Ytong-Nest z.T. abriegeln

Ytong-Nest z.T. abriegeln

Beitragvon FunkyBrain » 10. Januar 2018, 20:51

Hi Leute!

Ich lese schon eine ganze Weile hier im Forum und bereite mich nun langsam auf eine eigene "Ameisenfarm" vor, die ich aber gerne selbst bauen möchte.
Als Basis dient ein altes Aquarium (800x400x400) und ein selbst gebautes Ytong-Nest, in L-Form. Die Nester bringe ich unterhalb der Arena an und grenze diese später mit einer Plexiglasscheibe ab.
Nun zu meiner Frage: Ich habe drei Nester gebaut, die ich später im Verbund nutzen möchte (siehe Fotos).
Da es aber wohl zu Problemen führen soll, wenn man diese sofort zugänglich macht und Ameisen die Neigung haben, den ungenutzten Platz gerne einzumüllen, würde ich
diesen gerne absperren.
Als Ameisenart wird es die Lasius niger, die ich ende Februar erhalten möchte.
Ist es Möglich, Gänge zu gesperrten Bereichen, mit einer Lehm/Sand Mischung aufzufüllen, damit diese später von den Ameisen abgetragen werden kann und sich somit neuer Lebensraum erschließt?

Die Plexiglasscheibe, die als Abtrennung zur Arena genutzt wird, halte ich kleiner, als die Gesamtfläche, um Schimmelbildung vorzubeugen. Wollte dann später ein paar größere Steine als Umrandung bauen, damit man nicht direkt auf den angemalten (Lehm) Ytong schauen muss. Reicht es dann trotzdem mit der Entlüftung?
Wie auf den Bildern zu sehen ist, habe ich an einem Rand, eine tiefe Bohrung vorgenommen, die später mit Watte aus der Apotheke gefüllt wird. Der obere Kranz, soll später auch als weitere Tränke dienen. Auch hier wollte ich die Bohrung mit Watte füllen, um ein evtl. Ertrinken auszuschließen.

Das waren nun erst mal einige Fragen und ich freue mich auf eure Kommentare und Hilfe.


Viele Grüße
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IMG_0475.JPG
Das Hauptnest, mit Wasserspeicher.
IMG_0478.JPG
Die kleineren Nester. Wobei das größere einen eignen Eingang bekommen und einen Zugang zum Wasserspeicher des Hauptnestes hat.
IMG_0476.JPG
Die Bohrung des Hauptnestes. Zugang ist von zwei Seiten (auf dem Foto nicht zu sehen)
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Re: Ytong-Nest z.T. abriegeln

Beitragvon Chris Quinn » 10. Januar 2018, 21:55

FunkyBrain hat geschrieben:[...] Ist es Möglich, Gänge zu gesperrten Bereichen, mit einer Lehm/Sand Mischung aufzufüllen, damit diese später von den Ameisen abgetragen werden kann und sich somit neuer Lebensraum erschließt?

Ja; Sand im Nest könnte aber die Einsicht verschlechtern.

Auch wenn ich mit keinen eigenen Erfahrungen aufwarten kann, möchte ich die Vermutung in den Raum werfen, daß die Ameisen sich aber nicht an den schön durchdachten Plan, der dem ganzen zugrunde liegt, halten werden.

Bisher sieht Dein Projekt sehr gut aus, wie ich finde.

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Re: Ytong-Nest z.T. abriegeln

Beitragvon Sovereign » 11. Januar 2018, 01:07

Hallo

Als Alternative zum Sand/Lehm gäbe es noch feinen Kies, der wird bei Feuchtigkeit nicht so klebrig und bleibt somit weniger an der Scheibe kleben, wenn die Ameisen freigraben müssen.

Wie aber Chris Quinn richtigt sagte, haben Ameisen nicht immer die selbe Idee wie der Halter.

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Re: Ytong-Nest z.T. abriegeln

Beitragvon Unkerich » 11. Januar 2018, 01:09

Hallo FunkyBrain und willkommen im Forum!

Schöne Nester hast du da gebaut!
Das Verschließen von einzelnen Kammern und Gängen ist durchaus möglich, birgt aber, wie schon gesagt wurde, das „Risiko“, dass die Nesteinsicht darunter leidet. Bei stehenden Nestern würde ich von einem Verschließen mit Sand oder Sand-Lehm eher absehen, da die Tiere es hier noch leichter hätten, die Scheiben zu verdecken.
Bei liegendenden Nestern, bei denen sich die Scheibe oben befindet, ist das deutlich unproblematischer, ausschließen kann man es aber auch nicht. Abhilfe schaffen kann hier die Verwendung von reinem, etwas grobkörnigerem Sand, anstatt einer Sand-Lehm-Mischung o. Ä., da dieser schlechter an der Scheibe haftet.
Das hat bei mir so meist ganz gut funktioniert, auch wenn die Ameisen es doch meist irgendwie schaffen, bestimmte Bereiche des Nests blickdicht zu bekommen :rolleyes:


Grüße
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Re: Ytong-Nest z.T. abriegeln

Beitragvon FunkyBrain » 11. Januar 2018, 01:23

Unkerich hat geschrieben:Hallo FunkyBrain und willkommen im Forum!

Schöne Nester hast du da gebaut!


Vielen Dank, auch für die nette Begrüßung :-)

Unkerich hat geschrieben:Bei liegendenden Nestern, bei denen sich die Scheibe oben befindet, ist das deutlich unproblematischer, ausschließen kann man es aber auch nicht. Abhilfe schaffen kann hier die Verwendung von reinem, etwas grobkörnigerem Sand, anstatt einer Sand-Lehm-Mischung o. Ä., da dieser schlechter an der Scheibe haftet.


Die Nester sind stehend und werden mit Aquarium Silikon an den Glasscheiben fixiert(nur oben). Müssen die Nester denn zwangsläufig verschlossen werden, oder kann ich es auch einfach so lassen und hoffen, dass die Kleinen nicht alles verschmutzen?
Das Volk wird aus einer Königin und 100 Arbeitern bestehen. Somit ist der Grundstock schon leicht erhöht. Das kleiner Nest, kann ich ja durch einen Stein verschließen. Somit könnte ich wenigstens da noch ein wenig abwarten, bis die Population stark anzieht.

Viele Grüße


Dirk
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Re: Ytong-Nest z.T. abriegeln

Beitragvon Sir Joe » 11. Januar 2018, 17:34

Hallo Dirk,

auch von mir noch ein Herzliches Willkommen hier im Forum.

Auch wenn das hier nicht das eigentliche Thema ist, möchte ich mal ein Stichwort hier im Raum werfen was noch nicht zur Sprache kam, und zwar „Winterruhe“. Dein Becken ist mit 80 * 40 * 40 cm nicht gerade klein und du hast vor darin ein internes Nest für Lasius niger zu bauen. Ich glaube es könnte schwierig werden so ein Becken zweimal im Jahr zu bewegen. Wie sieht denn dein Plan dafür aus?

Zurück zum Thema: Wenn ich dich richtig verstanden habe, möchtest du gar nicht alle Kammern auffüllen damit diese nach und nach frei gegraben werden, sondern nur die Verbindungen der einzelnen Nestblöcke verschließen. Wenn der Platz für die Kolonie zu klein wird, werden die Ameisen versuchen das Nest zu erweitern. Wenn die Verbindungen also vorher mit einer Sand Lehm Mischung verschlossen wurden, glaube ich schon, dass die Ameisen diese irgendwann abtragen werden, vielleicht aber auch schon vorher obwohl du das noch gar nicht möchtest. Das Gemisch sollte allerdings nicht zu hart gewählt werden. Eine andere Möglichkeit wäre, zwischen den Nestblöcken ein Plastiksteifen zu platzieren, der dann bei Bedarf herausgezogen werden kann. Der Vorteil wäre, dass du bestimmen kannst wann das Nest erweitert werden soll.

Schöne Grüße
Sir Joe
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Re: Ytong-Nest z.T. abriegeln

Beitragvon FunkyBrain » 11. Januar 2018, 18:48

Hallo Sir Joe,

über das Thema Winterruhe, mache ich mir seit Anfang so meine Gedanken. Wir haben einen großen Keller, in dem es Räume gebe, die in den Wintermonaten die 6-8 Grad halten sollten. Da ich ich die Arena mit einer Plexiglasscheibe abtrenne und mit einem festen Lehm/Sand Gemisch auffüllen wollte, sollte es kein Problem sein, diese in den Wintermonaten abzuheben und den Rest in den Keller zu bringen. Wenn ich mich richtig informiert habe, benötigen die Ameisen im Winter keinen "Freigang", somit könnte ich die Öffnung verschließen und über die Bewässerung, für die nötige Feuchtigkeit sorgen.
Ich habe in vielen Threads gelesen, dass zu viel Platz zu "Müllplätzen" führt, was ich gerne verhindern möchte.
Natürlich würde mich eine Gattung, die ohne Winterschlaf auskäme, auch extrem interessieren. Nur bin ich blutiger Anfänger und möchte auf keinen Fall den Totalverlust einer ganzen Kolonie in kauf nehmen.
Auch die Gattung Messor barbarus, finde ich sehr interessant und auf Grund der empfohlenen 15 Grad über die Winterruhe hinweg, auch deutlich einfacher zu händeln.
Jedoch liest man ja immer wieder, dass Ytong Nester keine Alternative für die Gattung seien, da sie diese zersetzen sollen.
Ich bin auch gerne für andere Ideen offen. Möchte mich so gut es geht, darauf vorbereiten. Heizmatten wollte ich eigentlich nicht nutzen, sofern möglich.
Die Raumtemperatur wäre auf Grund von Fußbodenheizung und Thermostat, bei konstanten 22 Grad.

Viele Grüße
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Re: Ytong-Nest z.T. abriegeln

Beitragvon Sir Joe » 11. Januar 2018, 19:20

Versteh mich bitte nicht falsch, ich möchte dir keine exotische Art andrehen und halte Lasius niger für die richtige Wahl zum Einstieg. Diese Art wird dir im laufe der Zeit viel Freude bereiten und auch zeigen was es mit dem Ausbruchschutz auf sich hat.

So ganz habe ich dann wohl nicht verstanden wie dein zukünftiges Setup aussehen soll. Ich frage deshalb mal ganz konkret: Soll der Arena- und Nestbereich zusammen in deinem 80 * 40 * 40 cm Becken oder wird der Raum hinter den Nestern aufgefüllt und quasi eine zweite Ebene als Auslauf über den Nestblöcken im selben Becken geschaffen? Für mich hat es sich nach Letzterem angehört und da frage ich mich, wie du den Arenabereich abtrennen möchtest?
Wenn du es aber bewerkstelligen kannst die Ameisen im Keller zu stellen ist alle gut. Die von dir genannten Temperaturen passen dort jedenfalls.

Die Punkte bezüglich Müll und Freilauf im Winter siehst du richtig, dem ist nichts hinzu zu fügen.
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