Reibereien unter Arbeitern, Kolonieduft?

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Kalinova

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#1 Reibereien unter Arbeitern, Kolonieduft?

Beitrag von Kalinova » 9. Februar 2017, 14:44

Ich habe ein Problem mit meiner Kolonie (Camponotus cosmicus), denn es gibt Auseinandersetzungen zwischen den Arbeitern.

Vorgeschichte (für die die mein HB nicht kennen):
Im August letzten Jahres erhielt ich eine Königin mit Brut, die Kolonie hat sich seit dem hervorragend entwickelt (aktuell ~70-80 Arbeiter). Obwohl ich nur gelegentlich zu geheizt habe (ich möchte ihren Jahresrhythmus dem Europäischen anpassen, da die Art aus Südafrika kommt). Seit einigen Wochen bewohnen sie eine neue Anlage, seitdem habe ich fast gar nicht mehr geheizt - die Königin hat die Eierproduktion eingestellt und die verbleibende Brut wird aufgezogen.

Beobachtungen der letzten 10 Tage:
Vor 9 Tagen sind sie aus dem Gipsnest ausgezogen und hausen seit dem in der Arena.
Arena.jpg

Das Bild zeigt die aktuelle Situation. (Gestern Abend fielen mir die Reibereien auf und ich habe das Heizkabel wieder angeschlossen.)
Die blauen Kreise zeigen wo die Kolonie in den vergangenen Tagen gelebt hat. Zuerst wurde an Kreis Nr. 1 gesiedelt dann wurden Puppen und einige Arbeiter im Schlauchanschluss (Kreis Nr. 3) und den ersten cm des Schlauchs angesiedelt und zuletzt hat sich auch ein Teil am Wasserspender angesiedelt (Kreis Nr. 2). So war die Kolonie nun in 3 Grüppchen geteilt.

Ein in der Arena angebotenes RG wurde als Nest seit Tagen nicht angenommen. Ich bereite grade eines mit Wassertank vor das ich hoffentlich auch irgendwie beheizen kann damit sie dort einziehen.

Das Problem:
Es gibt die ersten Todesfälle in der Kolonie, auf dem Müllhaufen (gelber Kreis) sind vereinzelt tote Arbeiterinnen und womöglich auch Teile dieser zu erkennen. Ich rechne aktuell mit 2-5 toten Arbeiterinnen. Mindestens eine (vermutlich sind es mehr) ist verletzt aber am Leben.
Ich konnte etwas beobachten, dass für mich wie "rabiates Putzen" aussah. Dabei hat sich eine Arbeiterin zusammengerollt (so wie sie es tun, wenn sie von anderen Arbeiterinnen getragen werden) und wurde von meist einer (manchmal auch 2-3) anderen Arbeiterin unsanft behandelt. Ob es sich dabei dann doch nur um putzen gehandelt hat, das vermag ich nicht zu sagen.
Ebenso konnte ich beobachten wie eine Arbeiterin im Schlauchanschluss von einer anderen sehr rücksichtslos am Bein gezerrt wurde. Die Angreiferin hatte dabei die 4 hinteren Beine weit nach hinten gestreckt, derartiges kenne ich aus meiner Kolonie nicht. Es erinnert mich aber stark an Bilder von Kämpfenden Ameisen. Einen direkten Kampf konnte ich nicht beobachten, die Angegriffenen verhalten sich passiv bis unterwürfig.
Die Königin scheint unverletzt und wohlauf zu sein.

Vermutung:
Ich vermute, dass aufgrund der Lagerbildung und des Auszuges aus dem Nest der Kolonieduft abgeschwächt wurde. Da auch kürzlich viele Arbeiterinnen geschlüpft sind, haben diese vermutlich kaum diesen Geruch angenommen. Daher versuche ich nun die Kolonie wieder zu vereinen und in ein enges Nest (RG) zu locken, damit dem entgegengewirkt wird.
Ich habe dies vorher weniger aktiv versucht, da ich davon ausging dass die Kleinen schon wissen was sie tun.

Hilfe:
Ich bitte euch daher um eure Meinung dazu, vielleicht gab es schon ähnliche Fälle? Was wisst ihr über den Kolonieduft? (Mein Wissen ist da recht begrenzt: Die Königin ist daran hauptsächlich beteiligt, Arbeiter nehmen den Duft an und erkennen sich daran, ohne Königin verblasst der Geruch)
Gibt es andere Gründe für ein derartiges Verhalten?
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Harry4ANT

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#2 Re: Reibereien unter Arbeitern, Kolonieduft?

Beitrag von Harry4ANT » 9. Februar 2017, 17:35

Vielleicht ganz interessant zu diesem Thema:

http://www.laborundmore.com/research/43 ... lonie.html


Ich persönlich glaube nicht, dass nach so kurzer Zeit und so engem Raum, es auf einen abgeschwächten oder veränderten Kolonieduft zurückzuführen ist.

Sonst würde ja bei großen Kolonien mit tausenden Arbeiterinnen und diversen, weit auseinander liegenden Brutlagerplätzen usw. ständig irgendwelche Massaker stattfinden.

Aber kenne mich mit diesem Thema natürlich zu wenig aus.

Vielleicht liegt es an anderen Stressfaktoren (zu kalt, feucht, finden keinen guten Platz...) im Zusammenhang mit dem Auszug aus dem Gipsnest.
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Maddio

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#3 Re: Reibereien unter Arbeitern, Kolonieduft?

Beitrag von Maddio » 9. Februar 2017, 17:58

Ich kann gut verstehen, dass du dir um deine Kolonie Sorgen machst. Aber ich denke auch, dass die Sorgen wegen des Koloniegeruchs unbegründet sind. Es ist bei den meisten Arten völlig normal, dass sie Zweignester oder Außenposten bilden, und die Arbeiterinnen dort sind recht isoliert. Trotzdem werden sie noch akzeptiert. Oder wenn man Arten betrachtet, welche polygyn-polydome Kolonien bilden. Typisches Beispiel dafür sind unsere Waldameisen (Formica polyctena). Über ein riesiges Areal können viele einzelne Nesthügel einen großen Kolonieverband bilden. Trotz der hunderten Meter Entfernung, erkennen sich Bewohner der beiden am weitesten entfernten Hügel als der Kolonie zugehörig.

Das Arbeiterinnen untereinander zuweilen etwas grob miteinander umgehen, dass kann durchaus vorkommen. Aber ob die Todesfälle damit wirklich in direktem Zusammenhang stehen? Es ist möglich, aber eher unwahrscheinlich. Bei der Koloniegröße ist es nicht ungewöhnlich, dass einige Arbeiterinnen versterben, besonders die ersten Arbeiterinnen einer Kolonie leben meist nicht so lang.

Es ist richtig, bei auftretenden Todesfällen ein wachsames Auge auf die Kolonie zu haben, aber solange es dem Großteil der Kolonie gut geht, besteht kein Anlass zur Sorge.

Da sie die Brut momentan meist ungeschützt lagern, ist es sicherlich eine gute Idee von dir, ihnen zumindest ein oder mehrere RGs in die Arena zu legen. Am besten dunkelst du diese dann noch mit Alufolie von außen ab. Dorthin können sich die Ameisen dann zurückziehen, und dies sollte zu einem sinkenden Stresslevel führen. Ist natürlich schade, dass sie das Gipsnest erstmal nicht angenommen haben :o, aber vielleicht entscheiden sie sich bald noch anders. Als kleinen Anreiz kannst du das Gipsnest noch beheizen.

Und versuch mal die Anlage gut durchzulüften, möglicherweise haben sich Dämpfe o.ä. angesammelt, welche die Ameisen verwirrt haben könnten.
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#4 Re: Reibereien unter Arbeitern, Kolonieduft?

Beitrag von Erne » 9. Februar 2017, 18:14

Eine weitere Hypothese, die ich aus gemachten Beobachtungen ableite, möchte ich hier ergänzen.
Kranke Ameisen können sich nicht aus der Anlage entfernen.
Einige Arten erkennen kranke Arbeiterinnen und fangen an diese zu attackieren.
Beißen und zerren diese bis sie am Ende sterben, was anders auch so gekommen wär.
Ursachen für Erkrankungen könnten mit dem Umzug zusammen hängen oder wie Maddio schreibt,
altersschwache Ameisen sein.
Diese kommen oft noch über den Winter und sterben mit ansteigenden Aktivitäten.

Wie auch immer, interessante Beobachtungen über die Du hier berichtest.

Grüße Wolfgang
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Kalinova

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#5 Re: Reibereien unter Arbeitern, Kolonieduft?

Beitrag von Kalinova » 9. Februar 2017, 18:20

Ein interessanter Artikel, vielen Dank für den Link dazu.

Demnach wäre also meine Theorie mit dem verflüchtigten Kolonieduft falsch. Die Frage ist nun aber was führt sonst zu einem derartigen Verhalten? Bzw (gedanklich bleibe ich noch beim Kolonieduft) Was wenn ein Teil der Kolonie eine zusätzliche Duftnote eingebaut/aufgenommen hat? zB die Kolonie im Schlauchanschluss sitzt direkt auf Plastik welches ja manchmal auch einen gewissen Eigengeruch hat.
(Vor 2 Tagen habe ich neue Futtertiere gekauft und die ersten verfüttert - rückblickend könnte das zeitlich mit den ersten Aggressionen zusammenfallen)

Die anderen von dir angesprochenen Stressfaktoren:
zu kalt = durchaus möglich
zu feucht = die Arena und das Nest sind trocken, auf ein Besprühen für die Pflanzen habe ich verzichtet seit die Kolonie in der Arena lebt.
zu trocken = halte ich nach dem was ich über die Art weiß für unwahrscheinlich
finden keinen guten Platz = sie könnten jederzeit zurück ins Gipsnest, ein neues RG habe ich heute auch angeboten und werde es versuchen zu beheizen damit sie dort einziehen

Es darf gern Diskutiert werden...

PS: @Maddio, ja klar ich bin natürlich immer besorgt ob es meinen Kleinen auch gut geht :o . Es handelt sich um die ersten Todesfälle generell (außer einem von mir verschuldeten), das diese dann in einem so engen Zeitfenster auftreten versetzt mich natürlich in Alarmstimmung.

Ein ausräumen der Müllecke ergab übrigens 3 Ameisenköpfe und 2 noch nicht ganz zerteilte Arbeiterinnen. Somit mindestens 5 Tote in 2 Tagen.
Die Anlage durchzulüften ist eine gute Idee das werde ich gleich mal machen.

@ Erne: danke auch für deine Worte. An eine Krankheit oder Altersschwäche habe ich noch gar nicht gedacht. Klingt plausibel, ich hoffe nur das es keine krankheit ist :(
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#6 Re: Reibereien unter Arbeitern, Kolonieduft?

Beitrag von Maddio » 9. Februar 2017, 18:32

Kalinova hat geschrieben:PS: @Maddio, ja klar ich bin natürlich immer besorgt ob es meinen Kleinen auch gut geht :o . Es handelt sich um die ersten Todesfälle generell (außer einem von mir verschuldeten), das diese dann in einem so engen Zeitfenster auftreten versetzt mich natürlich in Alarmstimmung.

Ein ausräumen der Müllecke ergab übrigens 3 Ameisenköpfe und 2 noch nicht ganz zerteilte Arbeiterinnen. Somit mindestens 5 Tote in 2 Tagen.
Die Anlage durchzulüften ist eine gute Idee das werde ich gleich mal machen.


Bei größeren Kolonien ist das mehr die Regel, als eine Ausnahme. Wenn ich überlege wieviele Ameisen ich schon tot aus meinen Anlagen entfernt habe, im Laufe der Jahre ;). Man muss sich da erstmal dran gewöhnen, und grade bei so schönen großen Arbeiterinnen wie deinen Camponotus ist es normal etwas betroffen zu sein, wenn diese plötzlich leblos in der Arena liegen :furchtbartraurig:. Bei meinen Camponotus vagus sind jetzt auch einige wenige in der WR verstorben, dass ist nicht schön, aber so ist das Leben nun einmal.

Das mehrere Arbeiterinnen in einem engen Zeitabschnitt sterben, ist gar nicht so ungewöhnlich, weil sie ja auch häufig in Wellen schlüpfen.

Beheizen würde ich grundsätzlich mal probieren, entweder Nest oder Glasbecken von einer der Seitenflächen her. Ansonsten denke ich nicht, dass du weiter etwas ändern musst, die wenigen Todesfälle sind noch absolut im Rahmen des Normalen! Aber wie gesagt, trotzdem ein Auge drauf haben.
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#7 Re: Reibereien unter Arbeitern, Kolonieduft?

Beitrag von Kalinova » 11. Februar 2017, 14:34

Die Situation scheint sich beruhigt zu haben, gestern früh habe ich noch eine tote Arbeiterin in der Müllecke gefunden. Streitigkeiten konnte ich keine mehr beobachten. Die Kolonie ist noch vorgestern in das beheizte RG eingezogen. Daher kann ich nicht sagen was sich darin abspielt, sie haben nämlich absolute Ruhe verordnet bekommen. Das ganze belasse ich jetzt für mindestens 1-2 Wochen so. Das RG liegt jetzt an der forderen Scheibe, an der von außen das Heizkabel anliegt. Dieses schalte ich für einige Stunden am Tag ein, so das es zur Mittagszeit etwas wärmer wird.

Was nun schlussendlich dazu geführt hat, wird wohl ein Rätsel bleiben. Wichtig ist das es sich wieder normalisiert hat.

Vielen dank für eure tolle Unterstützung :clap:
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#8 Re: Reibereien unter Arbeitern, Kolonieduft?

Beitrag von Sir Joe » 11. Februar 2017, 18:57

Hallo Kalinova,

das klingt ja gut wenn die Ameisen sich wieder beruhigt haben und keine weiteren Konflikte zu beobachten sind.

Ich möchte aber noch eine weitere These in den Raum stellen und Dir vorweg eine Frage stellen. Verfütterst Du auch Proteinjelly´s?
Hier zum Beispiel ist von Dottakopf ein ähnliches Verhalten seiner Ameisen beschrieben worden, gar noch etwas dramatischer da hier definitiv von Kannibalismus die Rede ist.

"Beitragvon Dottakopf » 28.09.2016, 08:53 "]Zum Kanibalismus:
Sie tragen Ihre Artgenossen nicht ein.. Ich weiß garned was genau die da machen .. 2 bis 3 halten eine Fest und zwicken Sie über stunden.. bis Sie irgendwann tot ist. Auf dem Müllhaufen finde ich Sie dann auch nicht.. Also.. jah ich weiß nicht was da los ist. Allgmein habe ich diesem einen ganzen Jahr keine einzige Tote arbeiterinn manuell entfernen müssen. Ich finde nicht mal eine Tote ..


Zwei Post später erläutert Diffeomorphismus seine Beobachtung, das Tötungen innerhalb seiner Kolonie immer kurz nach der Fütterung von Proteinjellys auftraten.

"von Diffeomorphismus » 28.09.2016, 14:03 "]Schnell fiel mir auf, dass solche Tötungen immer kurz nach dem Füttern des Jellys stattfanden. Daher habe ich den starken Verdacht, dass es hier einen Zusammenhang gibt, da ich anschließend keinen Jelly mehr verfütterte und dieses Verhalten nie wieder beobachtet habe.


Wer weiß, vielleicht reagieren einige Ameisenarten ein bisschen komisch auf bestimmtes Futter. Dein Ansatz neue Futtertiere könnten diese Reibereien ausgelöst haben kommt dem ja auch entgegen. Um was für Futtertiere hat es sich dabei eigentlich gehandelt?

Zum Kolonieduft, na ja wir wissen alle wenn dieser nicht stimmt, mögen sich die einzelnen Individuen nicht besonders. Aber, wie Maddio schon geschrieben hat glaube ich auch nicht, dass eine kurzzeitige Spaltung der Kolonie solche Konflikte auslöst und auch wenn die Kolonie zwischenzeitlich in verschiedenen Bereichen getrennt gewesen war, sieht es auf dem aktuellen Bild so aus als wären alle Ameisen der Kolonie beisammen. Und jetzt sind ja sogar auch alle ins RG gezogen.

Leider muss man sagen, es wird einen Grund geben warum die Kolonie aus dem Gipsnest ausgezogen ist und in der Arena umherirrte. Ich wundere mich ein wenig, dass dies nicht zu weiteren Diskussionen geführt hat. Zu kalt klingt für mich grade noch am plausibelsten.

Ich hoffe für Dich und deiner Kolonie jedenfalls, dass es keine weiteren Reibereien geben wird und wir das Ganze zu den Akten XY ungelöst legen können.

Schöne Grüße
Sir Joe

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