GelĂ€ndebau fĂŒr Lasius niger - die Mine

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Chrischan42
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#1 GelĂ€ndebau fĂŒr Lasius niger - die Mine

Beitrag von Chrischan42 » 4. MĂ€rz 2010, 19:55

Hallo Forengemeinde,


nun bin ich auch schon etwas ĂŒber ein Jahr hier im Forum aktiv. Angefangen habe ich mit einer 11 Frauen starken Lasius niger Kolonie, die ihre erste Saison in einem ca. 20x30x28 (BxLxH) spĂ€rlich eingerichtetem Formicarium in Angriff genommen hat. Nun ja, der Bodengrund bestand aus kleinen Kieseln und Welssand. Dazu kamen einige kleinere Steinchen, eine kleine Stammgabel und ein dĂŒnner verzweigter Ast als Zugang zur extern stehenden Farm. Das wars im Großen und Ganzen schon. Allemal ausreichend, aber ein Blickfang war es in meinem Zimmer nicht.
Das soll sich dieses Jahr Àndern, denn ich habe mich mal rangesetzt, um zu skizzieren, schneiden, kleben, anmalen, usw. Bald geht es ja wieder los, noch sind sie zwar in Winterruhe, aber die Zeit drÀngt :spin2:


Ich möchte versuchen, die einzelnen Arbeitsschritte grob zu trennen, sodass jeder Schritt ein eigenen Beitrag bekommt, in dem ich dann zu einzelnen Techniken kurze ErlĂ€uterungen geben werde. Hier bietet es sich auch an, jedem Schritt eine eigene Materialien- und Werkzeugliste zu verpassen. So kann sich jeder Anregungen zu den einzelnen Schritten holen und muss sich gleichzeitig nicht die Materialien aus einer großen Liste zusammensuchen. Auch hat es den Vorteil, dass man nicht alle Sachen sofort kaufen muss, sondern nur diejenigen, die man wirklich fĂŒr einen Schritt braucht. Einige Schritte bedĂŒrfen eh einer Trockenzeit und andererseits kommt es denen zugute, die wöchentlich nur einen bestimmten Betrag zur VerfĂŒgung haben und sich Dinge nach und nach kaufen (so war es bei mir :))

So, bevor es jetzt losgeht, möchte ich noch einmal sagen, dass BeitrĂ€ge hinzukommen, wenn ich weiter gebastelt habe, so ist also der letzte Beitrag mein aktueller Stand. Weiterhin sind die kleinen Bilder Links zu grĂ¶ĂŸeren auf PicMirror, also einfach draufklicken.

Sollten Fragen, Anregungen, Kritiken, Lobe, etc. auftauchen, so benutzt bitte dieses Thema: Diskussion - GelĂ€ndebau fĂŒr Lasius niger - Die Mine

Dort kann dann nach Herzenslust diskutiert und gefragt werden.

Ich wĂŒnsche erstmal frohes Lesen und hoffe, euch gefĂ€llt mein GelĂ€nde, bzw. ich konnte bei einigen Schritten gute, brauchbare Anregungen, Ideen und Hinweise geben.

VG,Chris


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#2 AW: GelĂ€ndebau fĂŒr Lasius niger - Die Mine

Beitrag von Chrischan42 » 4. MĂ€rz 2010, 20:06

Schritt 1: planen, skizzieren, vorbereiten.


Materialien und Werkzeuge: Phantasie, Gehirnmasse, Bleistift, Papier, Arena, Internet evtl. Radiergummi und ein Zollstock, bzw. Lineal


In einem ersten Schritt habe ich mir ĂŒberlegt, wie es ĂŒberhaupt aussehen soll. Hier habe ich mich aber noch nicht richtig festgelegt, eher sollte eine Grundidee und Grundthema gefunden werden. Auch habe ich mich nicht an den Schreibtisch gesetzt und akribisch drauf los gemalt, sondern eher wĂ€hrend der alltĂ€glich anfallenden Arbeiten so nebenher ĂŒberlegt. Ich schaute mir auch immer mal wieder diverse Tabletop-Seiten im Internet an. Da ich auch mal etwas Warhammer gespielt habe, wusste ich also, dass man in der Szene gute AnsĂ€tze, Ideen und Tipps bekommen kann, was den GelĂ€ndebau anbelangt. Auch sind die Eisenbahnmodellbauer da eine gute Adresse. Nun, eine Seite fand ich besonders ideenreich, auch findet man dort gute Bauanleitungen: HdR-GelĂ€ndebau.

Hier entnahm ich auch die Idee, einen der AnschlĂŒsse der Arena in einer Art Bergbaumine zu verstecken. Denn das Formi kaufte ich schon in der letzten Saison und bohrte auch schon die AnschlĂŒsse. Im Nachhinein etwas hoch, also musste diese Höhe irgendwie ĂŒberbrĂŒckt werden. So stand also das erste GelĂ€ndestĂŒck fest. Es sollte ein Teil eines Berges darstellen, in dem ein Mineneingang eingearbeitet ist.

Also Gebirge soll das Thema sein. Nun gut, dann ist es so :spin2:

Die Entscheidung fiel recht schnell. Hinzu kommt, dass Gebirge nicht wirklich schwer ist nachzubilden, ihr werdet es sehen.
Der andere Arenaanschluss bekam also auch einen Berg, jedoch wollte ich hier keine zweite Mine bauen, sondern es sollte einfach eine Art „Podest“ darstellen, der die Meisen auf Höhe des Anschlusses bringt.

Die ersten Grundideen standen nun fest und ich konnte mir Gedanken machen, wie und mit welchen Materialien sich alles umsetzen lĂ€sst. Dies geschah aber grĂ¶ĂŸtenteils im Kopf.

So richtig losgegangen ists dann auch mit der Bastelei mit der ersten Skizze und das Festlegen der GrĂ¶ĂŸe der GelĂ€ndestĂŒcke. In der letzten Saison kaufte ich ja schon das Formi, dieses besitzt die GrundflĂ€che 20x30 cm und hat eine Höhe von 20 cm. Die Anschlussbohrung befindet sich im Mittelpunkt bei ca. 8 cm Höhe vom Boden aus. Es ist wirklich ratsam, beim Baubeginn die Arena schon vor sich zu stehen zu haben, so kann man die Dimensionen besser abschĂ€tzen und besser planen.

Ich bin nicht der beste Zeichner, aber hier kann man ganz gut die Aufteilung in der Arena sehen. Ich legte ein zurechtgeschnittenes Blatt Papier auf den Boden der Arena und kennzeichnete die AnschlĂŒsse, die Positionen und GrĂ¶ĂŸen der GelĂ€ndeteile so, wie sie spĂ€ter in der Arena stehen sollten. Die Ă€ußeren Linien sind zur Orientierung fĂŒr den groben Ausschnitt aus dem Material.


Bild



Das wars erstmal zum ersten Schritt.

Im nÀchsten Schritt erfolgt die Formgebung und Modellierung.

VG, Chris
DateianhÀnge
Bild01-Skizze-kl.JPG


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#3 AW: GelĂ€ndebau fĂŒr Lasius niger - Die Mine

Beitrag von Chrischan42 » 4. MĂ€rz 2010, 20:51

Schritt 2: Formgebung und modellieren


Materialien und Werkzeuge: Styroporplatten in den StĂ€rken 10, 15, 20 mm, Bastelmesser mit diversen Klingen, LaubsĂ€ge, Kataba-SĂ€ge (asiat. ZugsĂ€ge), Schleifklotz und Schleifpapier kleinerer Körnung, Holzleim express, Pinsel, kleine Mischschale, angespitzte HolzstĂ€be, bzw. Zahnstocher, Stecknadeln, Folienstift und Maßstab.

Bild


Das rechts ist eine alte Federtasche aus HolzstÀben. Diese wurden herausgezogen und angespitzt.

Ich entschied mich fĂŒr das Material Styropor. Es lĂ€sst sich gut zu Gebirge ummodellieren und lĂ€sst sich leicht schneiden. Ein eventueller Nachteil besteht aber darin, dass dies vor den relativ starken Mandibeln versiegelt werden muss, damit die kleinen das Styropor nicht zerlegen und sich womöglich noch dort einnisten. Da ich eine Höhe brauchte, die die Platten einzeln nicht abdecken konnten, habe ich Rechtecke entsprechender GrĂ¶ĂŸe abgesĂ€gt und sie zusammengeklebt. Die Maße entnahm ich meiner Skizze. Die Kataba erwies sich dort als sehr nĂŒtzlich. Erstens schneidet sie sauber ohne großartig das Material auszufressen und zweitens lassen sich mit ihr rechtwinklige Kanten schneiden, sodass die Schnittkante am ĂŒbrig gebliebenen Material sofort wieder „einsatzfĂ€hig“ ist.
Zum Kleben benutzte ich Holzleim. Er klebt Styropor fĂŒr mich zufriedenstellend zusammen. Diesen mischte ich mit Wasser, sodass dieser flĂŒssiger ist – so ca. Sahne-ViskositĂ€t hatte er bei mir. Das hat den Vorteil, dass man nicht so viel Kleber braucht, er sich gut verstreichen lĂ€sst und auch besser in die Ritzen des Styropors kriechen kann. Ein Pinsel hilft, den Kleber zu verteilen. Dieser sollte jedoch sofort nach dem Verstreichen ausgewaschen werden, sonst ists dann kein Pinsel mehr. Ich habe immer ein Glas Wasser fĂŒr so etwas bereit stehen.
Mit den HolzstĂ€ben wurden die Platten dann miteinander fixiert und das ganze erstmal einige Stunden trocknen gelassen. So bereitet man erstmal alle StyroporwĂŒrfel vor, aus denen spĂ€ter die GelĂ€ndeteile eintstehen sollen. Bei dem GelĂ€ndeteil mit der Mine wurden aber die StyroporwĂŒrfel fĂŒr den unteren Teil und den oberen Teil noch nicht miteinander verklebt. So dass sich die Mine besser herausarbeiten lĂ€sst. So hatte ich insgesammt drei StyrowĂŒrfel, die erstmal trocknen mussten.

Das Bild zeigt den StyrowĂŒrfel fĂŒr das untere Gebirgeteil der Mine

Bild


Nachdem ich die WĂŒrfel einige Stunden (ca. 3h) trocknen lassen habe ging es ans modellieren. Von meiner Skizze ĂŒbertrug ich alle markanten Linien. Ich legte die Skizze auf den WĂŒrfel und stach die Linien mit einem dĂŒnnen Folienstift mit stabiler Mine nach. Dabei waren die AbstĂ€nde in Kurven kleiner, als auf nahezu geraden Linien. Mit einer LaubsĂ€ge wurde nun der Teil, der fĂŒr den Aufgang gedacht war abgesĂ€gt.
Eine LaubsĂ€ge produziert herrliche Riefen, die sehr gut dazu geeignet sind, das GegenstĂŒck wieder passgenau einzusetzen. Ich sĂ€gte den Teil ab, um erstens den Aufgang besser abschrĂ€gen zu können und zweitens, um das Gebirge dahinter besser modellieren zu können.
Dabei viel mir auf, dass der Kleber im Inneren noch nicht trocken war. Das kommt daher, weil ins Innere wenig bis gar keine Luft vorstoßen kann, die ja unabdingbar zum Trocknen des Klebers ist. Das ist aber kein Problem, denn an den RĂ€ndern ist er schon fest, fixiert also die einzelnen Lagen genĂŒgend. An der frisch entstandenen Schnittkante zieht der Kleber aber auch recht schnell an, da ja Luft gut rankommt. Um keine Pausen einlegen zu mĂŒssen, ists also gut, wenn man sich beim Kauf fĂŒr Express Holzleim entscheidet.

Bild


Der eben abgeschnittene Teil wurde abgeschrĂ€gt und mit einem Bastelmesser grob in Form geschnitzt. Nun erhielt der Teil, der das Gebirge darstellen soll seine Struktur. Fast willkĂŒhrlich wird das Styropor geritzt, Ecken reingeschnitten und so langsam die Struktur herausgearbeitet. Man sollte sich hierbei nicht den Kopf zerbrechen, sondern einfach drauf losschneiden. Möglichst keine Symmetrien und RegelmĂ€ĂŸigkeiten, denn die gibt’s in der Natur auch nicht. Als ich mit dem ersten Teil zufrieden war, kam das Hinterteil dran. Hier habe ich kurz markiert, wo die SchrĂ€ge die Plattform trifft, also den Übergang und entlang der SchrĂ€ge. So weiß man, bis wo man modellieren muss.
Und wieder fast willkĂŒrlich drauf losgeschnitten. Von oben, von unten, von links, von rechts immer wieder ritzen und pulen. Zu gerade und scharfe Stellen kann man durch nochmaliges Ritzen aus einer anderen Richtung wieder entschĂ€rfen und verkrĂŒmmen.
Bei diesem Schritt aber unbedingt den Staubsauger bereit halten und immer mal wieder saugen. Die statisch aufgeladenen, leichten Fetzen fliegen einfach ĂŒberall hin und bleiben ĂŒberall kleben. Ohne Staubsauger ist da ne Reinigung fast unmöglich ;-)

Nachdem ich mit dem Ergebnis zufrieden war, klebte ich die SchrÀge wieder in das Hinterteil ein, Aufgrund der LaubsÀge ging das schmatzend nur an einer Position.

Das Bild zeigt den Stand bis hierher. Oben ist die Markierung fĂŒr den oberen Gebirgsteil zu sehen.

Bild


Aus dem zweiten StyrowĂŒrfel schnitt ich nun grob die gewĂŒnschte Form aus, vorher die markanten Linien wieder mit dem Folienstift von der Skizze ĂŒbertragen. Mit der LaubsĂ€ge wurde der Mineneingang herausgesĂ€gt. Hier habe ich ganz durch das Material geschnitten. Da das ganze dann spĂ€ter mit Silikon ins Formi geklebt wird, empfand ich es so am einfachsten.
Nun hieß es wieder schnitzen und pulen bis die Fetzen fliegen. Und das taten sie auch, mein Fernserher zeigte sich da als hervorragender Styroschnipselluftfilter, es sammelte sich alles am Bildschirm ;-)

Das Oberteil weicht, bis auf die Mine, nicht vom Unterteil ab, also bedarf es hier keiner weiteren ErklÀrung. Nur: grob vorschnitzen, dann rumschnippeln, bis das Ergebnis zufriedenstellen ist.

Die nÀchsten beiden Bilder zeigen den oberen Teil vor dem Schnitzen und danach. Der Mineneingang ist auch zu erahnen.

Bild


Bild


Auf dem zweiten Bild sind Stecknadelköpfe zu erkennen. Diese sind da, um den oberen Teil beim Trocknen zu fixieren. Oberer und unterer Teil wurden nĂ€mlich schon zusammengeklebt. Hierbei setzte ich den unteren Teil in die Arena, strich den oberen Teil großzĂŒgig mit Kleber ein und setzte den oberen auf den unteren Teil. In der Arena dann drĂŒckte ich alles passgenau in die Ecke und fixierte alles mit Stecknadeln. Am Rand sollte da aber kein Kleber aufgetragen werden, sonst drĂŒckt er sich beim zusammenpressen der Teile an die Glasscheibe.
Vor dem Zusammenkleben wurde die freiliegende ebene FlĂ€che des Unterteils noch mit Schleifpapier hĂŒgelig geschliffen, damit das nicht so glatt und unnatĂŒrlich asschaut. Auch habe ich an einigen Stellen Einschnitte passend zum Oberteil gemacht, damit das GelĂ€nde da auch etwas in die Tiefe geht und nicht alles eben abschließt.

Nachdem alles ĂŒber Nacht getrocknet ist, setzte ich aus Zahnstochern die Holzbalken an den Eingang der Mine. Nach dem Überziehen spĂ€ter mit Fliesenkleber werden die oberen Querbalken als Dach noch aufgeklebt. Dies geschieht aber erst spĂ€ter, sodass ich beim Überziehen noch an sonst verdeckten Stellen versiegeln kann, damit die kleinen auch ja keine LĂŒcke haben, um direkt am Styro rumknabbern zu können.

Bild


Das zweite GelĂ€ndestĂŒck ist auf gleiche Weise entstanden. Die Arbeitsschritte waren: grobe Kontur von Skizze ĂŒbertragen, Aufstieg abgesĂ€gt, grob in Form gebracht, dann die Fetzen fliegen lassen, Aufgang wieder ran geklebt, trocknen lassen.

Bild


Das war im Großen und ganzen schon die Modellierung und Formgebung. Im nĂ€chsten Abschnitt soll es dann um das Versiegeln und weiterer Gestaltung des GelĂ€ndestĂŒckes gehen.

VG, Chris
DateianhÀnge
Bild09-Gelaende02-kl.JPG
Bild08-Mine-kl.JPG
Bild07-Gelaende01-kl.JPG
Bild06-Styro oben-kl.JPG
Bild05-Gelaende unten-kl.JPG
Bild04-Styro geschnitten-kl.JPG
Bild03-Styrowuerfel-kl.JPG
Bild02-Materialien01-kl.JPG


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#4 AW: GelĂ€ndebau fĂŒr Lasius niger - die Mine

Beitrag von Chrischan42 » 8. MĂ€rz 2010, 20:56

Schritt 3: Versiegeln und weitere Gestaltung

Moin moin! Ich habe wieder etwas geschafft, aber seht selbst.

Materialien und Werkzeuge: Spachtel, Gipsbecher, Fugenkleber flexibel, hĂ€rtere Pinsel verschiedener GrĂ¶ĂŸe, Holzleim, Vogel- und Welssand (ersteren ohne Aniszusatz), HolzstĂ€be und Schaschlikspieße.

Bild


Damit das Styropor von den spĂ€teren Bewohnerinnen nicht gleich wieder zerlegt wird, ist es ratsam, die GelĂ€ndestĂŒcke zu versiegeln. Zuerst wollte ich aus KostengrĂŒnden Gips benutzen, doch dieser bricht schnell, wenn die Schicht nur sehr dĂŒnn ist. So wollte ich es einmal mit flexiblem Fliesenkleber versuchen (aus Serroths Baubericht. Ein Dank an dieser Stelle an dich ;)). Ich wĂ€hlte jedoch einen, den ich noch selbst anrĂŒhren musste, so konnte ich ihn mehr nach meinen WĂŒnschen anmischen.

Die erste Schicht sollte sehr dĂŒnnflĂŒssig sein, damit ich erstmal eine Tragschicht bekomme, die auch in die engsten Spalten vordringen kann. Die Tatsache, dass der Kleber reizend ist, ließ mich hoffen, dass das dann auch gut auf dem Styropor haftet. Etwas Wasser in den Mischbecher und dann das Pulver, mit dem Spachtel durchrĂŒhren und, je nach Konsistenz, noch etwas Wasser, bzw. Pulver hinzu. Ich hatte dann eine dĂŒnnflĂŒssige Pampe, die zwar gut vom Spachtel ablĂ€uft, aber noch so eine dicke Schicht hinterlĂ€sst, dass das Metallene des Spachtels nicht durchscheint.

Ich war mutig und ging gleich am GelĂ€ndestĂŒck ans Werk. Mit einem flachen, hĂ€rteren Pinsel wurde dann getupft gestrichen und gedreht, bis alles benetzt und auch ja keine LĂŒcken mehr vorhanden waren. Besonders enge Stellen lassen sich gut einpinseln, wenn der Pinsel gedreht wird. Manchmal hilft auch viel Masse und drehen. Überschuss wird dann wieder aufgenommen, wenn der Pinsel kaum noch Material trĂ€gt. Um die Minenbalken herum benutzte ich nen feinen Pinsel, bei allem anderen einen mittelgroßen, da man doch öfter mal nachtanken muss. Weiterhin ist es ratsam mit einer Mischung nur ein GelĂ€ndeteil zu bearbeiten, da mein Kleber nur 30 Minuten verarbeitbar war und ich fĂŒr ein Teil schon 30 bis 45 Minuten brauchte. Ging aber trotzdem noch ;)

Mit ner neuen Mischung wurde das zweite Teil dann noch eingestrichen und dann kam erstmal ne Nacht Trockenzeit. Der erste Gang:

Bild


Am nĂ€chsten Tag war das Ergebnis soweit zufriedenstellend. Alles ist gut benetzt worden und haften tut es auch gut. Die dĂŒnne Schicht bildet natĂŒrlich noch keinen großen Widerstand, sodass man mit leichtem Druck merkt, wie sich das Styropor noch verformt. Aber dass dabei keine Risse zu erkennen waren, brachte mir ein LĂ€cheln auf die Lippen. Sehr schön, das wĂ€re mit Gips sicher so nicht gegangen. Die Balken an der Mine habe ich mit dem Bastelmesser dann noch etwas von angehaftetem Fliesenkleber befreit.

Jetzt war es an der Zeit, die zweite Schicht aufzutragen. Die wurde erheblich dicker angemischt, jedoch sollte sie immer noch keine Formfestigkeit aufweisen und noch „streichbar“ aussehen. Mit den gleichen Pinseln wurde die Pampe dann diesmal grĂ¶ĂŸtenteils nur getupft, um Pinselriefen zu vermeiden. Es geht hier einiges an kleiner Struktur im Styropor verloren, aber andererseits bekommt man durchs tupfen wieder Struktur hinzu. Keine Angst beim Auftragen, das passt schon ;)
Aber schaut selbst, das Bild zeigt das "Plateau" nach dem zweiten Anstrich.

Bild


Nach einer weiteren Nacht Trockenzeit begutachtete ich die GelĂ€ndeteile und muss schon sagen. Feste Struktur, kratzfest, wunderbar. EindrĂŒcken ließ sich das Styropor auch bei etwas festerem Druck nicht mehr, so hatte ich mir das vorgestellt. Dass das alles auch noch verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig kratzfest war, ließ mich guter Hoffnung sein, dass die Kleinen, wenn sie denn Interesse zeigen, sich schon einen Abknabbern mĂŒssten, um da durch zu komm. Die Anstriche habe ich auch etwas ĂŒber die RĂ€nder hinaus, also auf die RĂŒckseite (Glaszugewandte Seite der GelĂ€ndeteile), gezogen, damit sie nicht von hinten knabbern können. Falls sich im Betrieb dann herausstellen sollte, dass sie doch einen Weg ins Styropor finden, werde ich eine extra Arena bereit halten, sicher ist sicher.

Jetzt sollte noch etwas mehr gestaltet werden. Erstmal musste ich noch einen kleinen Höhenunterschied ĂŒberbrĂŒcken, denn die ArenaanschlĂŒsse hĂ€ngen ĂŒber den GelĂ€ndeteilen noch ca. 1-2 mm in der Luft. Dazu rĂŒhrte ich in einem kleinen Becher wieder Holzleim mit Wasser an. Dazu kam jetzt soviel Vogel- und Welssand, dass das Ganze eine schöne dicke, klebrige Masse ergibt. Damit wurden die kleinen AnhĂ€ufungen vor die AnschlĂŒsse gespachtelt und angepasst.

Bild


Als nĂ€chstes wollte ich kleine Wege auf dem GelĂ€nde haben.Diese sollten sich aber nicht nur durch die Farbe spĂ€ter abheben, sondern auch von der Struktur her. Also mischte ich wieder Holzleim an, diesmal wieder etwa milchig flĂŒssig. Mit nem Pinsel wurde dann der Leim so auf das GelĂ€ndestĂŒck aufgepinselt, wie auch spĂ€ter der Weg verlaufen soll. Anschließend wird alles mit Vogelsand ĂŒberstreut. Nach dem Trocknen der Wege und AnhĂ€ufungen wird der ĂŒberschĂŒssige, nicht festgeklebte Sand abgeschĂŒttelt. Wer möchte, kann diesen Schritt nochmal wiederholen und kleine „Schlaglöcher“ einarbeiten, ich war mit dem ersten Durchgang zufrieden.

Bild


Ich habe ja erwĂ€hnt, dass ein Haufen Grubenholz dazu kommen soll. Diesen bastelte ich im nĂ€chsten Schritt aus den Hölzern aus meiner alten Federtasche. Dazu nahm ich ein Hölzchen und schnitzte willkĂŒrlich mit dem Bastelmesser daran herum, um die unnatĂŒrliche Rundung der Hölzchen gegen natĂŒrlicher wirkende Balkenstrukturen einzutauschen.

Bild


Jetzt auf entsprechende LĂ€ngen ablĂ€ngen, auch hier schön ungleichmĂ€ĂŸig lang die „StĂ€mme“. Mit verdĂŒnntem Holzleim wird eine Seite eines Stammes eingestrichen und an einen nĂ€chsten gedrĂŒckt, dann noch einen und noch einen in einer Ebene drangeklebt. Jetzt gings pyramidenartig in der nĂ€chsten Etage weiter. Nachdem ich alle Balken aufgestapelt habe, sollten an den Seiten noch StĂŒtzpfosten dran. Gesagt, getan. Zum Schluss noch ein Balken, der nicht ganz ordentlich gestapelt wurde, um etwas „Leben“ in dieses Detail zu bekommen.

Bild


Zum Schluss sollten jetzt noch kleine Geröll- und KieshĂ€ufchen dazu kommen. Dies wird Ă€hnlich dem Anlegen der Wege gemacht. Mit angerĂŒhrtem Holzleim, vermengt mit Vogel- und Welssand, wurden die HĂ€ufchen geformt. Die GeröllhĂ€ufchen erhielten noch kleine Kiesel, um grĂ¶ĂŸere Brocken darzustellen. Der bereits getrocknete Grubenholzhaufen kam im gleichen Arbeitsgang auch noch draufgeklebt. Mit einer Mischung aus Holzleim und Vogelsand als Kleber und Untergrund, damit unter dem Haufen keine HohlrĂ€ume entstehen. Zu guter Letzt klebte ich noch die Dachbalken der Mine auf. Hier benutzte ich die gleichen HolzstĂ€bchen, wie beim Holzhaufen und bearbeitete sie auch mit dem Bastelmesser. Alles schön trocknen lassen.

Bild


Da ich das ganze nicht ĂŒberladen möchte, sollte dies nun erstmal reichen. GrĂ¶ĂŸtenteils wurde auch nur die eigentliche Mine mit den Details aufgewertet. Das „Plateau“ Sollte erstmal so nackt bleiben, da ich eventuell plane, die beiden GelĂ€ndeteile mit einer HĂ€ngebrĂŒcke, oder Ähnlichem zu verbinden. Das wĂŒrde dann aber erst ganz zum Schluss passieren, da ich mich bisher noch nicht recht entscheiden konnte.
Noch einmal die komplette Mine bis hierher:

Bild


Gut, ich hoffe, ihr hattet Gefallen an diesem Schritt. DemnĂ€chst geht es dann weiter mit der Farbgebung. Nun habe ich doch eine Frage an euch: Ich möchte die GelĂ€ndeteile nicht in einem Gebirgsgrau bemalen, sondern eher in Sandfarben, damit das dann besser zu dem Bodengrund passt. Ich habe bisher braun, schwarz, weiß gekauft. Wie kann ich denn Sandfarben am Besten mischen? Möglichst mit den vorhandenen Farben. Im Netz fand ich ein paar Angaben, aber alle dort benutzten Farben mĂŒsste ich noch kaufen. Was ich definitiv noch kaufe ist gelb und grĂŒn. Könnte mir vorstellen, dass das Mischen von gelb, braun, weiß zu einer Sandfarbe fĂŒhrt.
Auf dem obigen Bild wirkt der Schatten schon ein wenig, ich ĂŒberlege, es evtl.so zu lassen. Aber mit Farbe bekommt man noch etwas mehr Tiefe und das Holz wirkt auch nicht so einfarbig. Was meint ihr?

Antworten könnt ihr hier im Diskussions-Thread posten.

Zu guter letzt noch ein Bild mit einem 1 cent StĂŒck.

Bild


VG, Chris
DateianhÀnge
Bild20-1cent-kl.JPG
Bild19-Mine02-kl.JPG
Bild18-Haufen-kl.JPG
Bild17-Grubenholz-kl.JPG
Bild16-Hoelzchen-kl.JPG
Bild15-Weg-kl.JPG
Bild14-Anschlusshaufen-kl.JPG
Bild13-zweiter_Anstrich02-kl.JPG
Bild11-erster_Anstrich-kl.JPG
Bild10-Materialien02-kl.JPG


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#5 AW: GelĂ€ndebau fĂŒr Lasius niger - die Mine

Beitrag von Chrischan42 » 28. April 2010, 12:27

Schritt4: Bemalung

Hallo Forengemeinde! Das letzte Update ist nun schon eine Weile her. Nun hab ich aber mal wieder etwas Luft, um meinen Baubericht weiter zu fĂŒhren. Schonmal vorweg: Meine Lasius niger bewohnen das Formi schon.
Nun gut, weiter geht’s ;)

Materialien und Werkzeuge: Acrylfarben von MĂŒller und aus dem KĂŒnstlerbedarf in den Farbtönen schwarz, oxydbraun dunkel, Terra di Siena gebr., lichter Ocker, dunkelgrĂŒn und weiß. Des Weiteren Pinsel mit hĂ€rteren Borsten und eine Mischschale und natĂŒrlich Wasser.

Bild


Acrylfarbe hat den Vorteil, dass sie wasserlöslich ist. Man kann sie also mit Wasser verdĂŒnnen. Ist sie aber erst einmal getrocknet, hilft Wasser nicht mehr viel, d.h.sie ist dann wasserbestĂ€ndig. Also: Pinsel immer schön auswaschen, sonst ist er nicht mehr zu retten.

Erst einmal möchte ich vorweg kurz die Technik erlĂ€utern. Ich benutzte die Technik des TrockenbĂŒrstens, auch Drybrushing genannt. Einige werden diese Technik sicherlich kennen. Sie wird viel im Modellbau benutzt, um Akzente und Highlights zu setzen.
Im Prinzip lĂ€uft es so ab, dass man mit einer sehr dunklen Farbe grundiert. Nach dem Abtrocknen der Grundschicht mischt man die Farbe einen Stich heller. Diese Mischung nimmt man mit einem Pinsel auf und wischt ihn erstmal ĂŒber Zeitungspapier bis kaum noch Farbe am Pinsel ist. Wichtig hierbei ist erstens, dass der Pinsel hĂ€rtere Borsten besitzt und zweitens, je heller die Farbe, desto weniger Farbe belĂ€sst man am Pinsel. Das geht soweit, dass fĂŒr die letzten Schichten keine Farbe mehr auf dem Zeitungspapier zu erkennen sein sollte. Trotzdem ist noch genug Farbe fĂŒr die letzten Highlights am Pinsel.
Durch diese Technik ist gewÀhrleistet, dass Farbe nur auf erhabenen Stellen aufgetragen wird und Vertiefungen nicht mit Farbe bedeckt werden.

ZurĂŒck zur nĂ€chsten Schicht nach der Grundierung. Nachdem der Pinsel ĂŒber dem Zeitungspapier abgewischt wurde, bĂŒrstet man mit dem Pinsel ĂŒber das Modell. Je mehr man bĂŒrstet, desto mehr Farbe ĂŒbertrĂ€gt sich auf das Modell. Immer wieder Farbe nachlegen. FĂŒr die ersten Deckschichten bĂŒrstet man so lange, bis wirklich nur an den tiefsten Stellen die Farbe der Grundierung noch zu sehen ist. Die Konsistenz der Farbe muss man etwas durch probieren herausfinden. Sie sollte nicht zu flĂŒssig sein, sonst ist sie transparent und deckt nicht richtig. Ist sie zu dick, besteht die Gefahr, dass kleine Details mit Farbe zugekleistert werden und unter den Schichten verschwinden.

Ich benutzte fĂŒr meine GelĂ€ndeteile den ockerfarbenen Ton, den ich erst mit schwarz abdunkelte, spĂ€ter dann mit weiß aufhellte.

Meine Grundierung:

Bild


Meine GelÀndeteile nach den ersten 2 bis 3 Deckschichten. Gut zu erkennen ist hier, dass die Grundierung wirklich nur an den tiefsten Stellen durchscheint:

Bild


Da die Farbe beim TrockenbĂŒrsten sehr schnell trocknet, können ohne große Pausen alle Schichten aufgetragen werden. Wie schon gesagt, sollte immer weniger Farbe am Pinsel belassen werden, je heller die Farbe wird, also je höher man mit den Schichten kommt. Außerdem gilt es, immer mehr Farbtöne unterer Schichten frei zu lassen, d.h. die IntensitĂ€t und HĂ€ufigkeit des ÜberbĂŒrstens ĂŒber eine Stelle stetig zu verringern.

Nach weiteren Schichten kam dann der Ockerton immer mehr zum Vorschein. Hier sieht es ziemlich gelb aus, da diese Schicht mit dem puren ocker bebĂŒrstet wurde:

Bild


Diese Nahaufnahme zeigt die dunkleren und tieferen Bereiche besser. Gut zu erkennen ist, dass die Grundierung nur an den tiefsten Stellen noch durchscheint:

Bild


So wurde nun weiter verfahren, nur dass nun der Ockerton mit weiß schrittweise aufgehellt wurde. Zwischendurch bĂŒrstete ich mit zwei bis drei GrĂŒnnuancen sehr sparsam trocken, um dem GelĂ€ndeteil mehr Alter zu verleihen. Es soll Moosablagerungen darstellen. Zum Schluss wurde mit sehr hellem grau und reinweiß noch einmal nur die höchsten Stellen und auch nur ganz sachte trocken gebĂŒrstet.

Das Ergebnis kann sich, denke ich mal, sehen lassen. Leider ist die richtige Wirkung auf den Bildern nur schwer zu erkennen, aber seht selbst:

Bild


Eine Detailaufnahme:

Bild


Auf dem Bild ist auch das Grubenholz und der Mineneingang schon trockengebĂŒrstet. Dies geschah, nachdem der Fels fertig gebĂŒrstet war. Benutzt habe ich Nuancen der Brauntöne. Erst mit schwarz abgedunkelt, dann mit weiß aufgehellt. Zum Schluss mit hellem grau und reinweiß, was ganz gut Staubablagerungen imitiert.

Noch ein Bild von meinem kleinen GelÀndeteil:

Bild


So, zum Schluss eine Übersicht benutzter Farbtöne. Zu sehen sind nur die Farbtöne fĂŒr den Fels. Farbtöne fĂŒr das Holz und die Moosablaberungen habe ich nicht mit aufgefĂŒhrt:

Bild


Alles in Allem hat die komplette Bemalung einen ganzen Nachmittag in Anspruch genommen.
Ich hoffe, ihr hattet Spaß an diesem Schritt. DemnĂ€chst folgt noch der Schritt 5, der ĂŒber den Einbau und die Einrichtung des Formis handelt.

Hier kann ĂŒber diesen Bericht diskutiert werden: Diskussion


Bis bald und Viele GrĂŒĂŸe, Chris
DateianhÀnge
Bild29-benutzteFarbmischungen-kl.JPG
Bild28-letzterAnstrich_klGelaende-kl.JPG
Bild27-letzterAnstrich_detail01-kl.JPG
Bild26-letzterAnstrich-kl.JPG
Bild25-weitereAnstriche02_detail-kl.JPG
Bild24-weitereAnstriche02-kl.JPG
Bild23-weitereAnstriche01-kl.JPG
Bild22-Grundierung-kl.JPG
Bild21-Materialien03-kl.JPG


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#6 AW: GelĂ€ndebau fĂŒr Lasius niger - die Mine

Beitrag von Chrischan42 » 11. Juni 2010, 02:16

Schritt 5: Einbau und Einrichtung

So, nun soll endlich der letzte Schritt folgen. Hier gibt es aber auch nicht mehr soviel zu sagen, sodass es diesmal eher kurz und knackig wird. Achso, komme gerade von unserem Campusfest, die BTU Cottbus ist heute (mittlerweile gestern) 19 Jahre geworden. Ich bin also a bissl stramm ^^.
Wie auch in den vorherigen BeitrĂ€gen sind die Bilder Links zu grĂ¶ĂŸeren auf PicMirror, also zur VergrĂ¶ĂŸerung einfach draufklicken.

Materialien und Werkzeuge: Arena – Löcher schon gebohrt, Alurohr 8/10mm (Innen-/Außendurchmesser), Cutter, Silikon ohne pilzhemmende Zusatzstoffe, kleine SchĂŒssel mit SpĂŒliwasser, Bodengrund – bei mir Kies mit der Körnung 0,3mm-0,9mm, PVC-Folie – ca. 0,8mm stark.

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Im Schritt 1 erwĂ€hnte ich ja bereits, dass ich die Löcher in der Arena bereits gebohrt hatte. Es schadet aber nicht, dies erst jetzt zu tun. So hat man auch mehr Freiheit bei der Gestaltung, da man die Löcher an die GelĂ€ndeteile anpassen kann und nicht die GelĂ€ndeteile an die Löcher ;). Wer aber trotzdem wissen möchte wie ich die Löcher gebohrt habe, der benutze bitte die erweiterte Suchfunktion und suche dort nach „Glas bohren“ o. Ä. im gesamten Beitrag (d.h. nicht nur im Titel suchen) und gebe als Autor mein Nick an. Ich habe schon einige Male mein Vorgehen beim Glasbohren niedergeschrieben, es sollte also etwas zu finden sein. Wenn nicht, einfach nochmal im Diskussionsfred nachfragen.

So, der erste Arbeitsgang war das grĂŒndliche AusspĂŒlen der zukĂŒnftigen Arena. Ich benutzte die Duschbrause und warmes Wasser ohne SpĂŒlmittel. Alles gut abtrocknen. Jetzt wurden die RĂŒckseiten der GelĂ€ndeteile am oberen Rand mit einer nicht zu sparsamen Silikonwurst versehen. Der Boden blieb bei mir frei von Silikon, da ich den Bodengrund spĂ€ter einige Zentimeter hoch einbringen werde und sicher keine Tunnel bis zum Boden gegraben werden können. Das Minenloch wurde auf der RĂŒckseite auch rings herum mit einer Silikonwurst versehen. Nun plazierte ich die GelĂ€ndestĂŒcke vorsichtig in der Arena und drĂŒckte sie fest an. Leider setzte ich die SilikonwĂŒrste an einigen Stellen zu hoch, sodass Überschuss an einigen Stellen leicht hervorquoll. Ohne dieses hĂ€tte es zwar noch etwas besser ausgesehen, aber so arg stören tun sie mich auch nicht. Jetzt kamen die AnschlussstĂŒcke an die Reihe. Vom Alurohr sĂ€gte ich 2 ca. 20mm lange StĂŒcke ab und entgratete die SĂ€gekanten. Diese in die Löcher der Arena gesteckt und rings herum Silikon aufgebracht. Wenn man seine Finger in SpĂŒliwasser taucht, kann man das Silikon gut andrĂŒcken und verteilen, ohne dass es an den Fingern kleben bleibt. Es sollte aber tunlichst darauf geachtet werden, dass Stellen, an denen das Silikon haften soll, nicht mit dem SpĂŒliwasser benetzt werden, sonst klebt es an jenen Stellen nicht.
Im Schritt 3 beschrieb ich, dass Sand/Kies und Holzleim benutzt wurde, um einen gewissen Höhenunterschied zwischen Durchgangsloch und GelĂ€ndestĂŒck zu ĂŒberbrĂŒcken. Dieses HĂ€ufchen diente nun als Anschlag fĂŒr meine AnschlussstĂŒcke. Ich konnte die Röhrchen also bis zum Anschlag in die Löcher schieben – sehr praktisch ;)

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Beide GelĂ€ndestĂŒcke bereits eingeklebt:

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Nun sollte noch ein Kragen aus PVC-Folie angebracht werden, an dem von unten der Ausbruchschutz aufgetragen wird. Diese Methode finde ich sehr praktisch. Erstens mĂŒssen die Kleinen kopfĂŒber ĂŒber den Ausbruchschutz, was nahezu unmöglich ist, zweites bleibt die Arena offen und man kommt gut mit der Hand hinein.
Die Außenmaße der Arena wurden auf die Folie ĂŒbertragen und mit einem Cutter dieses StĂŒck herausgeschnitten. Mein Kragen ist 4cm breit, also reduzierte ich die Maße um jeweils 4cm und trennte das innere StĂŒck heraus. Auf den oberen Rand der Arena trug ich wieder Silikon auf und legte den Kragen vorsichtig auf. Mit einer genĂŒgend großen und stabilen FlĂ€che (bei mir A4 Ringordner) drĂŒckte ich den Kragen nun fest auf den Rand und ließ dieses ĂŒber Nacht trocknen. Es wurden aber noch weitere Ringordner aufgelegt, um genĂŒgend zu belasten. Am nĂ€chsten Tag dann schnitt ich ĂŒberstehende Folie und Silikon mit einem Cutter bĂŒndig ab. Um saubere und bĂŒndige Kanten zu erhalten, können die Außenmaße beim Zuschnitt ruhig etwas grĂ¶ĂŸer ausfallen, zugeschnitten wird, wie gesagt im ausgetrockneten Zustand. Die Glaskante des Arenarandes dient hier als Anschlagkante fĂŒr das Cuttermesser.
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Das wars, das Formi ist fertig. Der Schritt war doch nicht so kurz und knackig, naja. Ich hoffe, ihr findet, oder fandet gefallen an meinem Bericht und ich konnte gute Anregungen geben. Zum Abschluss gibt es noch ein paar Bilder von meinem fertig eingerichteten und bewohnten Formi.

Die Arena mit Bodengrund. Bei genauem Hinsehen ist zu erkennen, dass meine Kleinen schon etwas umgestaltet haben. So wurde das Farmsubstrat teilweise hinausgetragen und der obere Weg damit gepflastert.

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Meine Farm von vorn.

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Und von hinten.

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Ich dunkle meine Farm mit Pappe ab. Sie steht in einem HolzstÀnder. Die Pappscheiben können so unten mit Stecknadeln dicht am Glas fixiert werden. Oben benutzte ich Klebestreifen, so kann man die Pappscheibchen hochklappen. Die Farmbilder stammen von Dienstag dieser Woche. Heute sieht sie schon wieder anders aus, da meine Krabbler zur Zeit eifrig erweitern ;)

Das letzte Bild zeigt meine gesamte Anlage.

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Zu sehen ist hier, dass vor der Farm noch ein Pappschild steht. Dieses ist nicht die Pappscheibe, die die Farm verdunkelt, sondern ein extra PappstĂ€nder. Dieser dient dazu, die Farm vor direkter Sonneneinstrahlung zu schĂŒtzen, da sie nachmittags ab 4 Uhr ca. 3 Stunden teilweise besonnt wird. Durch den Pappschild steht die Farm sozusagen im Schatten und es wird so nur die Arna besonnt.
Achso, die Farm ist ein Eigenbau, wenn gewĂŒnscht, kann ich das auch nochmal kurz beschreiben. Sagt mir dann einfach im Diskussionsteil bescheid.

Zu guter letzt noch einmal der Link zum Diskussionsfred: Diskussion
http://www.ameisenforum.de/technik-basteln/38484-diskussion-gel-ndebau-f-r-lasius-niger-die-mine.html
Viele GrĂŒĂŸe, Chris
DateianhÀnge
Bild37-Formi-kl.JPG
Bild36-Farm_hinten-kl.JPG
Bild35-Farm_vorn-kl.JPG
Bild34-Arena-kl.JPG
Bild33-Rahmen-kl.JPG
Bild32-eingebaut-kl.JPG
Bild31-eingang_eingebaut-kl.JPG
Bild30-Materialien04-kl.JPG


Ich halte:
seit April 2009 eine Lasius cf. niger Kolonie, aktuell ca. 4000 Frauen

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