Messor barbarus - 1x gepusht, 1x barbarisch.

Unterfamilie: Myrmicinae

Re: Messor barbarus - 1x gepusht, 1x barbarisch.

Beitragvon Safiriel » 28. Mai 2019, 21:58

Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass die Gyne tot ist, da sich die Kolonie abgesehen von der Schrumpfung recht normal verhält. Meine Theorie ist, dass der Königin das Sperma ausgegangen ist.
Einen Beweis dafür habe ich allerdings nicht.

Beim Versuch einer Adoption damals waren es glaub ich um die 200 Arbeiterinnen, ich hatte löffelweise Brut.
Jetzt sind es vielleicht noch 50 Arbeiterinnen, es scheint irgendwo Brut zu geben, denn es kommen Männchen. Ein gesehenes bisher.
Die neue Gyne hätte also noch einige Arbeiterinnen die ihr helfen, aber sonst keinen "riesigen Kickstart".
Angenommen, ich kaufte eine Gyne mit ersten Arbeiterinnen - was überwiegt: Das Risiko dass es schief geht, oder der Vorteil den die neue Gyne mit sagen wir 50, vielleicht auch nur 20 angenommenen Arbeiterinnen hat?
Wäre es vielleicht weniger Stress mit einer neuen Kolonie anzufangen?
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Re: Messor barbarus - 1x gepusht, 1x barbarisch.

Beitragvon Maddio » 28. Mai 2019, 23:08

Letztendlich kommt es ja darauf an, was man sich als Halter*in vom Hobby erhofft; mit welcher Vorstellung man an die Sache rangeht.

Soll die Kolonie langfristig erhalten bleiben, wäre eine Adoption einen Versuch wert. Dann würde ich aber auch sicherstellen, dass die Königin wirklich nicht mehr vorhanden ist, sonst sind die Chancen wohl zu gering. Eine Möglichkeit das heraus zu finden, wäre einen Umzug in ein Nest mit Einsicht zu veranlassen, vlt mithilfe einer Heizmatte.

Soll einfach nur an dem jetzigen Punkt mit einer neuen Kolonie weitergemacht werden, dann würde ich dazu raten, nach einer Kolonie in der entsprechenden Größe Aussicht zu halten.

LG Maddio
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Re: Messor barbarus - 1x gepusht, 1x barbarisch.

Beitragvon Safiriel » 2. Juni 2019, 20:07

Ich habe gestern die entferntere Arena und das unbewohnte Nest endgültig abgetrennt. Sie leben wohl lieber fernab der kleinen Heizmatte.
Endlich konnte ich einen Blick in das leere Nest werfen. Die Steckmoosblöcke hatten sehr unterschiedliche Zustände von nur oberflächlich mit kleinen Gängen überzogen, bis hin zu fingerdicken Gängen und komplett ausgehöhlten Flächen. Nach einer vorsichtigen Reinigung mit Handfeger und Pinsel wollte ich einiges davon dokumentieren.

Die Arenen landeten in der Spülmaschine bei 45 Grad, was sie erstaunlich gut überstanden haben. Sie werden demnächst den Camponotus dienen, die ich aber erst noch überreden muss, in ein neues Nest zu ziehen.
20190601_131510.jpg
20190601_131536.jpg
Krater.
20190601_131527.jpg


Aus dem verbliebenen Becken entfernte ich ein komplettes Kehrblech voll Müll und losem Substrat, sowie die Deko. Unter einem Teil befand sich ein Körnerlager. Die RG im Boden wurden zum Teil verwendet: eines für Körner und zwei für Brut.
Das meiste waren Larven in allen Größen. Eilig wurden Puppen davon getragen, unmöglich zu sagen ob es ausschließlich Männchen waren. Einmal dachte ich die Königin gesehen zu haben, aber sicher bin ich in dem Gewusel nicht. Die RG grub ich wieder ein, drückte den Boden vorsichtig gleichmäßig an. Heute Nachmittag war noch immer großes Gewusel, die frisch gefüllte Tränke komplett leer, der Boden gleichmäßig feucht und im Boden entstehen neue Hügel und Krater.
20190602_132655.jpg
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Re: Messor barbarus - 1x gepusht, 1x barbarisch.

Beitragvon Serafine » 9. Juni 2019, 13:09

Safiriel hat geschrieben:Das hat diese Kolonie ja schon hinter sich...

Ja, aber zu dem Zeitpunkt war die Königin noch am Leben. Ameisen haben hirarchische "Duftmarkierungen" und der Königinnenduft steht noch über dem Kolonieduft. Es braucht ein paar Monate damit der verschwindet und die Arbeiterinnen eine neue Königin annehmen können.
Königinnen, denen das Sperma ausgeht, sterben meines Wissens nach recht schnell. Zudem wäre es schon etwas ungewöhnlich, wenn der Königin überhaupt das Sperma ausgeht, bedenkt man doch dass die Rekordhalterin (Lasius niger, 29 Jahre) bis zum Tag ihres Ablebens befruchtete Eier gelegt hat.
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