit dem Warenverkehr eingeschleppten Ameisen:
Es sind wenige Arten, fast immer Pestants, die halt in den HafenstĂ€dten etc. ohnehin das Regiment ĂŒbernommen haben. (Das auch zu MainMan hier gerade vorher!)

Hier ist eine Liste, sicher unvollstĂ€ndig, mit den fast 90 Arten, die von den HĂ€ndlern importiert werden/wurden. Welche darunter kommen wohl „zufĂ€llig“ mit Salat oder GemĂŒse bei uns an? Atta?, Acromyrmex?, Crematogaster rogenhoferi?, Odontomachus sp.?, Pheidologeton?, Polyrhachis dives? 
..
Bestandsaufnahme importierter Arten - AmeisenWiki

FĂŒr mich ist das ein Versuch, uns in diesem Forum Sand in die Augen zu streuen, webb du so tust als ob mit dem Ameisenhandel nichts anderes eingeschleppt wĂŒrde als mit dem allgemeinen Warenverkehr.

Bemerkenswert finde ich auch, dass der Antstore ĂŒber Jahre seinen Kunden eine „Antstore Forschung“ vorgegaukelt hat, mit fantastischen Forschungsarbeiten *). Jetzt erst, seit „Earlant“ nochmals darauf aufmerksam gemacht hat, ist der link dazu tot. Aber Martin S. beschwert sich: „wird vom besagten Ameisenwissenschaftler kritisiert, dass mein Shop nicht wissenschaftlichen MaßstĂ€ben entspricht“. Hat er nicht mit der „Antstore Forschung“ wissenschaftliche Kompetenz vorgetĂ€uscht? GLASNOST! Und PRAWDA!

Auch hier wirbt der Antstore mit Forschung, Wissenschaft, Ameisenzucht usw.:
http://web2.cylex.de/firma-home/antstore---martin-sebesta-2573848.html

Noch immer verkauft der Antstore z.B. das Buch: Ameisen - v. Prof. Dr. Otto Scheerpeltz, Seiten: 32 , Format: A5, 17,45 € * Es ist von 1951!
Womit kein Ameisenhalter etwas anfangen kann. (Bitte korrigiert mich, falls das Heft wirklich gut sein sollte!) Siehe: http://www.ameisenwiki.de/index.php/Unseri%C3%B6se_Angebote

Trotz beigefĂŒgter Warnungen bietet der Antstore Gelfarmen in allen möglichen AusfĂŒhrungen an. Hat er die in der Beschreibung empfohlene Kombination einer Gelfarm mit einer „normalen“ Farm und Arena selbst einmal ausprobiert? Mit welchen Ameisen? Mit welchem Ergebnis?
Mir zumindest erscheinen solche Angebote doch sehr auf den Geldbeutel ahnungsloser KĂ€ufer zu zielen.

So, Mittagspause ist zu Ende

Gruß Merkur

*)Kopiert im Oktober 2004; sollte hier als nun historisches Dokument festgehalten werden, damit es nicht bald ganz in Vergessenheit gerÀt:

ANTSTORE Forschung
Leiter: Dr. Joachim Langstein
Lindenweg 24
95445 Bayreuth
Email: j.langstein(at)antstore.de
Antstore-Forschung
Seit diesem Jahr ist es soweit! Antstore betreibt eigene Forschungen an Ameisen. Der Diplom-Biologe Dr. Joachim Langstein leitet das Labor, das in der nĂ€chsten Zeit weiter ausgerĂŒstet wird und welches zur Zeit im Wesentlichen der Erforschung des Verhaltens von Ameisen genutzt wird.
Zur Zeit sind knapp 12000 Ameisenarten auf der Erde bekannt. Die wenigsten davon sind auch nur ansatzweise erforscht. ErnÀhrung und Soziobiologie sind bei den meisten Arten unbekannt.
Dies gilt im Besonderen fĂŒr exotische Arten. In tropischen Regionen werden jĂ€hrlich viele neue Arten entdeckt. Vor allem durch die Vernichtung geeigneter Ameisenhabitate (besonders erwĂ€hnenswert ist die Abholzung tropischer RegenwĂ€lder) sterben aber auch sowohl bekannte als auch unbekannte Arten aus. Aus diesem und anderen GrĂŒnden unterstĂŒtzt Antstore auch aktiv Maßnahmen zum Erhalt der RegenwĂ€lder. Schließlich können auf einem einzigen Baum in SĂŒdameika mehr Ameisenarten leben als in ganz Deutschland zusammen. Daneben macht dies auch deutlich, dass die Zeit, die zur Erforschung dieser faszinierenden Tiere bleibt, nur kurz bemessen ist.
Daher werden Arten, die durch Antstore aus tropischen Regionen eingefĂŒhrt werden auch hinsichtlich ihrer Verhaltensbiologie erforscht. Mittelfristig ist auch eine Ausweitung dieser Forschungen angedacht, da Ameisen auch ein Eldorado der Pharmaindustrie darstellen. Schließlich produziert jede Art ihr eigenes MetathorakaldrĂŒsensekret, welches hĂ€ufig antibiotische oder fungizide Eigenschaften aufweist. Diese Substanzen können in Zukunft wertvolle Arzneimittel darstellen. Da jedoch die wenigsten Ameisenarten gezĂŒchtet werden können ist eine ausreichende Untersuchung sehr aufwendig und teuer. Aus diesem Grunde versucht Antstore-Forschung Zuchtbedingungen fĂŒr verschiedene Arten zu Etablieren und zu Optimieren. Dr. Joachim Langstein möchte diese Forschungen jedoch noch ausweiten. Als Molekularbiologe und Immunologe mit jahrelangen Erfahrungen in universitĂ€ren und industriellen Forschungslaboratorien interessieren ihn auch diesbezĂŒgliche Fragestellungen sehr. So ist es fĂŒr die Grundlagenforschung sehr interessant zu klĂ€ren, durch welche Genprodukte Königinnen ein fĂŒr Insekten exorbitantes Alter von bis zu 30 Jahren und mehr erreichen können, wohingegen Arbeiterinnen, die grundsĂ€tzlich mit den gleichen Genen ausgestattet sind, eine bedeutend kĂŒrzere Lebensspanne haben. Die dafĂŒr verantwortlichen Gene können fĂŒr die Altersforschung auch beim Menschen eine hohe Bedeutung haben.



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