Ytong-Nest z.T. abriegeln

Re: Ytong-Nest z.T. abriegeln

Beitragvon FunkyBrain » 11. Januar 2018, 19:30

So ganz habe ich dann wohl nicht verstanden wie dein zukünftiges Setup aussehen soll. Ich frage deshalb mal ganz konkret: Soll der Arena- und Nestbereich zusammen in deinem 80 * 40 * 40 cm Becken oder wird der Raum hinter den Nestern aufgefüllt und quasi eine zweite Ebene als Auslauf über den Nestblöcken im selben Becken geschaffen? Für mich hat es sich nach letzterem angehört und da frage ich mich, wie du den Arenabereich abtrennen möchtest?


Ich habe eine Zeichnung gemacht, die den Aufbau einfacher erklären sollte. Die Grafik habe ich eingefügt.

Ameisenfarn.jpg


Ich habe deine Frage auch nicht als "andrehen" interpretiert. Wie so oft, ist man am Anfang eines Hobbys für jede Art von Empfehlung und Tipp dankbar. Ich bin was das betrifft noch nicht vollkommen auf Lasius niger eingefahren, sondern würde auch gerne eine andere Gattung nehmen, die mich nun nicht als Anfänger vor unlösbare Probleme stellt, aber vielleicht das Problem der Winterruhe umgehen lässt.
Auf Grund der Größe des Beckens, ist eine langfristige Haltung geplant.

Viele Grüße
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Re: Ytong-Nest z.T. abriegeln

Beitragvon Sir Joe » 11. Januar 2018, 20:00

Ok ich gehe davon aus, dass die Öffnung/ Erweiterung erstmal verschlossen bleibt und die Arena, so wie ich es mir gedacht habe, im selben Becken ist. Wie schon geschrieben wäre das machbar, wenn du das ganze Becken im Keller bringen kannst. Als Füllmaterial hinter den Nestblöcken würde ich allerdings von einem Sand-Lehm Gemisch abraten, eine bessere Möglichkeit sich dort einzunisten kannst du den Ameisen kaum bieten. Loser Quarzsand der nicht grabfähig ist wäre meine Wahl oder vielleicht sogar noch besser, gar kein Füllmaterial und die Trennscheibe auf Stützen plazieren.

Das Ganze ist für den Anfang natürlich sehr überdimensioniert aber den Ameisen wird der große Auslauf nicht stören. Ob nun Lasius niger oder doch eine andere Art bleibt dir überlassen. Ich mag diese Art sehr gerne und möchte dich eigentlich nicht davon abbringen.

Für so ein großes Nest, solltest du übrigens mehr als nur eine Stelle für die Bewässerung einplanen.
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Re: Ytong-Nest z.T. abriegeln

Beitragvon Serafine » 12. Januar 2018, 01:31

Sir Joe hat geschrieben:Versteh mich bitte nicht falsch, ich möchte dir keine exotische Art andrehen und halte Lasius niger für die richtige Wahl zum Einstieg. Diese Art wird dir im laufe der Zeit viel Freude bereiten und auch zeigen was es mit dem Ausbruchschutz auf sich hat.

Ich halte Formica fusca ehrlich gesagt für die deutlich bessere Einsteigerart. Lasius niger hat so ein paar Eigenheiten, die für Einsteiger nicht unbedingt ideal sind - sie sind ziemlich klein (und können dadurch auch leicht ausbrechen), EXTREM ausbruchsfreudig (jedesmal wenn ich ein neues Teil zum Setup meiner Lasius niger hinzufüge tasten sie wirklich JEDE Ritze ab (ganz besonders die Ritzen) während meine Camponotus neue Teile erstmal ignorieren), verdammt schnell (schwer einzufangen, wenn mal ein paar Arbeiterinnen ausgebüxt sind), extrem aggressiv gegenüber anderen Ameisen (einem Bekannten sind die ausgebrochen und haben einen Krieg mit seinem Pheidole megacephala angefangen, den sie auch gewonnen hätten), außerdem kann Lasius niger sehr schnell wachsen und sehr große Kolonien bilden (50.000 Ameisen sind schon ne Hausnummer und benötigen auch entsprechend Platz).

Wenn man genug Platz hat und ein entsprechend sicheres Becken (mit Deckel) ist das natürlich alles kein Problem, die Gefahr bei Lasius niger ist halt immer das Neulinge mit dem rasanten Wachstum schnell überfordert sind. Mit dem obigen Becken sollte das aber kein Problem sein.
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Re: Ytong-Nest z.T. abriegeln

Beitragvon FunkyBrain » 14. Januar 2018, 01:01

Vielen Dank für eure Tipps,

nach weiteren Stunden des Einlesens, habe ich mich nun doch für die Gattung Messor barbarus entschieden und werde mein Becken nun entsprechend mit Heizmatten ausstatten und einen weiteren Plexiglas Rahmen unter dem eigentlichen Deckel einkleben, um den Ausbruchsschutz zu erweitern.

Ok ich gehe davon aus, dass die Öffnung/ Erweiterung erstmal verschlossen bleibt und die Arena, so wie ich es mir gedacht habe, im selben Becken ist. Wie schon geschrieben wäre das machbar, wenn du das ganze Becken im Keller bringen kannst. Als Füllmaterial hinter den Nestblöcken würde ich allerdings von einem Sand-Lehm Gemisch abraten, eine bessere Möglichkeit sich dort einzunisten kannst du den Ameisen kaum bieten. Loser Quarzsand der nicht grabfähig ist wäre meine Wahl oder vielleicht sogar noch besser, gar kein Füllmaterial und die Trennscheibe auf Stützen plazieren.


Ich bringe auf die Ytong-Nester eine kleinere Glasplatte an, wie bereits beschrieben. Allerdings nicht wie geplant, Plexiglas. Das Material ist einfach zu weich. Die Glasplatte habe ich bereits in den richtigen Maßen bestellt und erwarte die nächsten Tage die Lieferung. Natürlich bleibt der Raum unter der Platte leer. Sonst könnte ich das Becken später gar nicht mehr bewegen. Außerdem könnte ich dort später noch weitere Nester einsetzen.

Als Basis auf der Glasfläche, dient ein Lehmboden, den ich entsprechen modellieren möchte. Als Füllstoff dann später ein feiner Terrarien-Sand. Den Rest werde ich mit Gips bauen.
Ich suche nun noch nach einer entsprechenden Heizmatte. Ich wollte nicht das gesamte Nest heizen, da Ytong die Wärme sowieso sehr gut aufnimmt und transportiert und ich den Tieren auch einen kühleren Bereich anbieten möchte. Habt ihr da vielleicht einen Vorschlag für eine etwas größere, einstellbare Heizmatte?


Viele Grüße
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Re: Ytong-Nest z.T. abriegeln

Beitragvon FunkyBrain » 23. Januar 2018, 21:51

Wollte mal schnell ein kurzes Update posten...

Das Formicarium nimmt langsam Form an.
Habe mich beim Bau des Deckels von Sir Joe inspirieren lassen und einen Acrylglas Deckel mit Scharnieren und durch Stahl-Gaze geschützte Belüftung gebaut.
Als Licht dient eine LED Lichtleiste mit Fernbedienung und RGB Beleuchtung. An der richtigen Farbe, arbeite ich noch.

Als Heizmatte habe ich mir nun eine regelbare 14 Watt Matte bestellt und das Becken auf eine 40er Styroporplatte gestellt.
Den Bereich für die Heizmatte konnte ich mit viel Fleißarbeit aushöhlen, damit später keine zu starke Stauwärme entsteht. Außerdem wird die Wärme gut isoliert.
Das Nest hat einen Temperaturfühler bekommen, um die ersten Tage ein Gefühl für die Wärmeentwicklung zu bekommen.
Auf den Gipsnestern, liegt eine Glasplatte und wird von selbst gebauten "Felsen" umrandet.
Alle Bereiche wurden mit Aquariumsilikon abgespritzt.
Heute habe ich ich die Lehm/Sand Mischung aufgetragen und warte nun ungeduldig, bis diese getrocknet und ich endlich mit der Deko beginnen kann :-)

PS. Die beiden Thermometer werden noch ordentlich verklebt. Bis dahin dient ein wenig Klebeband zur Sicherung.


Viele Grüße
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