Blutige Anfängerin

Re: Blutige Anfängerin

Beitragvon Harry4ANT » 2. Januar, 2018, 22:18

In dem Clip hat man den Eindruck sie tun sich etwas schwer mit den inneren Seitenwänden des Napfes, wenn sie Beute im Schlepptau haben.

Ich verwende sehr gerne Münzdosen als Napf für kleinere Kolonien bzw. kleinere Ameisenarten oder lege so ein einzelnes Beutetier auch mal direkt auf den Bodengrund - dann tun sich auch einzelne Kundschafter leichter mit dem Schleppen bzw. Eintragen der Beute.
A. octospinosus - T. nylanderi - C. cosmicus - C. nicobarensis - P. megacephala - A. gracilipes - M. barbarus - L.niger
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Re: Blutige Anfängerin

Beitragvon Serafine » 2. Januar, 2018, 22:44

Spinne ist Delikatesse. Bei allen meinen Ameisen sind die heißt begehrt, nur leider im Moment schwer aufzutreiben.

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Re: Blutige Anfängerin

Beitragvon Saskia80 » 2. Januar, 2018, 23:02

Harry4ANT hat geschrieben:In dem Clip hat man den Eindruck sie tun sich etwas schwer mit den inneren Seitenwänden des Napfes, wenn sie Beute im Schlepptau haben.


Ja, sie hatten sich wirklich sehr schwer getan. Ich hatte das Video auf ca. 3 Minuten runter geschnitten, aber die ursprüngliche Aufnahme war knapp 1 Stunde lang und ich habe da schon gar nicht alles aufgenommen, weil ich los musste. Ohne den Napf hätten sie die Spinne bestimmt längst zum Nesteingang gebracht. Die Spinne hatte ich leicht angeschnitten - das war eventuell auch nicht genug gewesen. Naja das war das erste Mal das ich sie so dabei gesehen hatte. Vorher hatte ich ihnen nur Wachsmottenlarven gegeben, wo immer viel Flüssigkeit raus lief und das hatten sie dann nur weggeschlürft. Die Hüllen hatten die da gar nicht angerührt. Ich werde das nächste Mal die Fütterung mit andern Futtertieren ohne Napf ausprobieren. Ich habe einen Anglerladen in der Nähe gefunden. Dort werde ich morgen mal versuchen ein paar Pinkymaden zu bekommen.

Serafine hat geschrieben:Spinne ist Delikatesse. Bei allen meinen Ameisen sind die heißt begehrt, nur leider im Moment schwer aufzutreiben.


Also ich hatte "Glück" und in der letzten Woche habe ich sogar insgesamt 2 dicke Spinnen in meiner Wohnung gefunden. Die andere Spinne ist eine fette Winkelspinne der Kategorie "Ahhhhhh!". Die liegt im Gefrierschrank. :evil:

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Re: Blutige Anfängerin

Beitragvon Chris Quinn » 3. Januar, 2018, 17:12

Fütterung ist immer sehr spannend; vielleicht, weil die Tiere dabei immer alles geben. Ich erinnere mich noch gut daran wie beeindruckt ich war, als ich das erste Mal eine Pygmäe am Futter beobachten konnte (etwa hier). Naja, Deine Aufnahmen sind natürlich um Klassen besser. Ich muß gestehen, daß ich regelmäßig die Größenverhältnisse zwischen Futtertier und Ameisen falsch, d.h. zu ungunsten der letzterer, eingeschätzt habe.

Meine haben auch niemals Fruchtfliegen verschmäht: die könnten auch zu dieser Jahreszeit züchtbar sein.

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Re: Blutige Anfängerin

Beitragvon Saskia80 » 3. Januar, 2018, 22:00

Ich habe eine Weile gebraucht bis ich die Videos abspielen konnte. :p

Aber hey das sind wirklich interessante Aufnahmen! Das Video mit dem Transport finde ich super.

Ich habe mich auch schon gefragt, was meine Ameisen in der Nacht so treiben. Laut der Artenbeschreibung die ich gelesen hatte sind Camponotus R. Fae Tag- und Nachtaktiv. Ich hatte auch schon ein paar Mal in die Arena in der Nacht geschaut, aber bisher habe ich noch keine Ameise in der Nacht erwischt.

Chris Quinn hat geschrieben:Naja, Deine Aufnahmen sind natürlich um Klassen besser.

Ehrlich gesagt habe ich nicht viel Ahnung von der Kamera und vom filmen. Ich habe sie bisher kaum benutzt. Die Kamera kann glaube ich auch mehr, als das was ich damit bisher hinbekommen habe. Ich benutze eine JVC Everio GZ-HM300SE Kamera und die kann 20x Zoom. Die Aufnahmen die ich damit bisher gemacht habe waren höchstens 7x Zoom weil das Bild danach ganz unscharf wurde... ka woran es liegt.

Die Fütterungen sind natürlich auch recht einfach zu filmen, weil man einen Punkt hat auf den man die Kamera halten kann und es passiert auch viel.

Bei dem Filmen mit der Spinne hat sich bei mir momentan eine ganz Frage aufgedrängt, die mich gerade beschäftigt. Seitdem ich die Kolonie habe ist mir immer wieder eine Ameise aufgefallen

Saskia80 hat geschrieben:Eine der kleineren Ameisen hat Probleme beim Klettern an der Glasscheibe.


die wirklich viel schlechter klettern kann als ihre Schwestern. Die Glasscheibe kommt sie überhaupt nicht hoch und sie kommt auch kaum in den Napf hinein. Beim filmen mit der Spinnenfütterung ist das ganz extrem aufgefallen. So sehr das ich ihr einen Namen (Trudy) gegeben habe und auch für sie ein Filmchen gemacht habe:

https://www.youtube.com/watch?v=szQytPwz-pA

Ich frage mich wirklich woran das liegt. Vielleicht könnt ihr mir das ja sagen?

Im übrigen hatten sich die Damen mit dem Rest der Spinne auch heute beschäftigt. Dieses Mal außerhalb des Napfes:

https://www.youtube.com/watch?v=PwWFPdabYPQ

zu Fruchtfliegen: Danke für den Tip! Die könnte auch etwas für meine fleischfressenden Pflanzen sein. Ich werde mal bißchen dazu lesen.

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Re: Blutige Anfängerin

Beitragvon Serafine » 5. Januar, 2018, 12:59

Saskia80 hat geschrieben:Bei dem Filmen mit der Spinne hat sich bei mir momentan eine ganz Frage aufgedrängt, die mich gerade beschäftigt. Seitdem ich die Kolonie habe ist mir immer wieder eine Ameise aufgefallen

Saskia80 hat geschrieben:Eine der kleineren Ameisen hat Probleme beim Klettern an der Glasscheibe.


die wirklich viel schlechter klettern kann als ihre Schwestern. Die Glasscheibe kommt sie überhaupt nicht hoch und sie kommt auch kaum in den Napf hinein.

Möglich dass Ameisen einfach unterschiedlich sind und manche schlechter klettern können, dafür vielleicht besser im laufen oder Sachen wegzerren sind.
Könnte aber auch sein, dass die Arbeiterin die jüngste der Kolonie ist. Bei meinen ist mir das am Anfang extrem aufgefallen - wenn sie zum ersten Mal rauskommen sind die Arbeiterinnen oft sehr tapsig und vorsichtig, so als müssten sie das laufen auf dem Terrain erst noch lernen. Ungefähr eine Woche später rennen sie dann durch das Becken als hätten sie noch nie was anderes getan :)

Meine Camponotus mögen im allgemeinen auch keine schmalen Ränder, Bierkronen und Plastikdeckel beispielsweise werden nahezu komplett ignoriert. Vertikale Steigungen sind nicht das Problem, aber der obere Rand muss so breit sein, dass die Ameisen bequem drauf laufen können. Würde mal versuchen eine flachere Schale zu nehmen oder das Futter einfach auf den Beckenboden legen (solange es nicht irgendwas ist wo massiv Flüssigkeit austritt ist das normalerweise kein Problem).

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Re: Blutige Anfängerin

Beitragvon Unkerich » 5. Januar, 2018, 13:43

Hi,
Die gleiche Beobachtung kann ich auch regelmäßig bei meinen Camponotus substitutus machen.
Während die meisten Arbeiterinnen rasend schnell auch an der Decke des Beckens entlang rennen können, schaffen es manche wenige Arbeiter nichtmal den wirklich niedrigen Rand des Napfs zu überqueren, sie rutschen einfach ab.
Woran das liegt, weiß ich auch nicht, da ich nicht genau weiß, wie genau der Haftapparat bei Ameisen aufgebaut ist.
Bei Anolis (einer kleinen Leguangattung) ist es beispielsweise so, dass sie, nachdem sie in Kontakt mit Fetten (beispielsweise auf der Haut eines Menschen) gekommen sind, Probleme mit dem Laufen auf glatten Flächen bekommen können, da die Haftlamellen dadurch beeinträchtigt werden. Dauert dann i. d. R. bis zur nächsten Häutung.

Ob das bei Ameisen evtl. ähnlich ist, kann ich leider nicht sagen, für möglich halte ich es aber.
Meine Haltungsberichte: Camponotus substitutus, Camponotus socius, Solenopsis fugax

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Re: Blutige Anfängerin

Beitragvon Saskia80 » 10. Januar, 2018, 19:29

Danke - die Info, dass ihr auch solche Fälle habt, ist auch schon etwas wert. ;)

Ich habe mal wieder neue Abdeckung für das Reagenzglas gemacht, weil ich immer noch nicht zufrieden war und ein schönere Optik wollte. :rolleyes: Dieses Mal habe ich die Pappabdeckung noch mit Gips umhüllt. Die habe ich ich dann ein paar Tage trocknen lassen und nun heute habe ich dann endlich einen Blick in das Nest riskiert: https://www.youtube.com/watch?v=kvxUZ3aOdcQ

Das Einzige was für mich tot aussah waren die Fliegen, die heute morgen bereits tot in die Arena gelegt hatte. Das hat mich schon einmal beruhigt. Ich hatte für etwas Aufregung gesorgt, aber ansonsten war ich zufrieden mit dem was ich gesehen hatte.

Wegen der Übersicht, werde ich die Tage mal einen Haltungsbericht beginnen und dort demnächst meine Neuigkeiten schreiben.

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