2 Gynen gefangen

Bestimmungsanfragen - bitte auf genaue Angaben achten.
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ReliAnt

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#1

Beitrag von ReliAnt » 27. Mai 2018, 15:26

Heute habe ich im Fitnesstudio neben der Hantelbank dieser Gyne gefunden und geistesgegenwärtig in einer leeren Flasche nach hause befördert. :bananadancer: Crazy...

Nummer 1:
2018-05-27-PHOTO-00015301.jpg
IMG_1071.JPG
IMG_1034.JPG
2018-05-27-PHOTO-00015304.jpg


Bei einem Sommerspaziergang im Park dann diese hier:
Nummer 2:
IMG_1073.JPG
IMG_1066.JPG
IMG_1059.JPG
IMG_1055.JPG

Was meint Ihr um welche Arten es sich handelt?

Meine Vermutung ist Tetramorium caespitum und Lasius neglectus oder brunneus
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#2

Beitrag von Unkerich » 27. Mai 2018, 15:44

Hi,
Bei dem ersten Tier dürfte es sich, trotz des frühen Zeitpunkts, tatsächlich um Tetramorium handeln, bezüglich der Art kann man da anhand von Fotos allerdings recht wenig sagen.

Bei der zweiten Gyne handelt es sich um Lasius cf brunneus. L. neglectus wäre zwar theoretisch auch nicht auszuschließen, ist jedoch zum Glück eher unwahrscheinlich.

Viele Grüße
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Empfehlenswert ist auch der Wissensteil des Forums

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#3

Beitrag von ReliAnt » 28. Mai 2018, 10:38

Hi,

Danke, Unkerich.
Dann ist’s ja so wie vermutet.

Ja, verglichen mit der Schwarmflugtabelle ist Tetramorium sp. in der Tat früh dran.
Wobei dieses Jahr offenbar allgemein die Schwarmflüge eher stattzufinden scheinen bei vielen Arten.

Auf Lasius neglectus kam ich aufgrund des ausgeprägt länglicheren Gasters, mit brunneus gemein hat meine Gyne auch den flachen Thorax.

Überlege noch eine Haltung zu beginnen mit einer der beiden - Lasius brunneus gilt als „schüchtern“ und das ist für mich als Anfänger eher weniger meins :-)

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#4

Beitrag von User3165 » 28. Mai 2018, 12:13

Was genau meinst du mit schüchtern? Im direkten Vergleich zu Lasius niger kann ich bis jetzt (was in etwa einer Koloniegröße von 40 Arbeiterinnen entspricht) keine markanten Unterschiede erkennen ;)

Liebe Grüße!
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#5

Beitrag von ReliAnt » 28. Mai 2018, 18:06

Hallo User 3165,

gestern, als ich hier die Bilder reingestellt habe, hatte ich auch gleich Deinen Haltungsbericht gelesen und das hat mich schon auch angesprochen.

Wenn man sich jedoch sonst umhört und Video's/Artenbeschreibungen liest, wird über Lasius brunneus häufig gesagt, dass sie zum Beispiel freie Flächen vermeiden und auch in der Haltung konkret z.B. immer nah an Steinen oder unterschlüpfen vorbeigehen (sodass man sie weniger häufig sieht), sie bei lebenden Futtertieren auch in größerer Koloniestärke weniger aggressiv rangehen als z.B. Lasius niger und z.B auch noch, dass sie sich recht leicht durch Licht aus der Ruhe bringen lassen etc. pp.
Die ein oder andere Eigenschaft (sollten sie denn stimmen) finde ich nicht schlimm, aber wenn alles o.g. zusammenkommt, hätte ich weniger Spaß an der Kolonie.

Habe natürlich selbst keine Erfahrung mit dieser Art aus erster Hand und so muss ich mir ein erstes Bild aus den Erfahrungen anderer machen.

Hast Du beide Arten: Lasius niger und brunneus? Kannst Du in der Tat keine Unterschiede feststellen?

Viele Grüße.

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#6

Beitrag von User3165 » 28. Mai 2018, 18:49

Bis jetzt ja... Aber es handelt sich ja auch nur um recht kleine Kolonien. Zu einigen Sachen kann ich auch noch keine Erfahrungen beisteuern, Aggresivität bsp., da sie von mir noch kein Lebendfutter bekommen. Sie unterscheiden sich allerdings schon in der Größe. Die Lasius brunneus Arbeiterinnen sind noch um einiges kleiner als die von Lasius niger, obwohl sie sich bei großen Kolonien nicht mehr so stark unterscheiden.

Mag sein, dass die Unterschiede im Verhalten noch nicht auffallen aufgrund der kleinen Kolonien.
Du machst bestimmt nichts falsch, wenn du dir beizeiten eine Lasius niger Königin fängst ;)

Liebe Grüße
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#7

Beitrag von ReliAnt » 29. Mai 2018, 18:55

Als ich heute morgen ins Reagenzglas der Lasius cf. brunneus geschaut habe, habe ich nicht schlecht gestaunt :eek:
Schaut mal hier.
IMG_0001.JPG

Sie hat umgehend begonnen eine beträchtliche Menge Eier zu legen. Forografiert habe ich nur den einen Berg.

Lasius brunneus gründen claustral, richtig?
Überlege nun doch, sie zu halten und wenn die Kolonie etwas größer ist, sie in die Freiheit zu entlassen.

Auch bei der Tetramorium cf. caespitum habe ich gut gestaunt - wenngleich auch erst auf den zweiten Blick:
IMG_0004.JPG

Die Eier sind sehr viel kleiner.

Was mich jedoch am meisten wundert: Die Tetramorium Gyne hat noch ihre Flügel.
Vermutlich werden also Männchen schlüpfen.
Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie trotz Flügel begattet ist? Kann da jemand mit einer Einschätzung helfen?

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#8

Beitrag von Ameisenstarter » 29. Mai 2018, 19:01

Das sieht doch schonmal gut aus.
Ja Lasius brunneus gründet claustral.

Wie wahrscheinlich es ist, dass eine geflügelte Gyne doch begattet ist weiß ich nicht. Hat sie noch alle Flügel? Manchmal wird auch nur einer abgebrochen (wenn auch eher seltener).
Ansonsten kannst du nur abwarten.

Liebe Grüße :)
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