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Serafine

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#961

Beitrag von Serafine » 12. November 2018, 23:29

Boah, das sieht ja echt fies aus :eek:

Gut zu wissen, dann lass ich mich mal besser nicht von meinen Barbaren kneifen, die haben ähnlich unangenehme Beißerchen (sind aber zum Glück bisher außerordentlich zahm).
mandibles.jpg
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#962

Beitrag von Ameisenstarter » 19. November 2018, 16:31

Die Paarung bei Mantiden ist so ne Sache. Mal klappt es, mal klappt es nicht. Mal wird das Männchen gefressen, mal nicht.

Diese Erfahrung durfte ich heute auch machen, als ich versucht habe meine zwei Phyllocrania paradoxa zu verpaaren. Für eine halbe Stunde lief alles gut, sie saßen beieinander, er dann auf ihr, hätte eigentlich ja anfangen können.

Ergebnis nach einer dreiviertel Stunde war:
Zerteiltes Männchen, Weibchen mit verstümmelter Tarse am linken Fangarm und keine Paarung.

Zumindest die Camponotus brasiliensis konnten sich freuen, die haben die obere Hälfte bekommen, welche Madame nicht mehr verspeisen wollte.
Bon appétit...
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#963

Beitrag von Safiriel » 19. November 2018, 20:45

Auf jeder Fortbildung trifft man einen, der alles und jeden kennt und weiß - und einen der alles anzweifelt und blöd findet, besonders wenn es neu ist.
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#964

Beitrag von Unkerich » 27. Dezember 2018, 23:44

Hartgekochtes (Hühner-)Ei an Solenopsis fugax zu verfüttern scheint reine Lebensmittelverschwendung zu sein, obwohl Brut (darunter auch Eier) doch eigentlich zu deren natürlicher Nahrung gehört :spin2:

Das Ei wird augenscheinlich gut angenommen, aber...
Das Ei wird augenscheinlich gut angenommen, aber...


...ein kurzer Blick auf den Müllhaufen sagt etwas anderes....
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#965

Beitrag von Ameisenstarter » 2. Januar 2019, 22:54

Auch wenn es nur für ein paar Tage ist, Zeit getrennt von seinen Ameisen ist schon schwer. Die Ungewissheit darüber, ob während der Abwesenheit alles gut läuft ist allgegenwärtig.

So heißt es jetzt für mich noch 3 Stunden Bangen, obwohl ich doch eigentlich überzeugt bin, dass es keine Probleme gibt.


Liebe Grüße und gute Nacht :)
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#966

Beitrag von Unkerich » 8. Januar 2019, 22:01

Die Person, die auf die Idee kam, Mehlwürmer in normalen „Heimchenboxen“ mit tief liegenden Luftlöchern zu verkaufen, muss doch ernsthaft einen an der Klatsche gehabt haben... :fluchen:
BAF7D265-AAB0-4F74-A9AD-45D487CF3976.jpeg


Ich weiß schon, weshalb ich meine Mehlwürmer normalerweise selbst züchte :rolleyes:
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#967

Beitrag von trailandstreet » 10. Januar 2019, 13:17

Immer wieder findet man Beiträge, in denen Halter ihren Wunsch äussern, gerne eine polygyne Art halten zu wollen, womöglich noch mit möglichst vielen Gynen.
Nun kann man aber zum einen davon ausgehen, dass eine fertile Königin völlig ausreicht um mit ihrem Nachwuchs den meist vorgegebenen Rahmen locker zu sprengen.
Zum anderen gibt es die verschiedensten Formen der Polygynie und es ist keineswegs gesagt, dass sich auch alle oder zumindest ein paar, wenn auch fertil und begattet, an der Nachwuchsproduktion beteiligen.
Untersucht wurde dies zB bei Dendrolasius fuliginosus und da ist es tatsächlich so, dass auch nur eine Gyne reproduktiv tätig ist.
Sollte es dann auch nur als "Backup" gedacht sein, falls eine Gyne stirbt, frag ich mich, was da bei allgemein gleicher Lebenserwartung und offensichtlich identischem Alter noch für eine Wendung bringen soll.
Liegen hier Haltungsfehler vor, wäre es wohl besser, diese möglichst zu beheben oder besser gleich zu vermeiden, als nur mehr Gynen im Hintergrund zu haben.
Was die Lebenserwartung an sich angeht, die ist bei manchen Arten locker im zweistelligen Bereich und das alleine ist für manchen schon mehr als genug.
Wie das eben heute so ist, will halt jeder möglichst schnell möglichst viel Erfolg sehen, ob das dann aber tatsächlich auch so ist, sei dahingestellt.
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#968

Beitrag von Maddio » 10. Januar 2019, 16:55

trailandstreet hat geschrieben:Untersucht wurde dies zB bei Dendrolasius fuliginosus und da ist es tatsächlich so, dass auch nur eine Gyne reproduktiv tätig ist.


Bei solchen faktischen Behauptungen bitte immer die entsprechende Studie mit verlinken, damit keine Falschinformationen verbreitet werden (wie es hier leider geschehen ist).

Ich gehe davon aus, du beziehst dich auf folgende Studie: Temporal variation in social structure and worker reproduction in the temporary social parasite Lasius fuliginosus (van Elst; Gadau; 2018)

https://www.researchgate.net/publication/326723488_Temporal_variation_in_social_structure_and_worker_reproduction_in_the_temporary_social_parasite_Lasius_fuliginosus_Hymenoptera_Formicidae

In der Studie wird tatsächlich gesagt, dass bei einem Großteil der untersuchten Kolonien, die Arbeiterinnen wahrscheinlich nur von einer Königin abstammen, aber eben nicht bei allen untersuchten Kolonien, so dass sich die Darstellung als Fakt verbietet:

Only two of 33 colonies in the studied population,
i.e., colonies Lfu 1 and Lfu 27, contained workers that
were derived from multiple queens.
--> Seite 80

In zwei von 33 Kolonien fanden sich also Arbeiterinnen, welche nicht von derselben Königin abstammen. 2/33 entspricht 6,1 %, mMn ein nicht zu unterschätzender Anteil, besonders wenn man die geringe Stichprobe (n=33) in Betracht zieht.

Die Forscher bieten daraufhin verschiedene Hypothesen an, die das Vorkommen dieser Arbeiterinnen erklären könnten (neben der klassischen Polygynie), aber es sind eben nur Hypothesen, bewiesen ist damit noch nichts! Dies wird in der Studie auch genauso festgehalten, es braucht noch weitere Untersuchungen (Hervorhebungen durch mich):

Surprisingly, for a species that has large
and long-lived colonies, Lasius fuliginosus appears to be
predominantly monogynous and monandrous. However,
we did record some cases of polyandry and workers which
were derived from multiple queens in the study population.

Latter might be the result of queen adoption by orphaned
colonies, but this hypothesis needs further investigation.
Our data challenge the polygyny hypothesis in L. fuliginosus
as stated in the literature. Studies in more L. fuliginosus
populations will be necessary
to unveil the predominant
queen number of this species.
--> Seite 83

Für die Zukunft würde ich mir wünschen, dass bei solchen faktischen Darstellungen kenntlich gemacht wird, auf welche Studie Bezug genommen wird und dass die Informationen vor Veröffentlichung eingehend geprüft werden, um der Verbreitung von Falschdarstellungen vorzubeugen.

LG Maddio
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